Vorstand Vorstand

Aug 212020
 

Der Animationsfilm Hier oben, bei den weißen Göttern (11 Min) handelt von den rassistischen Übergriffen auf afrikanische Vertragsarbeiter in der DDR und beruht auf Zeitzeugeninterviews.

 

Der Mosambikaner Luciano träumt von einem Studium in der DDR. Bei seiner Ankunft wird er jedoch schwer enttäuscht: Anstatt wie versprochen eine Hochschule zu besuchen, lernt er das Filetieren von Schweinehälften. Tagaus, tagein dieselbe monotone Tätigkeit. Im Alltag begegnen ihm die Menschen distanziert, er erlebt rassistische Übergriffe. Und was ist nur mit seinem Freund Manuel passiert?

2020 feierte er seine Weltpremiere auf dem Internationalen Trickfilmfestival Stuttgart. Im selben Jahr wurde er auf dem französischen Filmfestival Annecy in der Kategorie „Short Perspectives“ gezeigt.

Gefördert durch:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg

Amadeu Antonio Stiftung

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

Idee: Mike Plitt und Alexander Lahl

Regie: Jalal Maghout

Co-Regie: Mike Plitt, Alexander Lahl

Drehbuch: Alexander Lahl, Mike Plitt, Max Mönch

Animation: Jalal Maghout

Sprecher: Jörg Malchow

Sounddesign: Hannes Schulze

 

Eine Produktion der mobyDOK Medienproduktion.

In Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.

»» Hier oben, bei den weißen Göttern

Jun 122020
 

Panorama mit Blick auf die gesprengte Brücke nach Osten, Frankfurt (Oder) 1945 © Stadtarchiv Frankfurt (Oder) / Foto: Walter Fricke

Der Zweite Weltkrieg gilt als eines der größten Traumata des 20. Jahrhunderts. Seine Folgen sind bis heute in vielen europäischen Ländern sichtbar und spürbar. Auf eine besondere Art und Weise prägen sie vor allem die deutsch-polnischen, aber auch die deutsch-polnisch-russischen Beziehungen. Für die Gesellschaften dieser drei Länder bedeutete der Holocaust die gravierendste Zäsur ihrer bisherigen Geschichte. Das Ende des nationalsozialistischen, rassenideologischen Vernichtungskrieges stellte sie vor eine bis dahin unbekannte soziale und ethische Desorientierung.
Die Veranstaltungsreihe will die verschiedenen nationalen Narrative und Perspektiven auf das Jahr 1945 am Beispiel von Frankfurt (Oder) thematisieren. Dabei werden vor allem der Charakter der Oderstadt als Drehscheibe der Migration in den ersten Nachkriegsjahren, aber auch die politische und gesellschaftliche Situation nach deren Teilung in Frankfurt und Słubice infolge des Potsdamer Abkommens eine zentrale Rolle spielen.

Mit fünf Veranstaltungen, in die teilweise Zeitzeugen eingebunden sind, laden wir Sie herzlich ein, mit uns ein Stück wechselvoller brandenburgischer, aber auch europäischer Geschichte kennenzulernen.

Das Projekt »Bahnhof Europas. Frankfurt (Oder) 1945« ist ein Projekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte − Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e. V. und dem Museum Viadrina in Frankfurt (Oder). Es findet im Rahmen des Themenjahres »KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg — Kulturland Brandenburg 2020« statt.

 

Gefördert wird es durch das Kulturland Brandenburg und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

BAHNHOF EUROPAS. FRANKFURT (ODER) UND DAS JAHR 1945

2. Juni 2020, 18 Uhr YouTube-Premiere│Vortrag von Prof. Dr. Werner Benecke, Europa-Universität Viadrina│Anmoderation: Dr. Martin Schieck, Museum Viadrina, Frankfurt (Oder)

Das Jahr 1945 markiert für Frankfurt (Oder) eine der tiefsten Zäsuren der gesamten Stadtgeschichte. In sehr hoher zeitlicher Verdichtung erfuhr die Bevölkerung erst in den letzten Wochen des Krieges tiefe Umbrüche: die Evakuierung, die Zerstörung des Stadtzentrums, die Teilung der Stadt entlang der Oder, die zu einer neuen Grenze werden sollte. Der Vortrag wird zunächst die globalen politischen und militärischen Rahmenbedingungen des Jahres 1945 darlegen, um die Frankfurter Ereignisse bei Kriegsende und die neue Funktion der Stadt als Station auf unzähligen erzwungenen Lebenswegen einzuordnen.

 

Panorama mit Blick auf die gesprengte Brücke nach Osten, Frankfurt (Oder) 1945
© Stadtarchiv Frankfurt (Oder) / Foto: Walter Fricke

 

VON SIBIRIEN NACH SŁUBICE. Die Besiedlung der polnischen Stadt Słubice nach dem Zweiten Weltkrieg

28. September 2020, 18 Uhr Ort: Museum Viadrina, Frankfurt (Oder) │ Vortrag von Prof. Dr. Beata Halicka, Adam-Mickiewicz-Universität Posen/Poznań mit anschließendem Gespräch mit Zeitzeugen vom Verband der Sibiriendeportierten (Związek Sybiraków) │ Moderation: Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach, Institut für angewandte Geschichte − Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e. V.

Nach Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung musste die Stadt Słubice, die aus der Frankfurter Dammvorstadt hervorgegangen ist, neubesiedelt werden. Nach und nach zogen Mitarbeiter des Grenzschutzes und des Militärs sowie Zivilbevölkerung in die neue polnische Grenzstadt an der Oder. Unter ihnen befanden sich Umsiedler aus den Gebieten, die Polen an die Sowjetunion abtreten musste, aber auch viele zuvor aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten von den Sowjets nach Sibirien deportierte Polen. Andere migrierten in den neuen polnischen Westen, weil sie hier eine Chance auf einen Neuanfang sahen. Einen kleinen Teil bildeten schließlich ehemalige Zwangsarbeiter, die sich hier auf ihrem Weg aus dem Westen niederließen.

Große Scharrnstraße in Frankfurt (Oder)
© Stadtarchiv Frankfurt (Oder) / Foto: Walter Fricke

 

DIE RUSSEN SIND DA! Frankfurt (Oder) in den ersten beiden Nachkriegsjahren

28. Oktober 2020, 18 Uhr Ort: Museum Viadrina, Frankfurt (Oder) │Vortrag von Dr. Jörg Morré, Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst │Moderation: Dr. Karl-Konrad Tschäpe, Gedenk- und Dokumentationsstätte »Opfer politischer Gewaltherrschaft«/ Museum Viadrina, Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder) wurde nach Kriegsende zu einem geopolitischen Angelpunkt sowjetischer Besatzungspolitik. Hier verliefen beinahe alle Menschentransporte in den und aus dem sowjetischen Machtbereich. Im Rahmen des Vortrags sollen unter besonderer Berücksichtigung von Frankfurt (Oder) die großen Linien der sowjetischen Ostmitteleuropa-Politik und deren konkrete Umsetzung in Besatzungsverwaltung aufgezeigt werden.

Straßenbahn durch Ruinen in Frankfurt (Oder)
© Stadtarchiv Frankfurt (Oder) / Foto: Walter Fricke

 

EUROPE ON THE MOVE. FRANKFURT (ODER) 1945

30. Oktober 2020, 18 Uhr Ort: Schloss Cecilienhof, Potsdam Eintritt: 8 Euro/6 Euro ermäßigt │ Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Beata Halicka, Adam-Mickiewicz-Universität Posen/Poznań, Dr. Andreas Kossert, Historiker, Berlin und Dr. des. Karl-Konrad Tschäpe, Gedenk- und Dokumentationsstätte »Opfer politischer Gewaltherrschaft«/Museum Viadrina, Frankfurt (Oder) │ Moderation: Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (angefragt)

Die zunächst weitestgehend von Kriegshandlungen verschonte Stadt Frankfurt (Oder) wurde 1945 massiv von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs getroffen. Zum einen fiel das über Jahrhunderte gewachsene historische Stadtzentrum in wenigen Wochen Kriegseinwirkungen und Brandstiftungen zum Opfer. Zum anderen wurde Frankfurt ab 1945 zu einem Umschlagplatz für Hundertausende. Bereits im Januar 1945 erreichten erste Flüchtlinge aus östlichen deutschen Provinzen die Oderstadt. Ab Mai 1945 durchquerten sie ehemalige osteuropäische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene auf dem Weg in ihre Heimat. Aber auch deutsche Kriegsgefangene, politische Häftlinge, Heimkehrer, Vertriebene und Zwangsarbeiter trafen hier zwischen 1945 und 1956 aufeinander. Infolge des Potsdamer Abkommens sollte Frankfurt (Oder) zu einer Grenzstadt und ihr östlicher Stadtteil Dammvorstadt zur polnischen Stadt Słubice werden, in der Menschen aus Zentral- und Ostpolen, aber auch zuvor nach Sibirien deportierte Polen bzw. ehemalige Gulag-Häftlinge angesiedelt wurden. Für fast alle war Frankfurt (Oder) Station auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft und der Aufenthalt hier gleichzeitig von existentieller, prägender Bedeutung.

Szenenfoto aus »Bürgermeister Anna«, © DEFA-Stiftung / Erich Kilian

BÜRGERMEISTERINNEN, ÄRZTINNEN, ARCHIVARINNEN. Die Frauen in Frankfurt (Oder) 1945 und in den ersten Nachkriegsjahren

18. November 2020, 17 Uhr Ort: Museum Viadrina, Frankfurt (Oder) │ Podiumsdiskussion mit Ursula Basel, Tochter von Irmgard Paetsch, der ersten Bürgermeisterin von Frankfurt (Oder) nach dem Zweiten Weltkrieg, und Sahra Damus, Mitglied des Brandenburgischen Landtags (Bündnis 90/Die Grünen), ehemalige Projektkoordinatorin »FrauenOrte in Frankfurt (Oder) und Słubice« │ Moderation: Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach, Institut für angewandte Geschichte − Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e. V.

Nach dem Kriegsende übernahmen Frauen in der deutschen ein Umdenken ein. Gesellschaft in einer Weise Verantwortung in der Öffentlichkeit, wie kaum jemals zuvor. Da viele (Ehe-)Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft waren, mussten sich Frauen, häufig auf sich allein gestellt, im Alltag der ersten Nachkriegsjahre behaupten. Ihr Gestaltungswille findet Ausdruck in ausgeübten Berufen und übernommenen gesellschaftlichen Funktionen, auch in Frankfurt (Oder): In dieser Zeit ist Irmgard Paetsch (1898–1988) Bürgermeisterin von Frankfurt (Oder), Ursula Sellschopp (1915– 1998) und Hedwig Hahn (1891–1980) sind als Ärztinnen tätig, Helene Hannemann (1908–1990) engagiert sich im politischen und kulturellen Bereich und Elfriede Schirrmacher (1894–1978) ist als Stadtarchivarin tätig. Ihre Biographien entwerfen ein spannendes Panorama der deutschen Gesellschaft nach der »Stunde Null«.

Im Anschluss Filmvorführung »Bürgermeister Anna« mit Einführung von Dr. habil. Ralf Forster und Jeanette Toussaint, Filmmuseum Potsdam.

»» Bahnhof Europas. Frankfurt (Oder) und das Jahr 1945

Okt 162018
 
mad
Erste Vorsitzende

Kontakt m.abraham[at]instytut.net

Projektkoordinationen
Makom Tov – Der Jüdische Friedhof in Słubice
Almanach Terra Transoderana
HeimatReise – individuelle Reisebegleitung nach Polen
Deutsch-polnische Lernorte

Magdalena Abraham-Diefenbach ist gebürtige Halbkaschubin. Nach ihrem Studium der Philosophie, Soziologie und Deutsch in Toruń, zog sie 2006 an die Oder. Im Institut war sie mehrere Jahre im Vorstand und von Mai 2014 bis Januar 2015 als Vorstandsvorsitzende aktiv. Sie arbeitet als freie Mitarbeiterin in Projekten und beschäftigt sich mit Fragen der regionalen Identität in den polnischen Westgebieten, jüdischen Spuren in der Kaschubei und in Słubice sowie der Kinogeschichte an der deutsch-polnischen Grenze. Freie Mitarbeiterin von HeimatReise in Frankfurt (Oder) und Doktorandin am Willy Brandt Zentrum in Wrocław. Arbeitsthema der Dissertation: Regionale Kinogeschichte im deutsch-polnischen Grenzland 1945-1989.

»» Magdalena Abraham-Diefenbach

Okt 162018
 
Zweite Vorsitzende

Kontakt s.orth[at]instytut.net

»» Susanne Orth

Mai 142018
 
Am 23. Mai um 19 Uhr stellt Dr. Andrzej Talarczyk (Universität Stettin) den deutsch-polnischen Band „Die historische Neumark in der Geschichtsschreibung, Kultur, Kunst und Architektur – gestern, heute, morgen“ im Collegium Polonicum (Raum 13) vor.
Die Neumark beginnt direkt östlich von Frankfurt, ist aber in der deutschen und polnischen Wahrnehmung kaum präsent. Der Sammelband vereint Beiträge von Historikerinnen und Historikern, die zu Orten und BewohnerInnen aus deutscher und polnischer Zeit der Region geforscht haben und eine moderne Regionalgeschichte im Sinne einer angewandten Geschichte vertreten.
Die anschließende Diskussion wird von Dr. Jan Musekamp (Viadrina und Institut für angewandte Geschichte) moderiert. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Polnisch statt.

Schloss Driesen (heute Drezdenko)

Schloss Driesen (heute Drezdenko)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Organisatoren:
Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.
Ökumenisches Europa-Centrum
Europa-Universität Viadrina
Rada Krajowa Ruchu Stowarzyszeń Regionalnych RO w Warszawie [Vereinigung regionaler Organisationen Warschau]

»» Die historische Neumark in der Geschichtsschreibung, Kultur, Kunst und Architektur – Buchpräsentation am 23. Mai 2018 im Collegium Polonicum

Apr 222017
 

Autobahnbrücke bei Świecko, Fot. Adam Czerneńko

Wir laden Sie sehr herzlich zu zwei Projektpräsentationen ein!

Im Rahmen eines in den Jahren 2015–2017 realisierten Projektes ist ein Audioguide entstanden sowie eine Begleitbroschüre, die ein interessiertes Publikum zur Geschichte der Zwangsarbeit für den Bau der Reichsautobahn zwischen Frankfurt (Oder) und Posen informieren. Aufschlussreiche Aspekte dieser Geschichte und Entdeckungen, die im Verlauf des Projektes gemacht wurden, werden vorgestellt und Ausschnitte aus dem Audioguide zu hören sein.

 

Am 10. Mai 2017 (Mittwoch) um 12:00 Uhr im Museum der Opfer des Nationalsozialismus (Muzeum Martyrologiczne) in Żabikowo bei Poznań.

Ergebnisse des Projektes präsentieren:
Matthias Diefenbach, Historiker, Institut für angewandte Geschichte, Frankfurt (Oder)
Michał Maćkowiak, Historiker, Museums der Opfer des Nationalsozialismus (Muzeum Martyrologiczne), Żabikowo

Die Präsentation findet in deutscher und polnischer Sprache statt und wird simultan gedolmetscht.

Adresse: Muzeum Martyrologiczne w Żabikowie, ul. Niezłomnych 2, 62-030 Luboń

Am 15. Mai 2017 (Montag) um 18:00 Uhr in der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ in Frankfurt (Oder).

Ergebnisse des Projektes präsentieren:
Matthias Diefenbach, Historiker, Institut für angewandte Geschichte, Frankfurt (Oder)
Jacek Nawrocik, Historiker, Museums der Opfer des Nationalsozialismus (Muzeum Martyrologiczne), Żabikowo
Martin Adam, freier Journalist, Regisseur des Audioguides über die Zwangsarbeit und Autobahn, Berlin

Die Präsentation findet in deutscher und polnischer Sprache statt und wird simultan gedolmetscht.

Adresse: Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ 1930–1945 / 1945–1989, Collegienstraße 10, 15230 Frankfurt (Oder)

Kontakt: m.diefenbach@instytut.net

Ein Projekt des Instituts für angewandte Geschichte e.V. und des Museums für die Opfer des Nationalsozialismus in Żabikowo, gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

»» Zwangsarbeit zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań – Projektpräsentationen

Sep 222015
 

Unvollendete Autobahn 2007 Foto: Matthias Diefenbach

Zwangsarbeit zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań

Die Arbeitslager entlang der Reichsautobahnbaustelle 1940-1945 für Juden, sowjetische Kriegsgefangene und andere Zwangsarbeiter

Das Projekt beschäftigt sich mit einem System von teilweise unerforschten NS-Zwangsarbeitslagern. Im Winter 1940/41 wurden für den Bau der Reichsautobahn (RAB) Frankfurt (Oder) – Posen / Poznań – die letztlich erst im Jahre 2012 auf der damals geplanten Trasse fertig gestellt wurde – über 30 Zwangsarbeitslager errichtet, die zum Teil bis 1945 bestanden und genutzt wurden. Ziel ist es, die Geschichte und Rezeptionsgeschichte der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs in der deutsch-polnischen Grenzregion zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań, die sich in den nationalsozialistischen Arbeitslagern der Reichsautobahn verdichtet, zu erforschen und anschaulich zu vermitteln.

1940 bis 1942 waren, mit der Ausnahme des „Arbeitserziehungslagers Schwetig“, in allen diesen Lagern polnische Juden, hauptsächlich aus dem Ghetto Łódź, untergebracht und bauten in geschlossenen Arbeitseinsätzen an der Reichsautobahn. Ihre „Hereinholung ins Altreich“, also nach Frankfurt an der Oder und in das damalige Ostbrandenburg, die heutige polnische Wojewodschaft Lubuski, setzte der Generalinspekteur für das deutsche Verkehrswesen Fritz Todt gegen Heinrich Himmler und das Reichssicherheitshauptamt durch. Auf eine Art handelte es sich dabei um eine Vorwegnahme des erst später eingeführten Systems der KZ-Außenlager.

In der Phase der Einstellung der Autobahnarbeiten im Frühjahr/Sommer 1942 gehörten die RAB-Lager im damaligen Ostbrandenburg zu den ersten Durchgangslagern für sowjetische Kriegsgefangene im Kernland des Deutschen Reichs. Hierbei wurden die sowjetischen Kriegsgefangenen noch für „Rest- und Abschlussarbeiten“ auf den Autobahnbaustellen eingesetzt.

Mehrere der der RAB-Direktion unterstehenden Lager dienten der Gestapo als sog. Arbeitserziehungslager für zivile Zwangsarbeiter aus allen besetzten Ländern, zu einem großen Teil Polen, zum Teil bereits während der Autobahnarbeiten, zum Teil erst nach deren Einstellung 1942. Diese Lager bestanden, neben einigen weiteren des Komplexes, bis 1945 weiter. Das Lager Schwetig/Świecko, genannt „Oderblick“, unmittelbar am östlichen Oderufer, diente hierbei als zentrales Arbeitserziehungslager und Erweitertes Polizeigefängnis der Gestapoleitstelle des Regierungsbezirks Frankfurt.

Eines der RAB-Lager in Frankfurt-Güldendorf diente, nachdem es ursprünglich auch ein Judenarbeitslager war, bis 1945 als Krankenlager für „Ostarbeiter“ und vermutlich als zentrales regionales Entbindungs- und Kinderlager für zivile sowjetische Zwangsarbeiterinnen und ihre in Deutschland geborenen Kinder.

Die Orte der Zwangsarbeit des beschriebenen Lagerkomplexes gehören zu drei unterschiedlichen historischen oder aktuellen administrativen Einheiten und Erinnerungsräumen, namentlich ehemalige DDR, 1945 polnisch gewordene Teile des Deutschen Reichs in den Vorkriegsgrenzen, sowie deutsch besetztes Großpolen (Warthegau). Dies erlaubt einen Vergleich der Erinnerungen und Aufarbeitungen von NS-Zwangsarbeit in diesen drei Räumen.

Das Projekt wird in einer deutsch-polnischen Kooperation mit dem Muzeum Martyrologiczne Żabikowo in Luboń bei Poznań durchgeführt und wendet sich auch direkt an lokale Gemeinschaften entlang der Autobahn. Das auf anderthalb Jahre angelegte Projekt soll dazu beitragen, die Geschichte und Lehren aus der NS-Zwangsarbeit dauerhaft und nachhaltig in der regionalen und europäischen Erinnerungskultur zu verankern.

Ergebnis des Projektes wird ein Audioguide sein, der für Reisende auf der Autobahn zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań nutzbar ist und auch Abstecher zu ausgewählten Lagerorten entlang der Autobahn beinhaltet. Das Produkt wird auf den Internetseiten der Projektpartner online kostenfrei als download zur Verfügung stehen und entlang der Autobahn mit Plakaten und Flyern beworben werden. Als Begleitmaterial ist eine deutsch-polnische Broschüre mit einer Karte der Orte der Lager geplant.

Projektdauer: 1.7.2015 – 15.05.2017

Die Projektergebnisse werden präsentiert:

am 10. Mai 2017 um 12:00 Uhr im Museum der Opfer des Nationalsozialismus (Muzeum Martyrologiczne), Żabikowo bei Poznań

am 15. Mai 2017 (Montag) um 18:00 Uhr in der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ in Frankfurt (Oder)

Projektleitung, Kontakt und nähere Infos: Matthias Diefenbach

Partner: Museum des Martyriums Żabikowo bei Poznań

Das Projekt wird gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“  und der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit

»» Zwangsarbeit zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań

Sep 042015
 

Photo: Katarzyna Buganik

Wo die Zeit mündet in die Ewigkeit

Das Institut erinnert an Wilfried C. Reinicke

Wilfried C. Reinicke fährt in einem roten Volkswagen mit seiner Nichte aus Berlin nach Crossen an der Oder. Ein ganz normaler Familienausflug – wäre der Fahrer nicht im Januar 1945 aus dieser Stadt seiner Kindheit gemeinsam mit seiner Mutter, seinem Bruder und einem aus Berlin evakuierten Kind geflüchtet. Die unfreiwillige Reise führte ihn zuerst nach Zepernik bei Magdeburg, von dort nach Wittstock an der Dosse. 1954 flüchtete er erneut. Diesmal zum Studium nach West-Berlin. Seitdem lebte Wilfried C. Reinicke an der Spree. Dort studierte er, gründete eine Familie und arbeitete als Ingenieur beim Forschungsinstitut der Deutschen Bundespost. Doch Zeit seines Lebens blieb er immer auch Crossener, der an der Mündung des Bober in die Oder aufgewachsen war.

Zu seinen Leidenschaften gehörte das Oeuvre des Dichters Klabund, der ebenfalls aus Crossen kam und im Berlin der Zwischenkriege ein bunter Hund war. Jahrelang bemühte sich Wilfried C. Reinicke um die Wiederentdeckung und Wertschätzung des Dichters und Vagabunden – in Berlin und Crossen. Denn in der 1945 von Polen besiedelten Stadt war die deutsche Geschichte der Stadt wortwörtlich zur Vergangenheit geworden. Die Altstadt um den Marktplatz, auf dem auch das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Reinicke stand, war bei Kriegsende niedergebrannt worden und danach nicht wieder aufgebaut. Allein die große Leere inmitten der historischen Stadt unweit der Mündung des Bobers in die Oder erinnerte daran, was der Krieg zerstört hatte.

In seiner „Ode an Crossen“ schrieb Klabund ironisch über seine Heimatstadt: „Wo der Bober in die Oder/ Wo die Zeit/ Mündet in die Ewigkeit“. Doch das Gedicht wurde lange nicht mehr gelesen in Crossen an der Oder; inzwischen ist es auch ins Polnische übersetzt. Um die Leere auf dem Marktplatz symbolisch zu füllen, stellten die kommunistischen Machthaber ein Mahnmal aus Beton auf. Darauf der weniger ironische Verweis auf die Ewigkeit: „Wir sind gewesen, wir sind und wir werden sein.“ Gemeint ist die polnische Präsenz in der Stadt durch die 1000-jährige Geschichte. Wilfried C. Reinicke konnte darüber herzlich lachen. Er hatte den Kontakt zu seiner Heimat nie verloren und er hatte dennoch nie vor, die von der Flucht zerstörte Welt seiner Kindheit wieder herzustellen.

In den Jahren, in denen es ihm kaum möglich war, nach Polen zu reisen, setzte er sich immer wieder mit den organisierten Heimatvertriebenen auseinander, die eine romantisierte und auf die Deutsche Vergangenheit fokussierte Version der Geschichte pflegten. Immer wieder rief er in Erinnerung, dass die ersten Vertriebenen Crossens die Juden waren. Der 10. November 1938 wurde zu einem zentralen Datum in seinem Leben. Die nachträglich konstruierte Erinnerung an den Rauch aus der in Brand gesetzten Synagoge war für ihn präsent bis ins 21. Jahrhundert. Für ihn war sie Sinnbild seiner Stadt, deren Einwohner mit der Zerstörung selbst begonnen hatten und deren Gewalt sich zunächst gegen die eigenen Nachbarn gerichtet hatte, bevor sie selbst flüchten mussten.

Spätestens 1989 wurde das längst polnische Krosno für die ehemaligen deutschen Einwohner von einer Projektionsfläche wieder zu einer realen Stadt, die nur zweieinhalb Stunden mit dem Auto von Wilfried Reinickes zweiter Heimat Berlin-Lichterfelde entfernt lag. Er reiste nicht nur als Zeitzeuge für die an der Geschichte ihrer Stadt interessierten Krosnoer nach Crossen. Er war stets auch Zeitgenosse, der sich für die heutige Entwicklung ebenso interessierte wie für die Erinnerung an das verlorene Crossen. Er knüpfte neue Freundschaften und bemühte sich ausdauernd darum, Klabund posthum zum Ehrenbürger der Stadt zu machen – eine Ehrung, die ihm in der deutschen Stadt Crossen nie zugekommen war. Zu den Höhepunkten dieses Engagements gehörte eine deutsch-polnische Ausstellung über Klabund in Berlin und im Crossener Heimatmuseum, die Einweihung einer Büste im Gymnasium. Später folgte eine Bank, auf der man sich seither zu Klabund setzen kann.

Wilfried C. Reinicke konnte all das von Berlin aus nicht allein organisieren. Er schrieb immer wieder Briefe, verfasste Artikel und suchte nach deutschen und polnischen Gesprächspartnern. Die Liebe zu Crossen führte auch zur Briefpartnerschaft und Freundschaft mit Beata Halicka, einer polnischen Historikerin, die mit ihrer Familie in die Nähe der Stadt gezogen war und 2005 zur 1000-Jahrfeier eine zweisprachige Chronik der Stadt schrieb. Für Halicka war Wilfried C. Reinicke mehr als ein Zeitzeuge. Er trat als Akteur in Erscheinung. So hielt er zur 1000-Jahrfeier als Deutscher einen Festvortrag über Persönlichkeiten der Stadt Crossen.

Reinicke Fuchs – wie er sich selbst gerne nannte – schrieb gerne Briefe und reiste mit Freunden nach Crossen, um ihnen seine Heimat zu zeigen. Er besuchte die neuen Crossener Partner und wollte unbedingt bei der nächsten Klabund-Ehrung dabei sein. Und er reiste 2001 auch mit dem Institut für angewandte Geschichte nach Crossen, um vor Ort von seiner Kindheit zu erzählen. Das war für Studierende der Viadrina ein besonderes Erlebnis: Bei aller Leidenschaft für das Lokale, die jüdischen Einwohner von Crossen und den Dichtervagabunden war Reinicke auch ganz der Berliner Bürger, der sich selbstverständlich in seiner Nachbarschaft in Lichterfelde engagierte, die Geschichte dieses Berliner Ortsteils erforschte und eine Bürgerinitiative mit begründete zum Erhalt dieser Gartenstadt. Und er beteiligte sich aktiv an der Gemeindearbeit der nahen Johannes-Kirche. Am 15. Januar 2015 wurde er nach anhaltender Krankheit in Berlin beigesetzt. In der Gazeta Lubuska erschien zuvor eine Traueranzeige auf Polnisch. Zur Trauerfeier reiste eine Delegation aus Crossen an und ehrte Wilfried C. Reinicke mit der Verlesung einer Würdigung durch den Crossener Bürgermeister. Es folgten mehrere Kondolenzschreiben aus seiner Heimat. Und seine Nichte erinnert sich an die Reise mit dem roten Volkswagen und ihrem Onkel mit einem Lächeln auf den Lippen.

 

Felix Ackermann, Wilna

»» Das Institut erinnert an Wilfried C. Reinicke

Jul 062015
 
Weinberg

Quelle: Quelle: http://www.cit.zielona-gora.pl/Files/image/winnicakinga.jpg

„Honig, Wein und Identität der Kulturlandschaft zwischen Oder und Lausitzer Neiße”

Deutsch-polnische Studienreise | 17.-19. 10. 2014

Die Ergebnisse der Studienreise finden Sie         zusammengefasst auf unserem deutsch-polnischen Blog

Die Studienreise führte die Teilnehmenden durch eine hochinteressante und lebendige Geschichtslandschaft, zwischen Deutschland, Polen und Tschechien, zwischen Niederschlesien, der Nieder- und der Oberlausitz, Sachsen, Brandenburg und Lebuser Land, um ihre Gegenwart und die verschiedenen Bilder ihrer Vergangenheit zu ergründen und bekannt zu machen.

Die Teilnehmenden: Multiplikatoren, Lehrer, Studenten und andere Interessierte aus Polen und Deutschland, beschäftigten sich mit Historienbildern und aktuellen Prozessen und ihren Akteuren.

Die Studienreise hatte als Ziel die Animierung der teilnehmenden Multiplikatoren zur Weitervermittlung ihrer Erkenntnisse und zur Beschäftigung mit dem Thema in der Wissenschaft und in der Jugendarbeit.

Projektleitung: Patrycja Tepper und Matthias Diefenbach

Ein Projekt des Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V., Frankfurt(Oder) in Kooperation mit der Stiftung zum Schutz des Europäischen Kulturerbes DOBRO KULTURY, Słubice.

Unterstützt durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien sowie die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

»» „Honig, Wein und Identität der Kulturlandschaft zwischen Oder und Lausitzer Neiße”

Jun 202015
 
Postkartenfront-Stadtlandfluss-homepage

Es ist vollbracht!!

Vom 27. bis 31. Juli 2015 wurden Frankfurt (Oder) und Słubice mit anderen Augen gesehen und Orte erkundet, die in keinem Reiseführer stehen: #stadtlandflussffo schickte Teilnehmende in 5 Tagen auf eine einzigartige Entdeckungsreise. Mit GPS-Games, Videokamera, Tablet, Mikrofon, Action-Cam und Smartphone lernten sie ihre Stadt neu kennen. Mit interessanten Aufgaben dokumentierten sie ihre Umgebung sowie Menschen und deren Geschichten. Auf dem Weg zu einer eigenen digitalen Landkarte lernten sie in MehrGenerationenTeams das 1×1 digitaler Medien und erlebten eine spannende Stadtrallye für Jung & Alt.

 

Und nun ist die digitale Landkarte auf einer eigens gestalteten Website abrufbar!

Die entstandene App ist zum Download erhältlich! Eine kurze Anleitung finden Sie auf der neuen Website:

www.stadtlandflussffo.weebly.com

Hier geht’s zur Pressemitteilung und zu unseren Pressestimmen!

Wir sind auch auf Facebook und Tumblr!

Die Projektidee wurde ausgezeichnet mit dem Förderpreis “Medienkompetenz stärkt Brandenburg 2014” der Medienanstalt Berlin-Brandenburg.

 

Wir freuen uns über Ihr Feedback:

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Ihr Alter

Anmerkungen

»» StadtLandFluss – Eine digitale Stadtrallye für Jung und Alt

Jun 012015
 

Wir entdecken das Oderland! Ausflüge in Geschichte und Natur einer deutsch-polnischen Region

KRBfotoFürInternetseiteDE

Im Mai 2017 ist die zweite Auflage des Reiseführers für Familien und Kinder, die im Oderland aktiv reisen wollen und sich für das Kulturerbe der Region interessieren, erschienen. Ein Exemplar erhalten Sie auf Nachfrage und gegen eine Versandgebühr unter: m.murao@instytut.net.

Der Druck der zweiten Auflage war dank unseren Sponsoren möglich: Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH, Ingenieurbüro Westermann und Frau Dr. Anke von Klitzing. Vielen Dank!

Die polnische Version des Buches ist auch gegen Erstattung von Versandkosten erhältlich und kann auch per Email bestellt werden. Das Buch stellt Geschichten aus Frankfurt (Oder), Słubice und acht kleineren Orten vor. Urgeschichte und Archäologie, das Zusammenleben der Menschen und der Natur, die Grenzen und Grenzverschiebungen sind einige Themen des Reiseführers für die ganze Familie. Jeder findet hier etwas, was einen Ausflug spannend macht, und lernt vielleicht dabei, warum in kleinem Wulkow so ein riesiger Speicher nötig war oder wo man früher die Oder am besten überqueren konnte.

Zu jedem vorgestellten Ort gibt es eine Geschichte von Kinderbuchautorin Anja Gumprecht zum Vorlesen, Aktivitätsideen für Kinder und praktische Tipps für Eltern oder Betreuer. Schöne Illustrationen von Graphikerin Jagoda Karłowska und ein ansprechendes und frisches Layout machen das Buch sowohl für Kinder als auch für Erwachsene attraktiv.

Mit Ihrem Buch haben Sie mir eine große Freude gemacht. Ich habe sofort die Kapitel über Lebus und Rosengarten gelesen und war echt begeistert. Dann aber hat mein Schwiegersohn mir das Buch erst einmal entführt. Da er aus dem Oderbruch stammt (Altwriezen), ist er natürlich besonders gespannt darauf. Für das Frühjahr plant er deshalb schon eine Tour mit den Kindern.
S. Przyborowski

Das Buch zum Anschauen

 

Das Buch zum Download – in einzelnen Kapiteln:

Górzyca (Goritz)KlingetalLebusMallnowNowy Lubusz (Neu Lebus)OwczaryRosengartenSłubiceUrad (Aurith)Wulkow bei Boossen

Kontakt und nähere Infos: Małgorzata Murao

Text: Anja Gumprecht

Illustrationen: Jagoda Karłowska

»» Kinderreisebuch: Wir entdecken das Oderland!

Apr 252015
 
1 Foto AppApp – „Geschichte ohne Grenzen!“ der deutsch-polnischen Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Słubice zu Orten, Trägern und Medien lokaler Geschichte

Ein mobiler Wegweiser, übersichtlich und kurzweilig direkt auf Smartphone und Tablet. Einfache Menüführung mit Kartenfunktion, fürs Erste mit 36 Geschichtsangeboten in Bildern und Texten kurz vorgestellt. Die Sprachen sind deutsch, polnisch und englisch.

Um die Web-App auf euerm mobilen Endgerät (Android oder Apple-iOS, optimiert für alle gängigen Browser – Chrome, Safari oder Firefox) auch als Icon klickbar zur Verfügung zu stellen, bitte folgende Installationsanleitung befolgen: Seite im Browser laden, dann im Kontext-Menü des Browsers „Zum Startbildschirm hinzufügen“ und nun erscheint das Icon automatisch auf euerm Bildschirm.

 

Adresse: http://app.veranstaltungen-ohne-grenzen.de

Idee | Konzept | Organisation: Mike Plitt und Tim Köhler 
Programmierung: Firat Ünalan
Graphische Gestaltung: die superpixel

Ein Projekt des Instituts für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.

Finanziert durch das Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum und die Messe- und Veranstaltung GmbH Frankfurt (Oder).

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»» App – „Geschichte ohne Grenzen!“

Aug 312014
 
HB_Museum1Wo liegt Ostbrandenburg?

Die Stiftung Brandenburg in Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte e.V. lädt zu einem Experten- und Studentenworkshop vom 9. bis 10. Oktober 2014 in Fürstenwalde und Sieversdorf bei Frankfurt (Oder) ein.

Das Haus Brandenburg in Fürstenwalde versteht sich als der Ort, an dem die Geschichte der Deutschen aus der historischen Region Ostbrandenburg in Form eines Archivs und einer Bibliothek bewahrt und in einer Dauerausstellung der Öffentlichkeit präsentiert wird. Seit der Aufnahme der Beständen der aufgelösten Stiftung Landsberg im Jahre 2013 ist die Stiftung Brandenburg verstärkt der zentrale Ort für die Erinnerung an diese Region und das einzige Regionalmuseum Ostbrandenburgs in Deutschland.
Zugleich gerät das jenseits der Oder liegende historische Ostbrandenburg in Vergessenheit. Ein Grund hierfür ist, dass immer weniger Menschen, welche die Geschichte dieser Kulturlandschaft aus den Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg persönlich erlebt haben und den nächsten Generationen als Zeitzeugen vermitteln können, noch am Leben sind. Dabei ist diese lange Geschichte sowohl für die Nachkommen der früheren Einwohner, die in Deutschland leben, sowie für die heutigen polnischen Einwohner von großem Interesse, identitätsstiftend und von großer Bedeutung für die regionale Entwicklung. Die Existenz eines attraktiven und partizipativen Museumsraums, der lokalisiert in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze
für Polen und Deutsche zugänglich ist, hat somit eine wichtige Rolle in der Entwicklung einer gemeinsamen Region auf den beiden Seiten der Oder.
Das Ziel des Workshops ist das Ausarbeiten von Ideen und Visionen für eine neue, partizipative Ausgestaltung der Ausstellung, der sowohl die deutsche als auch die polnische Sichtweise berücksichtigt.
Zur Teilnahme eingeladen sind Experten aus dem Bereich der Museumsarbeit in Deutschland und Polen sowie Studenten aus beiden Ländern. Wir wollen dabei Menschen, die das Haus Brandenburg gut kennen und solche, die davon noch nie gehört haben zusammenbringen. In dieser gemischten Gruppe und in lockerer Arbeitsatmosphäre soll es möglich sein, kreative und innovative Vorschläge für die zukunftsorientierte Arbeit zur brandenburgischen Geschichte zu generieren.

Vorgesehen ist der Workshop für etwa 15 Personen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Organisatoren sorgen für Unterkunft im DZ und Verpflegung. Unsere Tagungsstätte ist eine schön sanierte märkische Gutsanlage in Sieversdorf: http://www.gutshaus-sieversdorf.de

Das Programm finden Sie hier.

Anmeldung bis zum 22. September 2014 an m.abraham@instytut.net oder per Post und Fax:

Stiftung Brandenburg
Parkalle 14
15517 Fürstenwalde

Tel.: 03361 310952
Fax: 03361 310956

Kontakt für Rückfragen und Organisatorisches:
Magdalena Abraham-Diefenbach

m.abraham@instytut.net
mobil DE: 0049 176 65093535
mobil PL: 0048 514 039884

Ein Projekt der Stiftung Brandenburg in Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.

Gefördert durch den Beauftragten für Kultur und Medien

 

 

»» Wo liegt Ostbrandenburg?

Aug 302014
 
Weinberg

Quelle: Quelle: http://www.cit.zielona-gora.pl/Files/image/winnicakinga.jpg

„Honig, Wein und Identität der Kulturlandschaft zwischen Oder und Lausitzer Neiße”

Deutsch-polnische Studienreise | 17.-19. 10. 2014

Geschichte ist weder vergangen, noch lässt sie sich auf scheinbar objektive Fakten reduzieren. Die Beschäftigung mit der Geschichte einer Region ist immer eine Interpretation – für eine Verortung in der Gegenwart. Diesmal werden wir den südlichen Teil der westpolnischen Wojewodschaft Lubuskie erkunden. Zu unserer jährlichen Studienreise laden wir deutsche und polnische Teilnehmer herzlich ein!

Unsere Studien- und Reiseregion versucht nicht erst seit der Gründung der Wojewodschaft Lubuskie 1999 ihre regionale Identität neu zu definieren – und z.B über die touristische Wein- und Honigroute zu vermarkten. Die Studienreise entführt in eine hochinteressante und lebendige Geschichtslandschaft, zwischen Deutschland, Polen und Tschechien, zwischen Niederschlesien, der Nieder- und der Oberlausitz, Sachsen, Brandenburg und Lebuser Land, um ihre Gegenwart und die verschiedenen Bilder ihrer Vergangenheit zu ergründen und bekannt zu machen. Wir beschäftigen uns mit Historienbildern und aktuellen Prozessen und ihren Akteuren. Die Teilnehmenden, Multiplikatoren, Lehrer, Studenten und andere Interessierte aus Polen und Deutschland, sollen zur Weitervermittlung ihrer Erkenntnisse und zur Beschäftigung mit dem Thema in der Wissenschaft und in der Jugendarbeit animiert werden.

Das Programm beinhaltet Workshops, Gespräche mit lokalen Akteuren und dialogische Besichtigungen an folgenden und weiteren Orten: Das Rennaissancestadtschloss in Żary/ Sorau, das Museum des Kriegsgefangenlagers Stalag VIIIC und Stalag Luft III in Żagań/ Sagan, die Wein- und Honigroute – Stara Wieś, die Winzerei “Kinga”, der jüdische Friedhof Szprotawa/ Sprottau, Siedlisko/ Carolath und Nowa Sól/ Neusalz. Die zwei Übernachtungen finden im stilvollen und geschichtsträchtigen Schlosshotel in Wiechlice statt.

Das Anmeldeformular finden Sie hier.

Das Programm.

Bewerbungen schicken Sie bitte bis 20.09.2014 an Patrycja Tepper p.tepper@instytut.net .

Ein Projekt des Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V., Frankfurt(Oder) in Kooperation mit der Stiftung zum Schutz des Europäischen Kulturerbes DOBRO KULTURY, Słubice.

Unterstützt durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien sowie die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

»» Honig, Wein und Identität

Okt 152013
 
Trans-European Exchange Platform for a Critical Understanding of History and Remembrance
Berlin, Frankfurt (Oder), Ravensbrück | 20. – 26. Oktober 2013

Die Plattform „Memory Lab“ verbindet Institutionen der Erinnerungskultur aus Westeuropa und dem Westlichen Balkan. Jedes Jahr steht eines der Länder im Fokus der Aktivitäten der Plattform. Nach Treffen in Bosnien und Frankreich, bei denen Fragen des Umgangs mit der Erinnerung an Krieg und Gewalt im Mittelpunkt standen, liegt der Fokus in diesem Jahr auf Deutschland und der deutsch-polnischen Grenze. Eine Studienreise wird die Teilnehmer nach Berlin und Frankfurt (Oder)/ Slubice führen. Vor Ort setzten sie sich mit der Erinnerung an die DDR auseinander und erkunden die Geschichtskultur einer nach dem Zweiten Weltkrieg geteilten Stadt. Ein Workshop in Ravensbrück bietet die Möglichkeit zur gemeinsamen Reflexion des Gesehenen und Zeit für  gemeinsame Planungen zukünftiger Aktivitäten. Das Institut für angewandte Geschichte ist als Mitglied des Netzwerkes in diesem Jahr Mitveranstalter der Studienreise und des Workshops.

Projektverantwortliche: Juliane Tomann

Programm

 

»» Internationaler Workshop „Memory Lab“

Sep 182013
 
Kinoabend

»» Kinoabend im Kulturzentrum SMOK in Słubice

Jul 232013
 
ComictagungFrankfurt (Oder) | 26.-28.09.2013

Lange galt der Comic als triviales Medium, der für kurzweilige Unterhaltung stand und nicht als Bildungsmedium geeignet erschien. Besonders in Deutschland hatte der Comic im Gegensatz zum französischen Nachbarn einen schweren Start, da er in der Übergangsphase von Weimarer Republik zum Nationalsozialismus bekannt wurde und später gar als Inbegriff amerikanischer Unterhaltungskultur ins Schussfeld deutscher Kulturkritik geriet. Letztlich galt der Comic sogar als Medium, das das Bildungsideal gefährde.

Diese Skepsis gegenüber dem Comic, besteht, auch trotz seiner enormen Präsenz außerhalb der Popkultur, teilweise noch immer. Dennoch hält der sogenannte Geschichtscomic zunehmend Einzug ins Klassenzimmer, was sich u.a. an methodologischen Handreichungen zum Einsatz von Comics im Schulunterricht und der Publikation von bildungspädagogischen Geschichtscomics beobachten lässt.

Die Tagung „Sketching the Past – Vermittlung von Gewaltgeschichte im Comic“ ist der Frage nachgegangen, wie reflektiert der Einsatz der sequential art (Eisner) bisher im Bildungsbereich erfolgt. Möglichkeiten und Grenzen der Comicgenres im Bereich der Geschichtsvermittlung standen im Fokus. Dabei wurde an den aktuellen Diskurs der Comicforschung bezüglich der Struktur und Wirkkraft der Bildnarration und der Porträtierung von Gewaltgeschichte im Comic angeknüpft. Insbesondere die Rolle der Oral History (Objektivität vs. Subjektivität von Erinnerung) und die Bebilderung der Erinnerung wurden ausführlich behandelt.

Die Tagung bot die Möglichkeit der Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren in diesem Feld: Geschichts- und Medienwissenschaftler, Multiplikatoren der politisch-historischen Bildung, Comickünstler sowie den comicinteressierten Studierenden der Kulturwissenschaften und Geschichte. Die verschiedenen Expertisenfelder der Teilnehmer haben eine interdisziplinäre Herangehensweise an das Thema möglich gemacht und haben verschiedene Perspektiven auf die Geschichtsvermittlung im Comic gewährleistet.

Die Tagung wurde mit freundlicher Unterstützung der Axel-Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration realisiert.

Konferenzberichte finden sie auf der Seite des HSozUKult und des Julim -Journal.

Programm

 

»» Sketching the Past – Vermittlung von Gewaltgeschichte im Comic

Apr 102013
 

okladka.inddMakom tov – der gute Ort. Der Jüdische Friedhof Frankfurt (Oder) / Słubice

Geschichtsüberblick und Bildband

Die Geschichte des jüdischen Friedhofs von Frankfurt (Oder) in Słubice reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und er gehört damit zu den ältesten jüdischen Begräbnisorten in Mitteleuropa. Heute finden sich vor Ort kaum Zeugnisse der Begräbnisstätte, die bereits im 18. Jahrhundert im Siebenjährigen Krieg und schließlich in den 1970er Jahren fast vollständig zerstört wurde.

Diese deutsch-polnische Publikation enthält neben Texten zur Geschichte des Friedhofs, zur Bedeutung der Begräbnisstätte in der jüdischen Kultur sowie einer Beschreibung des regionalhistorischen Kontexts, auch eine reiche Fotodokumentation sowie Übersetzungen der Inschriften aller erhaltenen und vieler nicht mehr erhaltenen Grabsteine.

Eckard Reiß, Magdalena Abraham-Diefenbach (Hg.): Makom tov – der gute Ort. Jüdischer Friedhof Frankfurt (Oder) / Słubice, Vergangenheitsverlag, Berlin 2012

ISBN: 978-3-86408-067-8, 12,90 €

Online bestellen

Besprechungen
Märkische Oderzeitung vom 17./18. März 2012: Theomims Wunderort
Jüdische Allgemeine vom 3. Mai 2012: Guter Ort im Grenzgebiet
Rezension Makom Tov in MEDAON

Projektkoordination
Magdalena Abraham-Diefenbach

Das Buch entstand im Rahmen eines Projektes des Instituts für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. und ist beim Vergangenheitsverlag erschienen.

Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und dem Förderkreise der Europa-Universität Viadrina e.V.

»» Makom tov – der gute Ort. Der Jüdische Friedhof Frankfurt (Oder)

Apr 092013
 
Włodzimierz Chomicki - Der erste Torschütze Polens und der Ukraine?

Włodzimierz Chomicki – Der erste Torschütze Polens und der Ukraine?

EASTERN ALLSTARS – Legenden des Fußballs zwischen Oder und Bug

eine mehrsprachige Comic-Ausstellung zu zwölf unvergessenen Biographien

Die deutsch-englische Version der Ausstellung (26 Tafeln A2) kann auf Nachfrage ausgeliehen werden. Eine Wander- und Plakatausstellung im Rahmen des Projektes EASTERN ALLSTARS.

Stationen der Ausstellung
8. Juni – 1. Juli | Charkiw, am Fanfest
8. Juni – 1. Juli | Berlin, Postbahnhof
4. – 24. Juni | Frankfurt (Oder), Campus
1.-4. August | Przystanek Woodstock Festival

Projektkoordination
Stephan Felsberg
Tim Köhler

Die Ausstellung EASTERN ALLSTARS zum Durchblättern:

»» Ausstellung EASTERN ALLSTARS

Apr 022013
 

NarvaCastleq2kleinReisen in europäische Doppelstädte

Juni und Juli 2013 | Planspielreisen in Grenzstädte der City Twin Association

Geteilte Städte an Europas Grenzen sind ein besonderer Raum, ein Laboratorium der Europäischen Integration. Hier lässt sich besichtigen, wie nah und fern sich die europäischen Gesellschaft sind. In den letzten 20 Jahren hat sich viel getan und sind viele Doppelstädte sich wieder näher gekommen. In einigen wenigen ist der Abstand zwischen beiden Stadthälften wiederum gewachsen. Eine Reise durch mehrere Grenzstädte vermittelt daher einen guten Einblick in die besonderen Möglichkeiten und Herausforderungen der City Twins und damit auch in Europas Zukunft.

Je 25 Jugendliche aus mehreren europäischen Ländern bereisten in zwei zehntägigen Rundreisen fünf Doppelstädte in Form eines Planspiels. Sie waren Mitglieder einer fiktiven Auswahlkommission des Europäischen Parlaments, die über die Vergabe der European Twin City Capital of Culture 2020 entschieden haben. Sie trafen sich mit Vertretern von Kultur, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft und befragten Bewohner, um sich vor Ort über die Qualität und Intensität der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu informieren.

Beide Reisen wurden in Bild, Film und Text dokumentiert.

Planspiele im Allgemeinen und das der „Europäischen Auswahlkommission“ im Speziellen gehören seit Jahren zum Workshopprogramm der historisch-politischen Bildung am Institut für angewandte Geschichte.

Reise 1: 24.-30.06.2013: Valga/Valka (Latvia/Estonia) – Narva/Ivangorod (Estonia/Russia) – Svetlogorsk/Imatra (Russia/Finland)

Reise 2: 8.-11.07.2013: Cieszyn/Česky Těšin (Poland/Czech Rep.) – Zgorzelec/Görlitz (Poland/Germany) – Gubin/Guben (Poland/Germany)

Abschlussveranstaltung: 12.-14.07.2013 | Frankfurt (Oder)/Słubice (Germany/Poland)

Projektkoordination
Erzsébet Lajos

Ein Projekt in Kooperation mit der Stadt Frankfurt (Oder) und gefördert durch die Europäische Union und mit Mitteln des Landes Brandenburg.

»» Planspielreise der City Twin Association

Mrz 312013
 

Bild: Kartenset der Eastern AllstarsEastern Allstars – Große Fußballer zwischen Ostsee und Schwarzem Meer

Publikation und Ausstellung im EM-Jahr 2012

Zwöf Fußballerbiographien aus einhundert Jahren Ballsport – das war der Beitrag des Instituts zur Fußballeuropameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Die von Martin Brand recherchierten und Thomas Gronle gezeichneten Portraits zeigen dabei nicht nur die Geschichte des polnischen und ukrainischen Fußballs von seiner gemeinsamen Entstehung (s. Wlodzimierz Chomicki) bis in die 1990er Jahre sondern spiegeln zugleich das von Umbrüchen, Kriegen und Grenzverschiebungen geprägte 20. Jahrhundert Mittelosteuropas zwischen Oder und Bug.

Im Rahmen des Projektes entstanden eine Ausstellung, die u.a. auf dem Fanfest in Charkiw und beim Berliner EM-Quartier von 11 Freunde zu sehen war, eine Publikation zum historischen Hintergrund der Biographien mit zwölf Spielerkarten sowie die Onlinepräsenz www.eastern-allstars.eu. Auf der Halbzeitkonferenz in Berlin wurde während der EM wissenschaftlich Bilanz gezogen.

Eine Fortsetzung des Projektes ist für die WM 2018 in Russland geplant.

Projektkoordination
Stephan Felsberg
Tim Köhler

»» EASTERN ALLSTARS

Mrz 292013
 
Umstrittener Pfarrer: Paul Göhre.

Umstrittener Pfarrer: Paul Göhre.

Seminar „Wie ein Pfarrer Sozialdemokrat wurde.“
Paul Göhre und Frankfurt an der Oder um 1900

Europa-Universität Viadrina, Sommersemester 2012

1894 wurde Paul Göhre zweiter Pfarrer der St.-Gertraud-Gemeinde, zu der auch viele Eisenbahnarbeiter gehörten, die damals in Frankfurt wohnten. Göhre hatte zuvor mit seiner Reportage „Drei Monate Fabrikarbeiter und Handwerksbursche“ für Aufsehen gesorgt: Der studierte Theologe hatte dazu ‚undercover‘ als einfacher Arbeiter gelebt – damals ein ungeheuerlicher Vorgang, weil er die scharfe Grenzziehung zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum überschritt.

Auch als Pfarrer in Frankfurt setzte er sich für die Arbeiter ein – und damit zugleich auch in die Nesseln. Seine Arbeit stieß auf Missfallen, auch bei der Kirchenleitung. In Reaktion darauf gab Paul Göhre bereits 1897 sein Pfarramt wieder auf und betätigte sich stärker politisch im von ihm 1896 zusammen mit Friedrich Naumann gegründeten Nationalsozialen Verein. 1900 kam es dann zum nächsten ‚Skandal‘, als Paul Göhre zur SPD übertrat: Ein bürgerlicher Theologe in der religionskritischen Arbeiterpartei – das passte nach damaligen Verständnis für kaum jemanden zusammen.

Im Seminar werden wir Paul Göhres Grenzüberschreitungen vor dem gesellschaftlichen Hintergrund des Kaiserreiches untersuchen. Insbesondere werden wir uns dabei auf seine Frankfurter Zeit konzentrieren. Welche Spuren seiner Tätigkeit lassen sich in Frankfurt noch entdecken? Wie wichtig war diese Zeit für Göhres weitere Entwicklung? Dazu werden wir ausführlich auf das Frankfurt um 1900 eingehen und uns auch aktiv auf die Suche nach Spuren machen. Wenn Sie also die Stadt, in der Sie studieren, etwas besser kennenlernen wollen, dann sind Sie in dem Seminar genau richtig!

Nach vorheriger Absprache mit dem Dozenten steht das Seminar auch allen Interessierten offen, die nicht an der EUV studieren.

Seminar: BA, Kulturwissenschaften-/Kulturgeschichte-Vertiefung, Mittwoch, 11.15-12.45 Uhr, Ort: GD 07, Veranstaltungsbeginn: 4.04.2012

Seminarleitung
Christian Hörnlein

»» Paul Göhre und Frankfurt an der Oder um 1900

Mrz 282013
 
Gespräche mit den BewohnerInnen waren Teil der Aufgaben der Grenzreporter. Foto: Charlotte Sattler

Gespräche mit den BewohnerInnen waren Teil der Aufgaben der Grenzreporter. Foto: Charlotte Sattler

Die Grenzreporter – Geschichte selbstgemacht! Workshopreihe

Die Grenzreporter online

Die Mauer ist Symbol für die Teilung Berlins geworden. Weit weniger als das Leben in der geteilten Stadt selbst ist bislang thematisiert worden, was „nebenan“, in den brandenburgischen Orten, die an Berlin grenzen, passierte. Wie lebte es sich hier mit der Mauer? Und wie veränderte der politische Umbruch 1989 den Alltag und das Leben an der Berliner Stadtgrenze?

Schüler erkunden in mehrtägigen Workshops Orte an der ehemaligen Grenze zu West-Berlin und zeichnen so die Auswirkungen von Mauerbau und Mauerfall bis in die Gegenwart nach. In den Workshops schlüpfen die SchülerInnen in die Rolle von „Grenzreportern“ und gehen auf historische Spurensuche. Sie erleben Geschichte ganz konkret: Sie zeichnen Karten, machen Fotos und befragen die BewohnerInnen. Mit diesen Methoden generieren sie selbständig Wissen über die Ortsgeschichte und erweitern ihre Kompetenz im Umgang mit den verschiedenen Medien. Als Ergebnis gestalten die Schüler eine interaktive Karte, die im Netz veröffentlicht wird.

Am 06. September 2012 wurden die Ergebnisse aller bisher stattgefundenen Workshops in der Gedenkstätte Berliner Mauer der Öffentlichkeit präsentiert. Zeitzeugen und Experten zur Geschichte der Berliner Mauer und zu den Auswirkungen der Transformation diskutierten als kritische Kommentatoren mit den Schülergruppen über ihre Projektergebnisse. Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der historischen Entwicklung der Orte wurden von den Beteiligten gemeinsam herausgearbeitet und ein Gesamtbild der Entwicklung des Stadtrands von Berlin in der DDR und den 1990er Jahren entstand.

Der Workshop wurde durchgeführt in:

Stolpe b. Bln. (Pilotprojekt) | September 2011
Klein-Glienicke | Mai 2012
Groß-Glienicke | Mai 2012
Glienicke/Nordbahn | Juni 2012
Falkensee | Juni 2012
Dallgow-Döberitz | Juni 2012

Das Projekt wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

Projektkoordination
Stefan Neumann


»» Die Grenzreporter – Geschichte selbstgemacht!

Mrz 072013
 
Übersichtskarte der Orte, an denen die "Dorfreporter" auf Spurensuche gingen.

Übersichtskarte der Orte, an denen die „Dorfreporter“ auf Spurensuche gingen.

Die Grenzreporter
Interaktive Ortskarten an der Berliner Mauer

www.grenzreporter.instytut.net

In sechs Brandenburger Orten haben sich Schülerteams als Grenzreporter auf Spurensuche der deutschen Teilungsgeschichte begeben. Die Ergebnisse wurden in Online-Stadtplänen für die Öffentlichkeit aufbereitet.

Onlice seit September 2012

Projektleitung
Stefan Neumann

»» Interaktive Karten der Grenzreporter

Mrz 032013
 

Denkmal für die

Denkmal für die „Heldenstadt Murmansk“ in Sewastopol auf der Krim.

„Krieg, Schule, Austausch“

Methoden der interkulturellen historisch-politischen Bildung

Workshop für im deutsch-polnischen Jugendaustausch tätige Lehrer

4.-8. Juli 2011 | Lublin (Polen)

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk lädt Lehrer/-innen aus Deutschland und Polen ein, interessante Methoden der historisch-politischen Bildung selbst aktiv zu entdecken, die in der Praxis des schulischen Jugendaustauschs eingesetzt werden können.

Wir laden Lehrer aus Deutschland und Polen zum aktiven Kennenlernen interessanter Methoden der historisch-politischen Bildung ein, die man während der Austauschprojekte einsetzen kann.

Das Programm leiten die Historiker Marek Wilczyński von der in Pädagogischen Universität Krakau sowie Felix Ackermann vom Institut für angewandte Geschichte in Frankfurt (Oder), die selbst intensive Erfahrungen in der Arbeit mit deutsch-polnischen Jugendgruppen gesammelt haben.

Vor Ort gibt es die Möglichkeit, die pädagogische Arbeit wichtiger Instiitutionen wie dem Institut für Nationales Gedenken (Abteilung IPN in Lublin) und dem Staatlichen Museum in Majdanek kennenzulernen.

Sachlicher Rahmen:

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk fördert seit 20 Jahren deutsch-polnische Jugendbegegnungen mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung. Egal, ob sich Berufsschüler/-innen in Schwedt, Abiturient/-innen in Oświęcim oder Grundschüler/-innen in Kościerzyna treffen, spielt die gemeinsame Vergangenheit immer eine Rolle: Bereits bei der Vorbereitung spielen die Bilder des Nachbarn eine Rolle im Kopf der Lehrer/-innen. Die Schüler/-innen, die bereits lange nach 1989 geboren wurden, haben keine Großeltern mehr, die selbst im Krieg waren. Und doch wurden sie bereits geprägt von der Art, wie in ihrem Land mit den gesellschaftlichen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts umgegangen wird. Obwohl die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg jeweils ganz anders in Deutschland und in Polen ausgeprägt ist, macht sie in beiden Ländern einen ähnlich grundlegenden Teil des Selbstverständnisses aus. Gerade wegen dieser Bedeutung und der Notwendigkeit eines spezifischen Wissens über den Nachbar meiden Lehrer den Krieg in ihrer alltäglichen Austauscharbeit. Der Workshop bietet Impulse, wie während solcher Begegnungen historische Themen und Fragen gezielt eingesetzt werden können, um einen Austausch über die gemeinsame Gegenwart anzuregen. Wir wollen zeigen, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte in einer binationalen Gruppe das Potenzial zum Kennenlernen der eigenen Vergangenheit hat und die Verständigung mit dem Gegenüber fördern kann.

Inhaltliche Beschreibung:

Es werden vor Ort in der Gruppe von deutschen und polnischen Lehrern Methoden zur Arbeit mit Fotografien, schriftlichen Zeugnissen und Videos erprobt, um ganz unterschiedliche Aspekte des Zweiten Weltkriegs zu beleuchten: den Mord an den polnischen Juden im Rahmen der „Aktion Reinhardt“, die gewaltsame Aussiedlung der Bewohner von Zamość im Rahmen des Generalplans Ost sowie den eskalierenden Konflikt zwischen Polen und Ukrainern. Im Rahmen einer Exkursion zum ehemaligen deutschen Konzentrationslager Majdanek werden neuere Impulse der Gedenkstättenpädagogik mit der Praxis binationalen Jugendaustauschs verbunden. Die Workshops sind so konzipiert, dass einzelne Methoden anhand ausgewählter Themen ausprobiert werden und in schulischen sowie anderen Austauschsituationen und an anderen Orten angewandt werden können.

Das ausführliche Programm finden Sie hier

Anmeldung

Der Workshop richtet sich in erster Linie an Lehrer/-innen aus Deutschland und Polen, die bereits erste Erfahrungen in der Organisation von deutsch-polnischen Schülerbegegnungen gesammelt haben. Partner, die ihre nächsten gemeinsamen Projekte planen, sind besonders gern gesehen. Die ausgefüllte Anmeldung senden Sie spätestens bis zum 24. Mai 2011.

Partner des Projekts sind das Deutsch-polnische Jugendwerk, die Pädagogische Universität in Krakau, die Lubliner Abteilung des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) sowie das Staatliche Museum Majdanek.

Weitere Informationen

Stanisława Piotrowska und Paweł Prokop

E-Mail: historie@dpjw.org

Projektleitung
Felix Ackermann

»» Workshop DPJW Lublin

Mrz 032013
 
Ein Schmuckstück: das Stadion in Donezk ein Jahr vor der EM 2012.

Ein Schmuckstück: das Stadion in Donezk ein Jahr vor der EM 2012.

Nur noch ein Jahr…

Vernetzungstreffen für Projektträger zur Fußball-EM 2012
Ein Projekt im Rahmen der EASTERN ALLSTARS

27. Juni 2011, 14:00 Uhr | Probststr. 1, Berlin-Mitte

Dokumentation

Am 27. Juni 2011 trafen sich auf einem Vernetzungstreffen für Projektträger zur EM 2012 in Polen und der Ukraine etwa 30 Vertreter von über 20 öffentlichen und gemeinnützigen Institutionen und Kulturprojekten, um sich über ihre geplanten Aktivitäten für 2012 Jahr auszutauschen.

Die Dokumentation des Treffens gibt einen Überblick zu den zahlreichen für nächstes Jahr geplanten Aktivitäten auf Grundlage der uns zugesandten bzw. auf dem Treffen besprochenen Projektpräsentationen.

Das Treffen zeigte, dass an einer Vielzahl von Projektideen in Bezug auf die EM 2012 in den Bereichen Kulturaustausch, Integration, Sportförderung, Medien, Wissenschaft und Historisch-politischer Bildung gearbeitet wird. Nahezu alle Projekte suchen zum jetzigen Zeitpunkt noch regionale Kooperationspartner und Förderer.

Download: Dokumentation (4MB, pdf)

Ankündigung

Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine bereitet eine Vielzahl von Bildungsträgern, NGOs und Stiftungen, die im Bereich Mittel- und Osteuropa agieren, Projekte mit Bezug zu diesem Großevent vor. Ein Treffen in Berlin soll dem Austausch über diese Pläne und der Vernetzung verschiedener Bildungsprojekte dienen.

Es stellt sich für alle hinsichtlich der EM 2012 Aktiven die Frage nach dem aktuellen Stand der Arbeit und der Suche nach Kooperationen, Partnern, Sponsoren und Synergien. Das Treffen ist eine Netzwerksinitiative der Organisatoren des Ausstellungsprojektes „Historical Dream Team 2012“. Das Treffen findet in den Räumlichkeiten des Büro Most e.V. in Berlin, Propststr. 1 (Eingang in der Spandauer Str. gegenüber vom Roten Rathaus), 10178 Berlin statt.

Um Anmeldung bis 22. Juni wird gebeten.

Koordination
Tim Köhler
Stephan Felsberg

Eine Veranstaltung in Partnerschaft mit Most-Brücke von Berlin nach Mittel und Osteuropa e.V.

»» Vernetzungstreffen Projektträger EM 2012

Mrz 032013
 
Das Denkmal im Stryskijpark in Lviv (Lemberg) erinnert an die Geburtsstunde des ukrainischen, nein eigentlich des polnischen Fußballs.

Das Denkmal im Stryskijpark in Lviv (Lemberg) erinnert an die Geburtsstunde des ukrainischen, nein eigentlich des polnischen Fußballs.

Eine Veranstaltung zur Fußball-EM in Polen und der Ukraine

Berlin | 20.6.2012, 17:30 Uhr
Landesvertretung NRW, Hiroshimastraße 12–16, 10785 Berlin

in Kooperation mit dem Institutsprojekte EASTERN ALLSTARS

2012 wird die Fußball-Europameisterschaft zum ersten Mal in Mittelosteuropa ausgetragen, in einem Gebiet, das wie kein anderes in Europa auf eine von ethnischer Vielfalt und von gravierenden Brüchen geprägte Fußballgeschichte zurückblicken kann. Im Unterschied zu Westeuropa finden sichin Regionen wie Schlesien oder Galizien nur wenige Klubs, die ohne Namens- oder Ortswechsel durch das 20. Jahrhundert gekommen, kaum Spieler, die ohne von Krieg, Flucht
und Vertreibung gebrochene Biografien durch die Zeiten gegangen sind.

In Mittelosteuropa entwickelte sich die Sportbewegung besonders stark als Ausdruck von(Körper-)Kulturentwicklung im Rahmen der nationalen Erweckung.
Slawische Sokol-Bewegung, deutsche Turnvereine und jüdische Maccabi-Verbände
waren von zentraler Bedeutung für das Streben nach ethnischer Selbstbestimmung: der Völkerfrühling auch im und durch den Rasenport.
Die »Halbzeitkonferenz« möchte am Rande der Europameisterschaft
den Blick auf die historische Entwicklung des Fußballsports lenken – anhand
ausgewählter Turniere und Spielerbiografien, Städte und Landschaften Interesse wecken für die durchaus komplizierte Vielfalt der Völker und Grenzverläufe
in diesem Teil Europas.

PROGRAMM:

ab 17.30 Eröffnung und Begrüßung
Dr. Andreas Christians | Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
Stephan Felsberg | Institut für angewandte Geschichte, Frankfurt (Oder)
Winfried Smaczny | Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam

Ethnien, Grenzen, Heimat – von der Vielfalt in Polen und der Ukraine
Einführung über Ethnien, Grenzverläufe, Regionen und Identitätsfindungsprozesse in Mittelosteuropa
Prof. Dr. Werner Benecke | Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)
Jurko Prochasko | Publizist, Lemberg/Lviv

»Lemberg. Wenn Falken Fußball spielen …«
Erinnerung und Geschichtspolitik. Die Fußballstadt Lemberg in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg
Martin Brand | Autor, Berlin

Ball, Adler, Davidstern – Jüdische Kicker in Polen
Der jüdische Fußball in der Zweiten Polnischen Republik 1918–1939
Dr. Robert Gawkowski | Universität Warschau

Verehrt, Verachtet, Vergessen – Schlesiens Fußballer
Deutscher, polnischer, schlesischer Fußball – von den 1920er Jahren bis 1945
Jerzy Gorzelik | Marschallamt Oberschlesien, Kattowitz/Katowice

19.30-20.00 • Pause

ab 20 Uhr Das »Ostmarkstadion« in Słubice
Lokale Sportgeschichte und der Umgang mit dem Stadion in Polen nach 1945 – Ergebnisse eines Seminars
Dorothee Ahlers, Jacob Venuß | Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

EASTERN ALLSTARS – große Fußballer zwischen Ostsee und Schwarzem Meer
Vorstellung eines Retro-Sammelkartensatzes zur EM in Polen und der Ukraine
Stephan Felsberg, Tim Köhler | Institut für angewandte Geschichte
Martin Brand | Autor, Berlin

Fußball im Untergrund
Der polnische Fußball im besetzten Polen während des Zweiten Weltkriegs
Jaroslaw Rokicki | Universität Warschau

ab 21.00 • Pause & Umtrunk

anschließend

»Das Todesspiel von Kiew«
Film-Dokumentation, 45 Minuten

Idee, Konzept & Organisation
Ariane Afsari | Deutsches Kulturforum östliches Europa
Martin Brand | Autor
Tim Köhler | Institut für angewandte Geschichte

»» Halbzeitkonferenz

Mrz 032013
 
Die Tagung mit über einhundert Teilnehmern im Collegium Polonicum eröffnete Dr. Krzysztof Wojciechowski.

Die Tagung mit über einhundert Teilnehmern im Collegium Polonicum eröffnete Dr. Krzysztof Wojciechowski.

Neue Zugänge zur Geschichte in Brandenburg und im Lebuser Land

Vernetzungstreffen │ 18.-20.2.2009 │ Słubice & Frankfurt (Oder)

Das vom Institut für angewandte Geschichte koordinierte und von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung geförderte Vernetzungstreffen brachte im Februar 2009 über 100 zivilgesellschaftliche Akteure aus Brandenburg und der Woiwodschaft Lebus zusammen, die sich intensiv mit Themen der Geschichte, Erinnerung und Aneignung kulturellen Erbes auseinandersetzten.

Das Vernetzungstreffen gab Gelegenheit zum Austausch, der gemeinsamen inhaltlichen Auseinandersetzung und der zukunftsgerichteten Anbahnung produktiver Kooperationen. Insbesondere wurden neue thematische Zugänge einer gegenwarts-bezogenen Vermittlung von Regionalgeschichte diskutiert.

Programm Vorwaerts

Fotos der Tagung

Presse
Märkische Oderzeitung 22.1.2009
Gazeta Wyborcza 16.2.2009
Märkische Oderzeitung 19.2.2009

Projektkoordination
Stephan Felsberg

Förderer
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam
Collegium Polonicum, Słubice
Förderkreis der Europa-Universität Viadrina e.V., Frankfurt (Oder)

Partner
Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Deutsch-Polnische Gesellschaft Brandenburg e.V.
Fundacja na rzecz Collegium Polonicum, Słubice
Kleist Forum Frankfurt (Oder)
TRANSODRA online: www.transodra-online.net
Edukacja Pro Europa Viadrina e.V., Dąbroszyn
Centrum Badań Euroregionalnych PAN, Gorzów
Deutsch-Polnischer Journalistenclub e.V.

»» Vorwärts und nicht vergessen?

Mrz 032013
 

Einladend: Schloss Trebnitz im Oderland

Einladend: Schloss Trebnitz im Oderland

Auch 2011 lädt das Institut in Kooperation mit Schloss Trebnitz wieder zu Historischen Salons in die Märkische Schweiz

Asyl , Asylbewerber, Geduldete
20 Jahre Asylpolitik in den Neuen Bundesländern

20. Oktober 2011, 19 Uhr | Schloss Trebnitz

Die Jubiläumsfeierlichkeiten zu Mauerfall und Deutscher Einheit haben einige Ereignisse vor 20 Jahren in den Hintergrund treten lassen. Mit der Wiedervereinigung kamen nicht nur EG, DM und NATO-Bündnis in die ehemalige DDR, sondern auch die bundesdeutsche Asylpolitik. Anfang der Neunziger Jahre kam es an mehreren Orten in den nunmehr neuen Bundesländern zu Ausschreitungen und Übergriffen gegenüber Asylbewerbern. Wie konnte es dazu kommen und welche Rolle spielt die Asylpolitik heute in der Region? Wer waren die Menschen, die vor 20 Jahren Asyl beantragten und wer sitzt heute in den Asylbewerberheimen und wartet zum Teil über Jahre auf seinen „Bescheid“?

Mit einem Asylbewerber von vor 20 Jahren
Harald Glöde, „borderline europe – Menschenrechte ohne Grenzen“ e.V.
Andrea Günther, Netzwerkes für Toleranz und Integration (NTI) des Landkreises Landkreis Märkisch-Oderland

Moderation: Stephan Felsberg, Geschäftsführer Institut für angewandte Geschichte

Verpflichtung oder Last?
Sowjetische Hinterlassenschaften in Brandenburg und Lebuser Land

19. Mai 2011, 19 Uhr | Schloss Trebnitz

Zum 66. Jahrestag der Beendigung des zweiten Weltkriegs beschäftigen wir uns mit den immateriellen, aber vor allem den materiellen Zeugnissen der großen Schlachten im April 1945. Einerseits sind es die monumentalen Ehrenmale der Roten Armee, die auf beiden Seiten der Oder sehr unterschiedlich interpretiert und wahrgenommen werden. Andererseits sind es die unzähligen Kampfmittelreste, die immer wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken, sei es bei Baumaßnahmen, sei es bei zufälligen Funden. Dieses konkrete Erbe soll im Laufe des Gesprächs beleuchtet, die unterschiedlichen Zugangsweisen in Deutschland und Polen, aber auch innerhalb der Länder selbst, analysiert und so ein ganz gegenwärtiges Gespräch ermöglichen.

Im Gespräch:

Tadzio J.T. Schilling, Humboldt-Universität Berlin
Jan Brüning, Geschichtswerkstatt Europa Projekt
Peter Buch, Landesamt für Arbeitsschutz

Moderation: Stephan Felsberg, Geschäftsführer Institut für angewandte Geschichte

Die Schloss-Gespräche werden vom Schloss Trebnitz – Bildungs- und Begegnungsstätte e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Geschichte organisiert.

Auch 2009 und 2010 fanden in Trebnitz Schlossgespräche mit dem Institut statt.

»» Trebnitzer Schlossgespräche 2011

Mrz 032013
 
Die Gedenkstätte Jasenovac in Kroatien

Die Gedenkstätte Jasenovac in Kroatien

Erinnerungskulturen an Holocaust und Kriegsverbrechen im Vergleich

Spring School | 15.-20. März, Zagreb

Zusammen mit der kroatischen NGO „Documenta – Zentrum für Vergangenheitsaufarbeitung“ veranstaltet das Institut eine internationale Seminarwoche über die Kulturen der Erinnerung an den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien sowie in Frankreich, Polen und Deutschland.

Die Veranstaltung beinhaltet Vorträge, beispielsweise über die Rolle der staatlichen Museen für die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in genannten Ländern, Workshops für das Ausloten einer intensiveren Zusammenarbeit bei der Erinnerungsarbeit sowie eine gemeinsame Exkursion zum größten Konzentrationslager im jugoslawischen Raum während des Zweiten Weltkriegs, nach Jasenovac in Kroatien.

Zirka 50 Teilnehmer aus zivilgesellschaftlichen Initiativen, aus Wissenschaft, Museen, Gedenkstätten sowie Kunstprojekten, die sich mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust auseinandersetzen, werden sich in Zagreb in dieser internationalen Seminarwoche informieren, austauschen und vernetzen. Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die Förderung der *Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance, and Research*

Programm (pdf)

Projektkoordination
Jacqueline Nießer | Juliane Tomann

»» Spring School Zagreb

Mrz 012013
 
Malgosia Murao

Kontakt m.murao[at]instytut.net
Małgorzata Murao ist Ethnologin. Sie stammt aus Warschau und ist seit 2013 in Brandenburg wohnhaft. Im Institut interessieren sie vor allem Projekte, in denen man in engen Kontakt zu anderen Menschen kommt, z.B. durch Interviews mit Zeitzeugen oder Studienreisen in kleinen Gruppen. Thematisch beschäftigt sie sich gerne mit (Multi)Ethnizität, dem deutsch-polnischen Grenzland und mit der Umwandlungen von Städten. In den letzten Jahren hat sie aber entdeckt, dass auch das Erforschen der Dorfgeschichte und -kultur spannend sein kann.

»» Małgorzata Murao

Feb 282013
 
sf

Kontakt s.felsberg[at]instytut.net

Projektkoordination (Auswahl)
Lichtspielfest der Jugend
Seminar Angewandte Geschichte
Eastern Allstars
Geschichte für alle!
Reisetipp Niederschlesien!

Stephan Felsberg hat von 2009 bis 2013 die Geschäftsstelle des Instituts für angewandte Geschichte in Frankfurt (Oder) und Berlin geleitet. Er war zwischen 2005 und 2015 mehrfach im Vorstand aktiv. Er hat Kulturwissenschaften und Geschichte in Frankfurt (Oder), Krakau und Brünn studiert und sich dabei insbesondere mit Fragen zur Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Polen und der Tschechischen Republik beschäftigt. An der Arbeit des Instituts für angewandte Geschichte interessiert ihn vor allem der Austausch über und die Verhandlung von Geschichtsnarrativen im interkulturellen Dialog in Mittelosteuropa.

»» Stephan Felsberg

Feb 282013
 
ptKontakt

p.tepper[at]instytut.net

Projektkoordination
Kinofestival „NO PIAST“

Patrycja Tepper ist in Posen/Großpolen geboren. Die Theater- und Kinoenthusiastin hat in Polen und Deutschland Philosophie und Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Kulturgeschichte und Linguistik studiert. Von Mai 2014 bis Januar 2015 hat sie sich als Schatzmeisterin im Vorstandsteam des Instituts engagiert. Sie beschäftigt sich verschiedenartig mit dem denkmalgeschützten und bedrohten „Kino Piast“ in Słubice. Im Rahmen des Seminars Angewandte Geschichte hat sie das Konzept für ein Filmfest in Erinnerung an das „Kino Piast“ entwickelt, das November 2013 durchgeführt worden ist.

»» Patrycja Tepper

Feb 282013
 
mhaKontakt haake[at]geschichtswerkstatt-europa.org

Projektkoordination

Geschichtswerkstatt Europa

Manuela Haake hat die Projektförderung der Geschichtswerkstatt Europa koordiniert. Ihr oblag u.a. die Organisation des operativen Geschäfts des Programms, die Verwendungsnachweisprüfung, die Administration von Finanz-und Sachberichten sowie Projektergebnissen. Seit dem Jahr 2001 ist die gebürtige Frankfurterin kontinuierlich in der Verwaltung tätig. Dank ihrer langjährigen Arbeit im NGO-Sektor ist Manuela Haake sehr erfahren in der Administration von Bundes- und EU-geförderten internationalen Projekten. Seit 2005 ist sie Diplom-Verwaltungsbetriebswirtin (VWA).

»» Manuela Haake

Feb 282013
 

Maria SchlüterKontakt m.schlueter[at]instytut.net

 

Projekte
Achtung Dorfreporter!
Silberhochzeit – Srebrne gody
Von der Revolution zum Regieren

 

Maria Elisabeth Schlüter ist Historikerin und Ethnologin und seit 2011 im Institut für angewandte Geschichte e.V. aktiv. Ihre Schwerpunkte sind Biographieforschung, ethnologische Stadtforschung und DDR-Geschichte. Von 2012 bis 2014 war sie Vorsitzende des Vereins. Sie leitete den Schüler-Workshop „Achtung Dorfreporter – Geschichte selbstgemacht!“ und ist Autorin der Publikation „Silberhochzeit – Srebrne gody“. Seit 2018 ist sie gemeinsam mit Fanny Heidenreich Projektleiterin der Interviewreihe „Von der Revolution zum Regieren“.

»» Maria Elisabeth Schlüter

Feb 282013
 

tk

 

 

 

 

Kontakt t.koehler[at]instytut.net

 

Projektke (Auswahl)

StadtLandFluss

App – „Geschichte ohne Grenzen!“

Der 17. Juni 1953 als Comic

Animationsfilme

Eastern Allstars

Halbzeitkonferenz

Tim Köhler hat Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder), Breslau und Krakau studiert und setzt sich mit Themen der Zeit- und Kulturgeschichte in Mittelosteuropa auseinander. Von 2013 bis 2014 war er Schatzmeister des Instituts für angewandte Geschichte. Im Verein forscht er an Methoden zur Komplexitätsreduktion und Geschichtsdidaktik. Ein anderer wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt bei der DDR- und Mediengeschichte. Er arbeitet als Radiojournalist für den Rundfunk Berlin-Brandenburg. Zudem gibt er Museums- und Stadtführungen, arbeitet als Rechercheur, Texter und Filmemacher.

»» Tim Köhler

Feb 282013
 
el

Kontakt
e.lajos[at]instytut.net

Projekkoordination
Planspielreise der City Twin Association

Erzsébet Lajos studierte Kultur- und Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Osteuropa an der Freien Universität Berlin und arbeitet seit 2011 freiberuflich als Projektmanagerin. Am Institut ist sie seit Sommer 2012 aktiv.

»» Erzsébet Lajos

Feb 282013
 
aliKontakt littke[at]geschichtswerkstatt-europa.org

Projektmitarbeit

Anna Littke betreute im Institut für angewandte Geschichte von 2009 bis 2013 verschiedene Projekte der Geschichtswerkstatt Europa. Als Referentin für das Förderprogramm hat sie die internationalen Teams beratend und unterstützend von den Anträgen bis zu den Projektergebnissen begleitet.

»» Anna Littke

Feb 282013
 
jmKontakt
j.musekamp[at]instytut.net

Projektkoordination (Auswahl)
Ausstellung zu Geschichte und Gegenwart der Königlich-preußischen Ostbahn
Audioguide Jüdisches Frankfurt
Jüdische Geschichte vor Ort
OderStrandBar

Jan Musekamp stammt aus Boppard am Rhein und hat in Frankfurt (Oder), Thorn und Brünn Kulturwissenschaften und Geschichte studiert. Er promovierte mit der Arbeit „Zwischen Stettin und Szczecin. Metamorphosen einer Stadt von 1945 bis 2005“. Zur Zeit arbeitet er an einem Projekt zur Kulturgeschichte der Mobilität im Osten Europas – „Wie die preußische Ostbahn Paris mit St. Petersburg verknüpfte“.

Seit 2007 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Geschichte Osteuropas an der Europa-Universität Viadrina (Karl Schlögel).

»» Dr. Jan Musekamp

Feb 282013
 

snKontakt
s.neumann[at]instytut.net

Projektkoordination
Die Grenzreporter – Geschichte selbstgemacht!

Stefan Neumann ist Magister der Philosophie, Politik- und Sozialwissenschaften. Seit einem Erasmus-Studium in Warschau und einer Reihe von Weiterbildungen war er vier Jahre freiberuflich als Trainer in der Jugendbildung tätig – Themenschwerpunkte: interkulturelle Kommunikation und Geschichtsdidaktik.

Er ist pädagogischer Mitarbeiter im Jugendberatungshaus Berlin Neukölln.

»» Stefan Neumann

Feb 282013
 

Bewerbungsbild geeignet zum Drucken bei 300 dpiKontakt j.niesser[at]instytut.net

Projektkoordination
Spring School Zagreb: Europäische Erinnerungskulturen

Heimatreise – Individuelle Reisebegleitung

Jacqueline Nießer ist Kulturwissenschaftlerin und Doktorandin in der Graduiertenschule Ost- und Südosteuropastudien an der Universität Regensburg. Während Ihres Studiums in Frankfurt(Oder) und Wroclaw, Polen begann ihr Engagement beim Institut für angewandte Geschichte, wo sie für zwei Jahre maßgeblich im Vorstand wirkte und nun im wissenschaftlichen Arbeitskreis angewandte Geschichte aktiv ist. 2014 hat sie zusammen mit Juliane Tomann das Buch “Angewandte Geschichte. Neue Perspektiven auf Geschichte in der Öffentlichkeit” herausgebracht.

»» Jacqueline Nießer

Feb 282013
 

jsKontakt j.schevardo[at]instytut.net

Projektleitung

Geschichtswerkstatt Europa

Jennifer Schevardo leitet im Institut für angewandte Geschichte das Förderprogramm Geschichtswerkstatt Europa der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft. Sie ist außerdem für Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Berlin als Expertin für die Tschechische Republik und Slowakei tätig. Sie koordiniert die Aktivitäten des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums und des Gesprächskreises Tschechien. Seit vielen Jahren organisiert sie Geschichts- und Kulturprojekte in Deutschland und der Tschechischen Republik und ist als Autorin und Redakteurin tätig.

»» Dr. Jennifer Schevardo

Feb 282013
 
OlgaKontakt
Olga Shonova hat in St. Petersburg Soziologie studiert und im Projekt „Das virtuelle Museum des Gulag“ im Forschungs-und-Informationszentrum „Memorial“ gearbeitet.
Seit Oktober 2012 beschäftigt sie sich am Institut für angewandte Geschichte im Rahmen des Bundeskanzler-Stipendiums der Alexander von Humboldt Stiftung mit der deutschen Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg.

»» Olga Shonova

Feb 282013
 

Bewerbungsbild geeignet zum Drucken bei 300 dpiKontakt j.tomann[at]instytut.net

Projektkoordinationen

Spring School Zagreb: Europäische Erinnerungskulturen

Arbeitskreis Angewandte Geschichte

Forum Angewandte Geschichte

Juliane Tomann ist ausgebildete Kulturwissenschaftlerin mit thematischen Schwerpunkten in Polen, der Ukraine und Russland. Am Institut für angewandte Geschichte ist sie seit 2006 als Projektleiterin und war bis 2014 als Vorstandsmitglied und -vorsitzende tätig. Aktuell begleitet sie am Institut die Debatte zur Konzeptionalisierung des Begriffes Angewandte Geschichte und koordiniert den Arbeitskreis Angewandte Geschichte. 2014 hat sie zusammen mit Jacqueline Nießer das Buch „Angewandte Geschichte. Neue Perspektiven auf Geschichte in der Öffentlichkeit“ herausgebracht.

Fragen der Vergangenheitsaufarbeitung nach gewaltsamen Konflikten, partizipative und kreative Ansätze der Aushandlung und Vermittlung von Geschichte sowie das Verhältnis von Geschichte und Öffentlichkeit sind die Themen, die sie in ihrer Projektarbeit aufgreift und in unterschiedlichen Konstellationen bearbeitet. Zukünftig möchte Juliane die Ausweitung der Aktivitäten des Instituts im postjugoslawischen Raum voranbringen.

Aktuell arbeitet sie an ihrer Promotion, in der sie die Geschichtskultur der oberschlesischen Post-Industriemetropole Katowice am Beispiel der Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2016“ untersucht.

»» Juliane Tomann

Feb 282013
 

»» Anna Littke

Feb 282013
 
Vorstand | Paul Göhre und Frankfurt an der Oder um 1900

Mail: c.hoernlein…

»» Christian Hörnlein

Feb 282013
 

»» Alexander Lahl

Feb 282013
 

»» Dr. Felix Ackermann

Feb 282013
 

»» Dr. Kim Priemel

Feb 282013
 
HeimatReise | Das Arbeitserziehungslager „Oderblick“ in Schwetig/Świecko

Mail: m.diefenbach…

»» Matthias Diefenbach

Feb 282013
 
Neue Wege Belarus

Mail: n.malinouskaya…

»» Natallia Malinouskaya-Franke

Feb 072013
 
Einer von zehn Reisetipps in Niederschlesien: die Aula Leopoldina an der Breslauer Universität. (c) Schlesisches Museum zu Görltiz

Einer von zehn Reisetipps in Niederschlesien: die Aula Leopoldina an der Breslauer Universität. (c) Schlesisches Museum zu Görltiz

Reisetipp Niederschlesien! Tagesausflüge in die Geschichte und Gegenwart Mitteleuropas

deutsch-polnische Ausstellung

Westlich von Breslau erstreckt sich eine Region, in der viele kulturhistorisch bedeutsame Orte eng nebeneinander liegen: das Hirschberger Tal, das Gut Kreisau Niederschlesien lädt ein, eine Reise in die Geschichte und Gegenwart Mitteleuropas zu unternehmen. Anhand ausgewählter Orte werden einzelne Epochen der schlesischen Geschichte vorgestellt. Schlösser, Kirchen, Gutshäuser, Bahnhöfe aber auch Konzentrationslager sind steinerne Zeugnisse, die Einblicke in die Vergangenheit geben können.

 

Stationen der Ausstellung
Bildungsstätte Muhrau ab Mai 2009 (Dauerausstellung)
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) 3.11. – 20.12.2008
Edith-Stein-Haus in Breslau 21.1. – 27.2.2009
Begegnungsstätte Kreisau März/April 2009


Projektkoordination
Stephan Felsberg

Projektmitarbeit
Henriette Ullmann, Franziska Zimmermann, Juliane Sehne, Isabel Kraft, Marina Fenner von Fenneberg,
Florentine Schmidtmann, Jenny Grossmann, Beata Rozwadowska, Stefanie Lenz, Karolina Fuhrmann

Eine Ausstellung des Instituts für angewandte Geschichte – Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog e.V. in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und dem Schlesischen Museum zu Görlitz

Die Ausstellung ist ein Ergebnis des Seminars Schlesien auf DIN A0.

»» Reisetipp Niederschlesien!

Feb 072013
 

OstbahnDie Ostbahn im Spiegel der Zeit. Eine Reise von Berlin nach Kaliningrad

deutsch-polnische Wanderausstellung

15 Tafeln widmen sich Geschichte und Gegenwart der Bahnverbindung von Berlin nach Königsberg. Die Ausstellung ist durch ihre Umsetzung in Form von roll-ups leicht zu transportieren und kann bei Interesse entliehen werden. Wenden Sie sich dazu an info@instytut.net.

Informationen zum Inhalt der Ausstellung liefert Ihnen eine deutsch-polnische Begleitbroschüre zur Ausstellung. Diese Broschüre vereint zwei Konferenzbeiträge sowie den wesentlichen Inhalt der Ausstellung.

Die vom Institut für angewandte Geschichte erstellte und von der Euroregion Pro Europa Viadrina geförderte deutsch-polnische Ausstellung zu Geschichte und Gegenwart der Bahnlinie Berlin-Königsberg (Kaliningrad) war bisher an mehreren Orten entlang der Bahnstrecke und in Stettin zu sehen.

Begleitbroschüre


 

Projektkoordination
Dr. Jan Musekamp

Ein Projekt des Instituts für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. und des Zentrums für Euroregionale Studien in Gorzów Wlkp.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie)–Brandenburg 2007-2013, Small Project Fund und Netzwerkprojektefonds der Euroregion Pro Europa Viadrina, kofinanziert.

»» Wanderausstellung Ostbahn

Feb 072013
 

Angewandte Geschichte?Wie lässt sich Geschichte anwenden?

Angewandte Geschichte ist mehr als die Vermarktung von Vergangenheit oder die Popularisierung von Geschichte. Fünf Autoren des Instituts führen durch die Begriffsgeschichte und laden auf der Internetplattform Docupedia zur Auseinandersetzung mit dem Frankfurter Ansatz.

Auszug

Diskussion Angewandte Geschichte: Ein neuer Ansatz?

von Juliane Tomann, Jacqueline Nießer, Anna Littke, Jakob Ackermann, Felix Ackermann

Die Diskussionen um das Verhältnis von Geschichte und Öffentlichkeit in Deutschland werden zunehmend mit Bezug auf die englischsprachige Begriffsprägung Public History geführt. Im Kontext einer zunehmenden Praxisorientierung der Geisteswissenschaften, der Kommerzialisierung von Geschichtswissen sowie der vielfältigen Praktiken historischer Sinnbildung durch außeruniversitäre Akteure wird neben dem anzutreffenden Begriff des History Marketing auch immer häufiger der Begriff Angewandte Geschichte verwendet. Public History, History Marketing und Angewandte Geschichte sind dabei eingebettet in weitere Konzepte und Theorien wie zum Beispiel der „Geschichtskultur” und des „Geschichtsbewusstseins”. Obwohl sich Public History und Angewandte Geschichte sowohl in ihrer Praxisorientierung als auch in ihrem Erkenntnisinteresse ohne Zweifel überschneiden, könnte der Versuch einer Abgrenzung gleichwohl für die begriffliche Schärfung einzelner Ansätze auf dem Feld des Verhältnisses von Geschichte, Öffentlichkeit und ihrer Vermittlung fruchtbar sein. Die in diesem Beitrag diskutierten Konzeptionen des Begriffs Angewandte Geschichte sind vor allem durch die Betonung eines spezifisch akteurszentrierten Umgangs mit historischem Wissen geprägt. […]

weiterlesen
2011 | www.docupedia.de

»» Diskussion Angewandte Geschichte: Ein neuer Ansatz?

Feb 072013
 
Diskussion im Workshop »Geschichte ist nicht Schnee von gestern – Über das Populäre«

Diskussion im Workshop »Geschichte ist nicht Schnee von gestern – Über das Populäre«

Dokumentation des Forums Angewandte Geschichte

17.-18. Februar 2011 | Europa-Universität Viadrina

Das Forum Angewandte Geschichte bot an zwei Tagen über fünfzig Geschichtswissenschaftlern und Akteuren der historisch-politischen Bildung sowie des Geschichtsmarketings die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Angewandten Geschichte zu informieren. Während der Veranstaltung wurden verschiedene Zugänge zur Geschichte im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt und hinterfragt.

Dokumente zum Download

Tagungsbericht „zahlreiche Fragen für die weitere Diskussion“ von Tadzio Schilling

Tagungsbericht „verstärkt zu Selbstfindungen!“ von Marcus Ventzke

Protokoll Workshop 1 »Für eine bessere Zukunft: Aufarbeitung und Versöhnung am Beispiel der DDR-Vergangenheit«

Protokoll Workshop 2: »Geschichte ist nicht Schnee von gestern – Über das Populäre«

Protokoll Workshop 3: »User generierte Geschichte – Zu Partizipation und Deutungsmacht«

»» Dokumentation Forum Angewandte Geschichte

Feb 072013
 

audioguideErleben Sie mit Audioguide und virtuellem Stadtplan die jüdische Stadtgeschichte in Frankfurt (Oder)!

www.juedischesfrankfurtvirtuell.de/

Noch nie von dem jüdischen Gotteshaus im Frankfurter Zentrum gehört? Am Brunnenplatz 35 stand früher eine Synagoge! Auch gab es in Frankfurt (Oder) früher eine große jüdische Gemeinde.

So ist es ganz oft – die Spuren jüdischen Lebens sind zerstört und andere Gebäude stehen jetzt dort. Man braucht Hilfe, wenn man der verborgenen jüdischen Geschichte Frankfurts auf die Spur kommen möchte.

Die Audioguides können auch kostenfrei in der Tourist-Iinformation Frankfurt (Oder) ausgeliehen werden.

Der virtuelle Stadtplan www.juedischesfrankfurtvirtuell.de zeigt auch eine Auswahl der in Frankfurt (Oder) und Słubice verlegten Stolpersteine.

Die Geschichten zu jüdischen Orten und Bürgern der Stadt  haben Studenten der Viadrina zusammen mit Frankfurter Initiativen recherchiert und erzählt.

»» Audiostadtführer durch die Frankfurter Jüdische Geschichte

Feb 072013
 
lernorteInterkulturelle Gruppenlernmodule für die Spurensuche im deutsch-polnischen Grenzland

Online-Materialien

Lernorte laden ein, das deutsch-polnische Grenzland auf eigene Faust zu erkunden. Die dazu angebotenen Materialien bieten Gruppen aus beiden Ländern die Möglichkeit, sich mit der Gegenwart der Vergangenheit intensiv auseinanderzusetzen. Denn Spuren „sprechen nicht für sich“. Die hier zum Download gestellten Arbeitsmaterialien bündeln Grundwissen zu den Orten, Fragen und Handlungsoptionen.

Die drei hier vorgestellten Module sind die überarbeiteten Ergebnisse eines Pilotprojektes, in dessen Rahmen Studierende der Europa-Universität Viadrina im Winter 2010/11 gemeinsam mit deutschen und polnischen Gruppen Lernorte erkundet haben. Die Materialien stehen zu Ihrer freien Verfügung – wir würden uns über Ihre Rückmeldung freuen! Gerne stehen wir Ihnen auch zur professionellen Begleitung Ihres Projekts zur Verfügung.

1. Wie funktioniert eine historische Stadtralley? Erkundungen in der jüdischen Geschichte Frankfurts

Jüdische Frankfurter lebten auf beiden Ufern der Oder und inzwischen gibt es sowohl in Frankfurt (Oder) als auch in Słubice Stolpersteine, die an einzelne verfolgte Bürger erinnern. Dieser Spaziergang soll Gruppen die Möglichkeit geben, in einer außergewöhnlichen Stadtralley einzelne Aspekte der jüdischen Geschichte der Stadt zu erschließen. Dabei werden räumliche Elemente mit biographischen verbunden.

2. Autobahn, Dorf und Lager: Das „Arbeitserziehungslager Oderblick“ in Schwetig / Świecko

In diesem Ort bündeln sich die Geschichten nationalsozialistischer Verfolgung, dem systematischen Einsatz von Zwangsarbeit, dem Bau der Autobahn von Berlin nach Warschau sowie des Untergangs und Neubeginns einer Dorfgemeinde. Świecko ist ein kleines polnisches Dorf, deren Bewohner nach 1945 in das zerstörte und verlassene Dorf Schwetig kamen. Zuvor lebten sie in direkter Nachbarschaft eines sog. Arbeitserziehungslagers, das von den Nationalsozialisten euphemistisch „Oderblick“ genannt wurde. Hier wurden Häftlinge aus ganz Europa festgehalten und zu schweren Zwangsarbeiten im Zusammenhang mit dem Bau des Brückenkopfs der Autobahn eingesetzt.

3. Pompeji für alle: Die neue Altstadt von Kostrzyn und der Untergang der Festung Küstrin

Auf der Festung im heutigen Kostrzyn kann man mit bloßem Auge, mit Händen und Füßen erfahren, wie präsent Vergangenheit in der Gegenwart ist. Hier kann jedes Kind und jeder Rentner erlaufen und begreifen, welche Folgen der Zweite Weltkrieg hatte. Das Besondere an diesem Ort ist, dass die Zerstörungen des Jahres 1945 nicht rückgängig gemacht wurden, sondern durch die Entscheidung, die Überreste der hier befindlichen Altstadt abzutragen, erst nachhaltig sichtbar wurden. In Kotrzyn kann man etwas über preußische Geschichte lernen, über den Marsch auf Berlin, aber auch über die Schwierigkeiten, mit diesem fremden Ort für die Neuankömmlinge nach 1945 zu leben.

Projektkoordination
Magdalena Abraham-Diefenbach

Wissenschaftliche Begleitung
Dr. Felix Ackermann
Jakob Ackermann

gefördert durch
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung
Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam
www.politische-bildung-brandenburg.de

»» Deutsch-Polnische Lernorte

Jan 282013
 

Cover AlmanachAlmanach Terra Transoderana. Zwischen Neumark und Ziemia Lubuska

Eine alte Kulturlandschaft wird neu entdeckt: Die Neumark, der östliche Teil der preußischen Provinz Brandenburg, der nach 1945 innerhalb der neuen Grenzen Polens lag und den Namen „Ziemia Lubuska“ (Lebuser Land) erhielt. Zwischen den historischen Großregionen Schlesien, Pommern und Großpolen gelegen, hat dieser Landstrich sowohl im deutschen, als auch im polnischen Gedächtnis nach 1945 nie einen festen Platz einnehmen können. Deutsche und polnische Autoren stellen im ‚Almanach Terra Transoderana’ die facettenreiche Geschichte der westlichsten polnischen Woiwodschaft „Lebuser Land“ erstmals einem breiteren Publikum vor – und laden damit ein, selber auf Entdeckungsreise zu gehen.

„Was einmal Deutschlands Osten war, war in einer geschichtlichen Sekunde zu Polens Westen geworden. Die Heimat, die die einen verloren hatten, wurde zur Heimat für andere, die selber ihre Heimat, noch weiter im Osten verloren hatten. Landschaften, die solche Vergangenheiten haben, können dramatische Geschichten erzählen. Man muss sie freilich lesen und zu Gehör bringen können. Es bedarf dazu einer großen Sensibilität, die radikal verschiedenen Erfahrungen gerecht werden kann, es bedarf der Schulung der Sinne, um solche Orte durchsichtig machen und erschließen zu können.“

– Karl Schlögel über den Almanach Terra Transoderana –
Inhaltsverzeichnis

Reaktionen

Kaufen

Das dem Buch vorangegangene Projekt wurde im Programm „Geschichtswerkstatt Europa“ aus Mitteln der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung gefördert. Die Publikation konnte auf Grund der großzügigen Förderung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ realisiert werden.

»» Almanach Terra Transoderana. Reisebegleiter in die Neumark

Jan 282013
 

Cover Transit | TransferTransit | Transfer. Politik und Praxis der Einwanderung in der DDR 1945-1990

Sammelband

Bei Migration und DDR denkt man zunächst an den Massenexodus von rund fünf Millionen Menschen, die es zwischen 1945 und 1961 gen Westen zog, oder an die gefährlichen, oft tödlich endenden Fluchten über die innerdeutsche Grenze nach dem Mauerbau. Dass es nicht nur Menschen gab, die der DDR den Rücken zuwandten, sondern auch solche, die dort – obschon nicht immer erfolgreich – Bildung und Arbeit, Sicherheit und Solidarität suchten, ist weniger bekannt.

Der vorliegende Band wirft Licht auf die Erfahrungen unterschiedlicher Gruppen: deutsche Remigranten und vietnamesische Vertragsarbeiter, vertriebene »Umsiedler« und geflüchtete Exilanten. Im Spiegel der Migrationspolitik ergibt sich zugleich ein scharfer Blick auf Anspruch und Wirklichkeit des Staatssozialismus, dessen Politik Einwanderung oft nur als Übergangsstadium verstehen wollte, doch den dauerhaften Transfer nicht völlig zu verhindern vermochte.

Mit Beiträgen von Aurélie Denoyer, Alexander Goller, Jessika Haack, Laura Amélie Haber, Maria Klessmann, Jürgen Mense, Anja Mohnke, Regine Otto, Claudia Schneider, Mirjam Schulz und Anja Strnad.

ISBN 978-3-937233-87-1
304 Seiten, 20 Abbildungen

Preis 24.95 €

Für die Leserinnen und Leser wird in diesem Buch ein vielschichtiges und spannungsreiches Bild des Migrationsregimes in der DDR vorgestellt. Aus den Beiträgen wird durchgängig ersichtlich, dass sich zwischen dem propagierten Anspruch der Staatspartei, in der DDR antifaschistische, internationalistische und solidarische Verhältnisse geschaffen zu haben, und der alltäglichen Praxis zuweilen eine tiefe Kluft auftat.

Patrice G. Poutrus in sehepunkt – Rezensionsjournal für Geschichtswissenschaften
Wie bereits der Almanach Terra Transoderana ist auch „Transit | Transfer“ beim be.bra verlag erschienen und kann im Buchhandel oder direkt über den Verlag erworben werden.

»» Transit | Transfer. Politik und Praxis der Einwanderung in der DDR

Jan 212013
 

»» Imagefilm

Jan 212013
 
Mehrfach haben die Filmemacher Nicolas Pannetier und Simon Brunel die ehemalige EU-Schengengrenze bereist, um den Dokumentarfilm "Die innere Grenze" zu drehen.

Mehrfach haben die Filmemacher Nicolas Pannetier und Simon Brunel die ehemalige EU-Schengengrenze bereist, um den Dokumentarfilm „Die innere Grenze“ zu drehen.

Eine Dokumentarfilmreise entlang der ehemaligen innereuropäischen Grenze

Mittwoch, 14.Oktober | 16:00 Uhr | Słubice, Collegium Polonicum 18
Donnerstag, 15.Oktober | 19.30 Uhr | Frankfurt (Oder), Audimax Viadrina

und an über 40 weiteren Grenzorten von der Adria bis zur Ostsee

Europa wächst zusammen hört man allerorten. Schlagbäume werden abgebaut, Kontrollhäuschen verweisen, Barrieren verschwinden. Doch wie sieht es wirklich aus an der Grenze, die Europa so lange teilte?

Die französischen Architekten und Filmemacher Nicolas Pannetier und Simon Brunel zeigen nach drei Jahren Recherchen und Montage ihren Film „La frontière intérieure“ entlang der ehemaligen Schengen-Außengrenze von der Adria bis zur Ostsee.

Die Protagonisten des Dokumentarfilms sind Bewohner des Grenzlandes in Italien, Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien, der Slowakei, in Polen und Deutschland. Sie erzählen von ihrer Sicht auf die Grenze und welche Rolle sie noch immer in ihrem Leben spielt. Behutsam und mit Geduld gelingt es Pannetier und Brunel ein Panorama der „inneren Grenze“ dieser Menschen zu vermitteln.

Übersetzt und untertitelt in sieben Sprachen wird der 69 Minuten lange Dokumentarfilm seit Juli dieses Jahres an 40 Orten entlang der ehemaligen Schengen-Grenze gezeigt. In Zusammenarbeit mit über 50 lokalen Partnern wird in Kulturzentren, Kinos, Museen, Schulen, Kirchen bzw. im öffentlichen Raum von Grenzorten eine Abendveranstaltung mit den Filmemachern stattfinden. Stets sind die Bewohner beiderseits der Grenze eingeladen, um ihre Eindrücke rund um diesen Film, der unmittelbar an sie gerichtet ist, zu teilen und zu diskutieren.

Start der Filmreise war am 20. Juli in Koper-Capodistria (Slovenien-Italien), die letzte Vorführung ist für den 20. Oktober in Świnoujście-Ahlbeck (Polen-Deutschland) geplant.

Entlang der deutsch-polnischen Grenze wird der Film an folgenden Grenzorten gezeigt:

18.09.09 > Görlitz (Schlesisches Museum)
24.09.09 > Zittau (Kronenkino)
27.09.09 > Ostritz (Bahnhof in Polen)
29.09.09 > Forst (Nikolaikirche)
30.09.09 > Szczecin (Muzeum narodowe)
02.10.09 > Gubin (Stadtkirche Gubin)
04.10.09 > Eisenhüttenstadt (Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR )
09.10.09 > Bad Muskau (Turmvilla – Muskauer Park)
10.10.09 > Kostrzyn (Kostrzyńskie Centrum Kultury)
13.10 09 > Cedynia (Urząd Miasta)
14.10.09 > Slubice (Collegium Polonicum)
15.10.09 > Frankfurt (Oder) (Audimax Europa-Universität Viadrina)
20.10.09 > Swinoujscie (Ostsee) (Liceum Ogólnokształcące)

Links
weitere Stationen
Website Border Speaking
Trailer des Films

Pressemitteilung 10.07.2009

Förderer
The International Visegrad Fund (Bratislava)

»» Border Speaking – Lasst die Grenze sprechen!

Jan 212013
 

Border CrossingAustausch zwischen Akteuren der polnisch-ukrainischen Grenzregion Chełm-Kowel und der polnisch-deutschen Grenzregion Frankfurt-Słubice

25.-30. Januar 2010: Studienreise nach Chelm-Kowel, Zamosc-Zolkwia.
21.-25. März 2010: Studienreise in die deutsch-polnische Grenze.
25.-31. März 2010: zwei Kurzpraktika in der deutsch-polnischen Grenzregion

Die Rahmenbedingungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit werden nicht nur von der Intensität einer räumlichen und politischen Grenze definiert. Sprachliche, kulturelle und soziale Asymetrien, die sowohl in der Wirklichkeit des Grenzgebiets, als auch in den Köpfen der Bewohner existieren, stellen sowohl Antrieb als auch Hindernis für die Zusammenarbeit dar. Während all diese Faktoren in verschiedenen Grenzregionen Europas stark variieren, ist Ausgangslage dennoch ähnlich.

Die Strukturen der Europäischen Union fördern einerseits die Zusammenarbeit in Grenzregionen in besonderem Maße, andererseits schaffen sie neue Barrieren an den geografischen Rändern der EU. Von einem gemeinsamen Bewusstsein der Bewohner europäischer Grenzregionen kann angesichts dieser herausgestellten Position jedoch bislang keine Rede sein. Dabei ist das Wissen um Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit bereits vorhanden.

Gemeinsam mit der Stiftung für Polnisch-Ukrainische Zusammenarbeit PAUCI startet daher das Institut für angewandte Geschichte im November 2009 das Projekt „Border Crossing“. Es hat zum Ziel einen Erfahrungsaustausch zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren aus dem sozialen und kulturellen Bereich des deutsch-polnischen (Frankfurt-Słubice) und des polnisch-ukrainischen Grenzgebietes (Chełm-Kowel) zu ermöglichen.

Bis Juni 2010 werden eine Reihe von Reisen durch die Grenzgebiete, Workshops sowie Praktika durchgeführt, die den Teilnehmern das Kennenlernen der Potenziale und Besonderheiten grenzüberschreitender Arbeit an den beiden Grenzen ermöglichen. Es bietet Gelegenheit, praktisches Wissen über die Nutzung von EU-Fonds zu erlangen sowie bisher gemachte Erfahrungen in der Zusammenarbeit zu reflektieren. „Border Crossing“ soll zukünftig zur Entwicklung neuer Projekte beziehungsweise zur Optimierung grenzüberschreitender Initiativen führen.
Federführender Partner im Projekt ist PAUCI Warschau.

Zurzeit suchen wir Akteure aus sozialen und kulturellen und Jugend- Initiativen in der deutsch-polnischen Grenzregion, die Interesse an einer Ende Januar stattfindenden Studienreise ins polnisch-ukrainische Grenzgebiet haben.

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Jan 212013
 

GrodnoGrodno – Spuren jüdischen Lebens

Exkursionsseminar und Konzeption eines Reiseführers

Ein Jahr lang begaben sich belarussische und deutsche Studenten und Dozenten auf die Suche nach Spuren jüdischer Vergangenheit in der Stadt Grodno im heutigen Belarus.

Studierende der Janka-Kupala-Universität Grodno und der Europa-Universität Viadrina traten auf eigene Initiative in einen wissenschaftlichen Dialog und trafen sich in Grodno und Frankfurt (Oder) zum gegenseitigen Austausch und Kennenlernen. Die deutsche und weißrussische Gruppe recherchierte gemeinsam nach Informationen zu konkreten Orten jüdischen Lebens und des Holocaust in Grodno, zum Beispiel zu jüdischen Schulen, Fabriken oder Orten der Deportation im Zweiten Weltkrieg.

Aus dem Projekt ist ein Stadtführer in russischer, englischer und deutscher Sprache mit reicher Bebilderung entstanden, der sich sowohl für wissenschaftliche Zwecke als auch als Wegweiser und Begleiter durch den Stadtraum eignet. Die Publikation ist für 2011 in der Reihe „Almanach – Europäische Grenzregionen neu entdecken“ des Instituts für angewandte Geschichte geplant.

Zwar werden aktuell Gebäude in der Altstadt restauriert, jedoch fällt auch momentan noch viel historische Bausubstanz dem Abriss zum Opfer –  mit ihr verschwinden die wenigen Spuren jüdischen Lebens in Grodno.

Das Projekt reiht sich ein in Bemühungen seitens der Bevölkerung, die alte Stadt zu erhalten sowie auf das jüdische Gesicht der Stadt aufmerksam zu machen, das bisher nicht Teil der offiziellen Gedenkkultur ist. Das Projekt wurde von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert und lädt zur eingehenderen Erforschung dieses oder vergleichbarer Themen ein.

Kennen Sie schon den Almanach Terra Transoderana, unseren historischen Reisebegleiter für Neumark und Lebuser Land?

Projektkoordination
Felix Ackermann

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Jan 212013
 

Das Projekt des Instituts für angewandte Geschichte unterstützt die Professionalisierung der Erschließung kulturtouristischer Routen im ländlichen Raum des Gebiets Grodno. „Ausgetretene Pfade?“ sieht dabei die Verbindung von Methoden der Vermittlung einerseits und Verwendung von landeskundlichem Wissen andererseits für das Erschließen von kulturtouristischen Potenzialen in den Regionen von Belarus vor.

Dafür begleitete das Institut für angewandte Geschichte zusammen mit der „Lev Sapieha Stiftung“ und dem Grodnoer Regionalrat der F. Skaryna-Gesellschaft für belarussische Sprache die Erstellung von kulturhistorischen Touren, die auf lokaler Ebene Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen.

Touristische Routen wurden in zwei Seminaren mit dem Knowhow deutscher Experten sowie weißrussischer Fachkräfte weiter bearbeitet und auf in Verbindung mit neuen Methoden gemeinsam analysiert. Die erarbeiteten Routen wurden vor Ort mit weiteren Informationen zur touristischen Infrastruktur sowie weiteren Möglichkeiten für in- und ausländische Touristen versehen. Eine Sammlung der Routen ist online als Reiseführer durch Belarus abseits ausgetretener Wege erschienen:

www.belarus.instytut.net

Ziel des Projektes

Das Ziel liegt in der Förderung der Professionalität regionalhistorischer Akteure in den belarussischen Regionen, insbesondere abseits bestehender touristischer Zentren wie etwa Minsk und Mir. Dabei war das Projektdesign so angelegt, dass es zu einer Stärkung der selbstständigen Arbeit der lokalen Akteure kam, die vor Ort eigenständig ihre kulturhistorischen Routen entwickeln und mit weiteren kulturellen und touristischen Angeboten verknüpfen konnten.

Durch die gemeinsame Arbeit in Form von Seminaren wurde darüber hinaus die Vernetzung von regionalen Akteuren aus den Bereichen Geschichte, Kultur, Tourismus und Wirtschaft voran getrieben und der horizontale Austausch zwischen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure in Belarus unterstützt. Die Vernetzung unter belarussischen Regionalhistorikern, -planern und Akteuren aus Kulturwirtschaft und Tourismus führte zudem zu einem Erfahrungsaustausch auf lokaler Ebene.

Das Projekt wurde im Rahmen des Programms Belarus vom IBB (Internationales Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH) realisiert. Projektpartner sind die belarussische Organisationen „Lev Sapieha Stiftung“, der Grodnoer Regionalrat der F. Skaryna-Gesellschaft für belarussische Sprache und die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

»» Ausgetretene Pfade? Entwicklung kulturhistorischer Touren und touristischer Routen in den Regionen von Belarus

Jan 212013
 

Forum Angewandte GeschichteTagung für Geschichtswissenschaftler und Akteure der historisch-politischen Bildung

17.-18. Februar 2011
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Das Forum Angewandte Geschichte bietet Geschichtswissenschaftlern und Akteuren der historisch-politischen Bildung die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Angewandten Geschichte zu informieren. Während der Veranstaltung werden verschiedene Zugänge zur Geschichte im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt und hinterfragt.

Am Begriff „Angewandte Geschichte“ werden mögliche Reibungsflächen zwischen wissenschaftlichen Diskursen, zivilgesellschaftlichen Positionen und ökonomisch motivierten Formen des Umgangs mit Geschichte verhandelt. Gleichzeitig sollen idealerweise Schnittmengen in Bezug auf die Voraussetzungen, Formen und Ziele der „Angewandten Geschichte“ hervortreten.

Das Forum Angewandte Geschichte wird vom Institut für angewandte Geschichte gemeinsam mit dem Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften Berlin durchgeführt.

Das Programm finden Sie hier.

Dokumentation


Koordination
Jacqueline Nießer
Juliane Tomann

Das Forum Angewandte Geschichte wurde von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung in Potsdam, der Stiftung Aufarbeitung und dem Zentrum für Historische Forschung der PAN gefördert.

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Jan 212013
 
Gespräche mit den BewohnerInnen waren Teil der Aufgaben der Dorfreporter. Foto: Charlotte Sattler

Gespräche mit den BewohnerInnen waren Teil der Aufgaben der „Dorfreporter“. Foto: Charlotte Sattler

Achtung Dorfreporter!  Geschichte selbstgemacht.

Geschichtsworkshop für SchülerInnen

Im September 2011 fand in Stolpe bei Berlin (Hohen Neuendorf) ein Dorfreporter-Workshop mit SchülerInnen des F.F.-Runge-Gymnasiums aus Oranienburg statt. Die SchülerInnen erforschten die Entwicklung Stolpes vor 1989, hin zu den Veränderungen in den 90er Jahren bis heute mit journalistischen Methoden. Die Ergebnisse der historischen Reportage der SchülerInnen sind als interaktive Karte mit Fotos und Texten im Netz verfügbar.

Projektbeschreibung

Die Berliner Mauer ist als Symbol der Teilung zur Ikone geworden. Was aber passierte ’nebenan‘, in den brandenburgischen Dörfern, die an Berlin grenzen, nach 1989? In diesem Projekt erforschen Jugendliche mit ethnographischen Methoden das Dorf Stolpe und gehen der Frage nach, inwieweit das Dorf und seine Einwohner noch heute von der DDR, der Teilung und deren Folgen geprägt sind.

In den ehemals grenznahen Dörfern des Berliner Umlands hat in den 90er Jahren ein umwälzender Transformationsprozess stattgefunden. Im Zuge der Restitution bekamen Alteigentümer ihre vormals enteigneten Grundstücke zurück. Es zogen Westberliner in den ehemaligen Ostteil des Berliner „Speckgürtels“, der durch seine Grenzlage vor 1989 noch weitgehend unberührt und grün war. Vielerorts entstanden Konflikte zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen.

Ein zentraler Aspekt der Transformation in Stolpe ist der Bau einer neuen Wohnsiedlung und eines Golfplatzes, der heute ein eigenständiges Zentrum neben dem historischen Dorfkern mit Kirche und altem Gutshof bildet. Im Wohnpark wohnen Zugezogene, im alten Dorfkern die alteingesessene Dorfgemeinschaft. Vom Golfplatz aus sieht man gerade noch die Kirchturmspitze hinterm Clubhaus aufscheinen.

Durch die Beschäftigung mit dem gegenwärtigen kulturellen und sozialen Topographie des Dorfes und durch Gespräche mit verschiedenen Anwohnern durchlaufen die SchülerInnen den gesamten Prozess des historischen Denkens, der sie zu einem kompetenten und reflektieren Umgang mit der Vergangenheit befähigt. Sie werden als Akteure in das Projekt einbezogen, lernen, den Raum unter historischem Vorzeichen zu lesen und verbinden die eigenen Erfahrungen während der Dorferkundung mit historischen Materialien und Interviews mit den AnwohnerInnen.

Für das Jahr 2012 sind weitere Dorfreporter-Workshops geplant. Fünf Dörfer in Brandenburg, rund um die ehemalige Westberliner Grenze, werden von Schülergruppen in Workshops untersucht und die Ergebnisse in interaktiven Karten im Netz präsentiert. Zum Grenzreporter-Projekt 2012

Koordination
Maria Hiebsch

Gefördert durch
die Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung

»» Achtung Dorfreporter! Geschichte selbstgemacht.

Jan 172013
 

AG Zapadni BalkanArbeitsgruppe Zapadni Balkan

Seit Sommer 2010 arbeitet das Institut für angewandte Geschichte im Rahmen eines neu geschaffenen Schwerpunktes zur Erinnerungskultur im postjugoslawischen Raum. Das Institut hat sich dazu mit zivilgesellschaftlichen Akteuren der Vergangenheitsaufarbeitung auf dem Westlichen Balkan vernetzt.

Kooperationspartner sind
das Centre Malraux in Sarajevo,
Documenta in ZagrebLoja in Tetovo,
das Multimedia Center in Pristina,
das Theaterfestival MESS in Sarajevo,
Youth Initiative for Human Rights in Serbien und
Youth Initiative for Human Rights in Bosnien-Herzegowina.

Gemeinsam mit diesen Partnern fördert das Institut den Austausch über die Arbeit mit Erinnerungskulturen. Dazu zählt u.a. das Sammeln und Entwickeln künstlerisch-kreative Methoden zur Förderung eines kritischen Geschichtsbewusstseins in Europa.

Projekte

Spring School | 15.-20. März 2012 | Zagreb

Internationale Seminarwoche über Kulturen der Erinnerung an den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien sowie in Frankreich, Polen und Deutschland.

Koordination
Jacqueline Nießer
Juliane Tomann

»» Zapadni Balkan

Nov 162012
 

»» Wioletta Musekamp