instytut

Mai 082017
 

Zwangsarbeit zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań
REICHSAUTOBAHN
Die Arbeitslager entlang der Autobahnbaustelle 1940-1945 für Juden, sowjetische Kriegsgefangene und andere Zwangsarbeiter

Audioguide und Broschüre

Hier können Sie den Audioguide „Die Geschichte der Reichsautobahn Frankfurt an der Oder – Posen“ (Rechtsklick und dann „Ziel speichern unter…“ auswählen) von Raphael Jung und Martin Adam in deutscher Sprache kostenlos herunterladen oder direkt auf dieser Seite anhören.

 

Hier können Sie die Broschüre „Zwangsarbeit und Autobahn zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań 1940–1945. Die nationalsozialistischen Arbeitslager entlang der Reichsautobahnbaustelle für Juden, sowjetische Kriegsgefangene, Polizeihäftlinge und andere Zwangsarbeiter“ von Matthias Diefenbach und Michał Maćkowiak in deutscher und polnischer Sprache kostenlos herunterladen.

Die gedruckte Broschüre erhalten Sie, dank der Förderung durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft sowie der Stiftung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit kostenfrei unter m.diefenbach@instytut.net. Über Spenden für Versand und für unsere weitere Arbeit würden wir uns natürlich sehr freuen.

Erfahren Sie mehr über das Projekt: hier.

Projektkoordination und Kontakt: Matthias Diefenbach, m.diefenbach@instytut.net.

Ein Projekt des Instituts für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. und des Museums für die Opfer des Nationalsozialismus (Muzeum Martyrologiczne) in Żabikowo, gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Partner des Projektes:

Logo ZABIKOWO

Projektförderer:

Logo EVZ

Logo SDPZ

»» Zwangsarbeit zwischen Frankfurt (Oder) und Poznań – Audioguide und Broschüre

Sep 192016
 

Magazin und Presseschau TRANSODRA

Das erste und einzige grenzüberschreitende Presseorgan der Oderregion hat eine einfache aber geniale Idee: Ein AboPressedienst übersetzt und veröffentlicht aktuelle Nachrichten von der anderen Seite der Grenze.

Erstausgabe des Transodra Magazins (1993).

Erstausgabe des Transodra Magazins (1993).

Als Ruth Henning 1992 bei der Deutsch-polnischen Gesellschaft in Brandenburg als Geschäftsführerin anfängt, ist das größte Problem, das ihr auffällt: „Kein Mensch hier weiß was über Polen!“. Vor allem weil die Sprachkenntnisse fehlen, um Nachrichten und Debatten aus den Nachbarregionen jenseits der Oder zu verfolgen. Das Magazin TRANSODRA soll helfen, diese Informationslücke mit Nachrichtenchroniken, Lesetipps und Projektberichten zu schließen. Inspiriert von Dr. Albrecht Lempp (1953-2012), der auf der ersten Konferenz der DPG Brandenburg 1993 über das Wirken und Überwinden gegenseitiger Sterotype spricht, entsteht die journalistische Initiative Unter Stereo-Typen – Pod Stereo-Typami. Zunächst als Arbeitsgruppe in der DPG Brandenburg wird sie 1997 als Verein gegründet mit einem Sympathisantenkreis von etwa 50 deutschen und polnischen JournalistInnen und Grenzland-AktivistInnen.

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Andrzej Kotula und Ruth Henning nehmen den Deutsch-Polnischen Preis für den Journalistenclub entgegen (1997).

 

 

Vorträge und Diskussionen der Konferenzen des Journalistenclubs und der DPG Brandenburg wurden nun im Transodra – Deutsch-polnisches Informationsbulletin dokumentiert. Das Magazin griff gesellschaftspolitische Debatten auf, etwa „Rechtsradikalismus in Deutschland und Polen“ (2000) oder „Umgang mit der Vergangenheit in Deutschland und Polen – Aufdecken oder Zudecken?“ (1997). Mangelnde Finanzierung für das gedruckte Magazin verhalf TRANSODRA ins digitale Zeitalter. Das Infoportal Transodra Online entstand im Rahmen des Projekts „Spurensuche – alte, neue, fremde Heimat in der deutsch-polnischen Grenzregion“ von 2005 bis 2008. Der Projektbericht war die erste Onlinepublikation und zugleich letzte Ausgabe des Magazins. Mittlerweile sind nahezu alle 23 Ausgaben digitalisiert und online verfügbar. Die Plattform versteht sich mit der Fülle der gesammelten Beiträge auch als Archiv der deutsch-polnischen Projektlandschaft der letzten 25 Jahre.

Im Spurensuche-Projekt begegnen sich alte und neue Bewohner von Czelin-Zellin 2007. (Foto: Bogdan Twardochleb)

Im Spurensuche-Projekt begegnen sich alte und neue Bewohner von Czelin-Zellin 2007. (Foto: Bogdan Twardochleb)

In der Presseschau Transodra Spezial/Transodra Ekstra druckten die DPG Brandenburg und der Journalistenclub von 1996 bis 2001 alle zwei Monate eine Sammlung deutscher und polnischer Presseartikel aus dem Grenzland nach. Vor allem zweisprachige Grenzland-Akteure und Deutsch- und Polnischlehrer nutzen die Publikation. 2012 startete die Transodra Presseschau online, ein Pressedienst, der in beiden Sprachen aktuelle Meldungen und Berichte zusammenfasste und den InteressentInnen per E-Mail abonnierten. „Es sollte das erste Projekt sein, das es schafft auf eigenen Füßen zu stehen, unabhängig von Fördermitteln“ so Ruth Henning.

Doch bis die Anschubfinanzierung 2015 auslief, konnte der Pressedienst weder institutionell verankert werden noch von der geringen Zahl der AbonnentInnen leben. „Dem Projekt fehlte es an personellen Ressourcen für einen starken Auftritt in den Sozialen Medien oder die Aktivierung des großen Netzwerks“, so Nancy Waldmann, Redakteurin bei Transodra online. So könnte ein zukünftiger Abo-Pressedienst etwa durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert werden, eine jüngere Zielgruppe von regionalen AkteurInnen und Interessierten erreichen und „mit aktuellen, häufigen Ausgaben und neuem Themenkonzept auch bei überregionalen Lesern“ Interesse wecken.

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Deutsch-polnischer Preis für den Journalistenclub 1997: Die Laudatio hält Schriftsteller Andrzej Szczypiorski (1928-2000).

von 1993 bis 2015
Gespräch mit Ruth Henning und Nancy Waldmann
Träger Deutsch-polnische Gesellschaft (DPG) Brandenburg, ab 1997 Transodra e.V. – Deutsch-Polnischer Journalistenclub Unter Stereo-Typen / Pod Stereo-Typami
Projektförderung Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Europaministerium Brandenburg, Ministerium für Arbeit und Soziales Brandenburg, Woiwodschaft Westpommern und weitere

 

Infos im Netz
Transodra Online: www.transodra-online.net
Transodra Informationsbulletin: www.transodra-online.net/transodra
Transodra Presseschau (Archiv 2012-2015): www.transodra-online.net/presseschau
DPG Brandenburg: www.dpg-brandenburg.de, www.dpg-brandenburg.de/chronik

 

Publikation herausgegeben von:

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Gefördert von:

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»» Ohne Kenntnis kein Verständnis

Dez 012015
 
Ist die Erinnerung an den "Großen Vaterländischen Krieg" auch eine ukrainische? Besuch des sowjetischen Ehrenmals in Berlin

Ist die Erinnerung an den „Großen Vaterländischen Krieg“ auch eine ukrainische? Besuch des sowjetischen Ehrenmals in Berlin

An fünf Tagen besuchten und analysierten ukrainische und deutsche Studierende gemeinsam historische Ausstellungen und Erinnerungsorte in Berlin, Frankfurt (Oder) und Słubice. Die Teilnehmer aus dem südukrainischen Mikolajiw brachten ihre aktuellen Eindrücke vom Umgang mit Denkmälern mit. Soll der Lenin stehen bleiben oder nicht? Und welche neuen Denkmäler entstehen zurzeit in der Ukraine?

Am Anfang stand die Auseinandersetzung mit der Methode der Ausstellungs- und Denkmalanalyse. Die Teilnehmer bekamen das methodische Rüstzeug rund um die Begriffe Erinnerungskultur und Geschichtskonstruktion, um historische Deutungsmuster in ihren Wohnorten kritisch zu analysieren und zu hinterfragen.

Das Projekt wurde mit Tagebuchblogs der Teilnehmer auf Facebook dokumentarisch begleitet. Am 8.10. berichteten die ukrainischen Teilnehmer von ihren Eindrücken auf einer öffentlichen Veranstaltung an der Petro-Mohyla Schwarzmeer Universität in Mikolajiw.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Ukrainikum-Sommerschule der Viadrina und dem Bosch-Deutschlektorat der Universität in Mikolajiw durchgeführt und mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert.

 

Partner

Staatliche Petro-Mohyla Schwarzmeer Universität in Mikolajiw (Ukraine)

Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder)

 

 

»» Deutsch-ukrainisches Geschichtslabor Erinnerungskultur

Dez 012015
 
culmix

Besuch im Comicmuseum Brüssel

Über zwei Jahre war das Institut Teil der Grundtvig-Lernpartnerschaft „Kultur ohne Grenzen. Kulturelles Erbe im multikulturellen Umfeld“ mit drei Partnerorganisationen aus Polen, Belgien und der Türkei. Im Vordergrund des Projektes standen die Themen Kulturelles Erbe, kulturelle und künstlerische Bildung sowie die mögliche Verbindung von beidem.

Die Teilnehmer der Lernpartnerschaft waren ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter der Partnerorganisationen, die im Bereich informeller künstlerischer und kultureller Erwachsenenbildung arbeiten. Bei vier Treffen an den Standorten der Partner in Brüssel, Slubice, Gümüshane/Trabzon und Frankfurt/Berlin bekamen die Teilnehmer Einblicke in die Arbeit der einzelnen Organisationen.

gefördert durch das Grundtvig-Programm der Europäischen Union

Partnerorganisationen:

Fundacja Dobro Kultury, Slubice/Polen

SmartBe, Brüssel/Belgien

Gümüşhane Kültür ve Sanat Derneği, Gümüşhane/Türkei

Programmbericht

»» Europäischer Austausch zum Kulturerbe

Jun 242015
 

Frankfurter Kinokultur und sozialistische Filmkunst LDJ_Postka_Digi_150908

Di-Fr | 27.-30.10.2015
Kleist Forum & Bolfrashaus Frankfurt (Oder) | SMOK Słubice

Solo Sunny, Amator, die Schlüssel, Jakob der Lügner: Ende Oktober 2015 lädt das LICHTSPIELFEST DER JUGEND ein zur Wieder-entdeckung der Kino- und Filmkultur der siebziger Jahre im Raum Frankfurt (Oder). Die viertägige Retrospektive bietet polnische und internationale Klassiker sowie weniger bekannte DEFA-Produktionen. Ein aufwendig recherchiertes Dokumentarfilmprogramm und seltene Aufnahmen Frankfurter Amateurfilmer liefern neue Einblicke in die Lokalgeschichte.

Das LICHTSPIELFEST DER JUGEND ist inspiriert von der Zeit des visafreien Grenzverkehrs zwischen 1972 und 1980. Unter dem Motto „Die goldenen Jahre“ regen ausgewählte Filme, Fachvorträge, Zeitzeugengespräche und das „Mutterschiff des Ostbluesrock“ ENGERLING dazu an, die Epoche der kurzen Annäherung zwischen DDR und Polen (neu) zu entdecken. Das LICHTSPIELFEST DER JUGEND ist unsere Fortsetzung einer Liebeserklärung an die lokale Kinokultur. Nach der Retrospektive NO PIAST im November 2013 zur Erinnerung an das untergegangene Kino Piast in Słubice, steht im 60. Jubiläumsjahr seines Bestehens das Frankfurter Lichtspieltheater der Jugend im Fokus.

Festivalpass: 10,- €,  Schüler und Studenten: 5,- €, Einzelveranstaltungen ab 17 Uhr: 5,- €, Schüler und Studenten: 2,50 €

Die Veranstaltung wird gefördert von der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Medienpartner sind radio eins (rbb) und die Märkische Oderzeitung.

Festivalleitung: Stephan Felsberg, s.felsberg@instytut.net, Kurator Filmprogramme: Dr. Ralf Forster, Medienwissenschaftler am Filmmuseum Potsdam

LICHTSPIELFEST auf Facebook

Programmheft


Download Programmheft (pdf)

Festivaltrailer

»» LICHTSPIELFEST DER JUGEND

Feb 132015
 
Einladend: Schloss Trebnitz im Oderland

Einladend: Schloss Trebnitz im Oderland

Auch 2015 lädt das Institut in Kooperation mit Schloss Trebnitz wieder zu Historischen Salons in die Märkische Schweiz

Sonnenburg | Słonsk: 70 Jahre Kriegsende und das schwierige deutsche Erbe in Polen
Mittwoch, 25. Februar, 18:00 Uhr

Sonnenburg war eines der ersten deutschen KZ, wo ab April 1933 Berliner SPD- und KPD-Mitglieder, sowie prominente Intellektuelle wie Hans Litten, Erich Mühsam und Carl von Ossietzky inhaftiert wurden. Ab 1939 wurde hier ein Lager für „deutschfeindliche Elemente“ aus besetzten Gebieten eingerichtet. In der Nacht vom 30. zum 31. Januar 1945 – kurz vor Eintreffen der Roten Armee – erschoss eine GESTAPO-Einheit aus Frankfurt/Oder 800 Häftlinge. Seit 1945 heißt Sonnenburg Słońsk und liegt in Polen. Bei dem Wiederaufbau der Stadt, dachte man nicht an das KZ. Erst in den 1970-er Jahren entstand ein kleines Museum, das aufwendig renoviert zum 70. Jahrestag des Massakers Ende Januar wieder eröffnet wurde.

Im Gespräch mit den Gästen wird es neben der Geschichte des Ortes auch um den langen Weg einer gemeinsamen deutsch-polnischen Wiederentdeckung und Erschließung des Ortes als Museum und Gedenkstätte gehen. Die Veranstaltung findet auf deutsch statt und wird simultan ins Polnische übersetzt. Eintritt mit anschließendem Empfang 4,- Euro.

Referenten: Hans Coppi, Co-Autor des soeben erschienen Bandes „Das Konzentrationslager und Zuchthaus Sonnenburg“; Kamila Pałubicka, www.kulturerben.com; Karl-Christoph von Stünzner-Karbe, Johanniter und Kurator der Stiftung Brandenburg, Fürstenwalde
Moderation: Stephan Felsberg, Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. Frankfurt (Oder)

Identitäten in der Grenzregion I: Das Lebuser Land
Mittwoch, 11. März, 19:00 Uhr

Wie schmeckt Heimat? Und wie lässt sich Kultur konservieren? Das deutsche Leben bis 1945 ist ein Teil der Identitätsbildung in den Orten östlich der Oder, ein anderer Aspekt ist die Verbindung dieser Region mit den Herkunftsorten der Familien aus dem damaligen Osten Polens (heute Ukraine, Belarus und Litauen). Am Beispiel des Dorfes Bialkow soll der (kulinarische) Spagat vorgestellt werden. Gleichzeitig wird ein Vergleich mit der deutschen Seite gewagt, inwieweit die Geschichte und Kultur Ost-Brandenburgs, das seit 1945 polnisch ist, eine Rolle im kollektiven Gedächtnis des Landes Brandenburg spielt.

Die Veranstaltung findet auf deutsch statt und wird simultan ins Polnische übersetzt. Eintritt mit anschließendem Empfang 4,- Euro.

Referenten: Dr. Magdalena Gebala, Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg; Leokadia Szołtun, Gesellschaft der Freunde Polesiens und Bialkows; Magdalena Abraham-Diefenbach (Deutsch-polnisches Forschungsinstitut, EUV und Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.); Moderation: Stephan Felsberg

»» Trebnitzer Schlossgespräche

Sep 052014
 
Gutshaus in Kuice/Külz

Gutshaus in Kuice/Külz

Quo vadis Kulice?

Die deutsch-polnische Begegnungsstätte Kulice in der Nähe von Stettin benötigt ein neues Bildungskonzept. Zusammen mit der Stettiner Universität, der Eigentümerin der Bildungsstätte, hat das Institut für angewandte Geschichte im Juli 2014 eine Zukunftswerkstatt mit Partnern und Förderern der Einrichung organisiert, deren Ergebnisse in das neue Konzept einfließen sollen. Die Veranstaltung wurde von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert, die schon in den 1990er Jahren wesentlich die Gründung der Bildungsstätte unterstützt hatte.

Kulice liegt in Westpommern, etwa eine Autostunde nordöstlich von Stettin. Der Palast der einst der Familie von Bismarck gehörte, wurde Mitte der 1990er Jahre auf Initiative von Phillip von Bismarck in eine Bildungs- und Begegnungsstätte umgebaut.
Nahezu 20 Jahre fanden vor Ort deutsch-polnische Begegnungen, Seminare und Konferenzen statt, die in erster Linie die pommersche Landesgeschichte und Themenfelder der deutsch-polnischen Beziehungen in den Blick nahmen.

2013 trennte sich die Universität Stettin vom Bildungsträger, der Europäischen Akademie Kulice/Külz und plant zukünftig ein eigenes Bildungs- und Betriebskonzept umzusetzen. Dies soll in enger Absprache und Kooperation mit regionalen und
überregionalen Partnern und Förderern der Bildungsstätte erfolgen. Für die Koordination dieses Prozesses hat die Universität Szczecinski das Institut für angewandte Geschichte angefragt. Im Herbst 2014 wird die Universität über das Konzept und die Neueröffnung der Bildungsstätte in Kulice in 2015 entscheiden.

»» Zukunftswerkstatt Kulice

Feb 122014
 

CoverBuch „Angewandte Geschichte – Neue Perspektiven auf Geschichte in der Öffentlichkeit“ erschienen

Angewandte Geschichte, Public History, Geschichte in der Öffentlichkeit – es gibt inzwischen eine Vielzahl von Begriffen für den öffentlichen Umgang mit Geschichte. Das Institut für angewandte Geschichte ist seit über 10 Jahren in diesem Bereich aktiv – Grund genug, das Feld zu sondieren. So stellt der Band verschiedene Sichtweisen auf das Phänomen vor und überschreitet dabei bewusst die Grenzen zwischen Theorie und Praxis. Eine Standortbestimmung Angewandter Geschichte nehmen sowohl renommierte Geschichtstheoretiker als auch erfahrene Praktiker vor.
Einen Blick in das Inhaltsverzeichnis können Sie hier werfen.

Bestellen können Sie das Buch direkt beim Schoeningh Verlag.

 

 

 

Herausgeber:

Jacqueline Nießer

Juliane Tomann

»» Angewandte Geschichte – Neue Perspektiven auf Geschichte in der Öffentlichkeit

Jan 092014
 

NO PIASTBericht vom Festival des verlorenen Kinos „NO PIAST”

Słubice, 8. bis 10. November 2013

Das Kino Piast, von dem heute nur noch die Fassade steht, wurde im Rahmen des „NO PIAST“ Festivals für ein cineastisches Wochenende wiederbelebt. Das Słubicer Kino war langezeit kultureller Bildungsort für Frankfurter und Słubicer in der wechselvollen Geschichte der Doppelstadt. Vom 8. bis 10. November 2013 lud das Institut für angewandte Geschichte e.V. alle Filmbegeisterten ein, die Geschichte des alten Kinos zu entdecken. Die Idee des Festivals war, die Geschichte des Kinos im Kino zu erzählen.

Im Kulturzentrum SMOK ließen 300 deutsche und polnische Besucher an den drei Abenden das Kino „Piast“ durch fünf historische Filme wieder aufleben. Die ausgewählten deutschen und polnischen Filme waren alle im Kino „Piast“ oder Filmpalast Friedrichstraße gelaufen, wie das Kino früher hieß. Jeder Film stand für eine kinogeschichtliche Epoche, die auch an die Geschichte Frankfurts und Słubices und die Erinnerungen ihrer Bewohner anknüpft.  Ergänzt wurde das Programm durch Erlebnisberichte und historische Fakten rund um das Kino von seiner Eröffnung bis heute.

Der Frankfurter Historiker Eckard Reiß erzählte zum Auftakt vom frühesten Geschehen rund um Filmpalast Friedrichstraße in der damaligen Frankfurter Dammvorstadt. Am 17. Januar 1925 kündigten die Oderzeitung und der Volksfreund die Einweihung des Filmpalastes an. Zur feierlichen Eröffnung um sechs Uhr abends wurde der Stummfilm „Carlos und Elisabeth” gezeigt. Zur selben Zeit 98 Jahre später begann der Film ein paar hundert Meter weiter im SMOK.

Ralf Forster vom Filmmuseum Potsdam berichtete über die opulenten Werke jener Zeit. Die filmischen Adaptationen von Theaterstücken, wie hier von Schillers „Don Carlos“, waren damals außerordentlich beliebt. Das Publikum im Jahr 2013 nahm die Atmosphäre der Stummfilmära  und die Piano-Livemusik von Zdzisław Babiarski gefangen. Wie Eckard Reiß weiter berichtet, befand sich von 1930-37 im Kinogebäude das Tanzlokal „Elysium“. Passend dazu luden das Institut für angewandte Geschichte nach dem Eröffnungsfilm im Klub Prowincja zu einer 30er-Jahre-Party ein.

Welche Spuren das Kino „Piast“ im heutigen Słubice hinterlassen hat, konnten die Besucher am nächsten Tag entdecken: Das Kinogebäude selbst wurde 2009 abgerissen. Die Fassade trägt nur noch einige Buchstaben des ursprünglichen Schriftzuges, das namensgebende „NO PIAST“. Adrian Mermer, ein Słubicer Architekt, zeigte Elemente des Art Déco Stils und  Expressionismus in der Kinofassade. Nach dem Spaziergang erzählte Magda Abraham-Diefenbach die wechselhafte Geschichte des Kino „Piast“, das unter diesem Namen am 1. Oktober 1947 wiedereröffnet wurde und 2005 wegen der finanziellen Schwierigkeiten seine Pforten schloss. Doch die Geschichte des Kinos geht weiter. Bis heute dauert der Kampf um den Erhalt seiner denkmalgeschützen Fassade.

Am Samstag widmete sich das Festival der polnischen Kinogeschichte mit zwei Klassikern der 70er und 80er Jahre: „Tarnfarben“ von Krzysztof Zanussi und die Retro-Kriminalkomödie „Vabank“ von Juliusz Machulski. Als Begleitprogramm zeigte der Künstler Ryszard Górecki „Große Kunst in der Kleinstadt” mit gesammelten Plakaten aus dem Kino Piast im Collegium Polonicum. Seine Sammlung bebilderte die Erinnerungen der Einheimischen, Zeitzeugen erinnerten sich am Ende des Abends an ihre Kinoerlebnisse im „Piast“.

Am letzten Festivaltag wurden die beliebtesten Produktionen des Kinos in einer traditionellen “poranek filmowy” (Film-Matinee) gezeigt. Es war in Polen und der DDR nach 1945 üblich, Kinder zu diesen traditionellen Filmvormittagen einzuladen. Der Abschlussfilm “Winnetou und Halbblut Apanatschi” gehörte in den 70er Jahren zum beliebtesten Kinoaufführungen in Polen.

Der Erfolg des Festivals macht deutlich, dass sich die Einwohner von Frankfurt und Słubice auch  100 Jahre nach der Eröffnung mit dem verloren geglaubten Kino Piast verbunden fühlen. Hoffentlich erinnert sich die Doppelstadt auch in Zukunft an die vielfältige Geschichte des Kinos. Wir bedanken uns bei allen, die dabei waren!

Projektkoordination: Patrycja Tepper

Projektpartner: „Dobro Kultury” – Stiftung zum Schutz des europäischen Kulturerbes

In Zusammenarbeit mit: Kulturhaus SMOK und Collegium Polonicum in Słubice sowie Verbündungshaus fforst aus Frankfurt (Oder)

Gefördert durch Euroregion PRO EUROPA VIADRINA und Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit

NEWS! Das polnische Kultusministerium bestätigt Denkmalstatus der PIAST-Fassade

Kino „Piast” ist für das Institut für angewandte Geschichte seit Anfang der 2000 Jahre ein wichtiger Ort. 2003 und 2004 veranstaltete der Verein unter dem damaligen Namen trankultura dort noch deutsch-polnische Filmabende. Im April 2009 versuchten wir den Abriss des Kinos zu verhindern und organisierten eine Diskussion über die Zukunft des Kino „Piast“. Das Denkmalschutzamt konnte im Jahre 2009 nur noch die Fassade auf die Liste geschützter Objekte setzen. Der Kinosaal wurde im Dezember 2012 abgerissen.

Es folgte eine lange Auseinandersetzung mit den Besitzern. Sie bemühten sich, die Fassade von der Liste streichen zu lassen. Nun lehnte im Dezember 2013 das polnischen Kulturministerium den Antrag des Besitzers ab. Zudem müssen die beim Abriss des Kinosaals beschädigten Elemente der Fassade wiederhergestellt werden.

Wir freuen uns sehr, dass inzwischen auch viele Słubicer Akteure bei der Rettung der Fassade aktiv geworden sind: Architekt Adrian Mermer, Lokalhistoriker Roland Semik, die „Dobro Kultury” Stiftung zum Schutz des europäischen Kulturerbes und auch der Verein Slubiczanie.pl. Die Facebookseite Save Kino Piast, die auf eine studentische Initiative der Viadrina zurückgeht, ist bis heute eine gute Austauschplatform für alle Interessierten. https://www.facebook.com/KinoPiast

»» NO PIAST – Festivalbericht

Jan 082014
 

»» Umfrage für eine neue Brandenburger Landeskunde

Sep 052013
 

NOPIAST Motiv_kleinSłubice | 8.-10.11.2013

„NO PIAST“ erinnert an das »Kino Piast« in Słubice, das vor 1945 als »Filmpalast Friedrichstraße« die Kinoszene von Frankfurt (Oder) mitprägte. An drei Tagen werden ausgewählte Filme gezeigt, die bereits einmal in der wechselhaften Geschichte des Kinos liefen. Zu den einzelnen Filmen gibt es Einführungen, Diskussionen und ein Rahmenprogramm für deutsche und polnische Besucher.

Das Festival nimmt die lokale Kinogeschichte zum Anlass, um mit Blick auf das »Kino Piast« von der Teilung der Stadt Frankfurt, der Westverschiebung Polens nach dem 2. Weltkrieg, dem Zusammenleben von DDR-Bürgern und Polen in Zeiten der Volksrepublik und nicht zuletzt vom schrittweisen Verschwinden der Odergrenze nach 1989 zu erzählen, zum Nachdenken und zur Diskussion anzuregen.

Das Repertoir beinhaltet deutsche, polnische und internationale Filme, die einst im »Kino Piast« bzw. dem frühreren Filmpalast vorgeführt wurden. Im Rahmen der Filmtage führen Referenten in die einzelnen Epochen der Filmkunst und ihre Bedeutung für die deutsch-polnischen Beziehungen ein.

Während des Festivals können Sie u.a. einen Stummfilm mit Livemusik sehen und Originalplakate aus dem »Kino Piast« bewundern. Kurzfilme über das Kino, die von Einwohnern der Doppelstadt gedreht wurden, sowie eine Präsentation aktueller Forschungsergebnisse zur Geschichte dieses Kinos ergänzen das Programm.

Wir laden alle Frankfurter und Słubicer, Kinogänger und Geschichtsenthusiasten zum Filmgenuss sehenswerter, aber heute nicht unbedingt bekannter Filme ein. Das Kino ist tot, es lebe das Kino!

Programm:

Projektkorrdination: Patrycja Tepper

Ein Projekt des Instituts für angewandte Geschichte in Kooperation mit der Dobro Kultury – Stiftung zum Schutz des Europäischen Kulturerbes gefördert durch:
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»» NO PIAST – Festival des verlorenen Kinos

Sep 052013
 

Exkursion2013_quadratisch Eine Studienreise durch eine historische Landschaft

Studienreise | 18. – 20. Oktober 2013

Drei Tage, zwanzig Teilnehmer, viele Wege und viele Flüsse. Eine lebendige Stadt, paar verschlafene Städtchen, malerische Dörfer, und viel, viel Natur. Dazu noch natürlich die Leute, die wir während des Wochenendes getroffen haben und die uns die Neumark aus ihrer Perspektive gezeigt haben: ein Fährebetreiber, einige Historiker, ein Journalist, ein Museumpädagoge…

In der Neumark gibt es immer noch viel zu entdecken und zu machen. Ein Heilschlammfest in Trzcińsko-Zdrój / Bad Schönfliess wäre zu organisieren, einige würden gerne mehr Zeit in den schönsten Orten verbringen. Nicht nur deswegen wollen wir 2014 weitere Neumark-Projekte organisieren.

Projektkoordination: Malgorzata Murao

Stitched Panorama

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»» Die Neumark gestern und heute

Jun 062013
 

17,Juni ecomicDie Geschichte von Armin und Eva

Eine fast vergessene Geschichte aus der Mitte des geteilten Nachkriegsdeutschlands.

Nach den Streiks am 17. Juni 1953 in der DDR ist der Stahlarbeiter Armin spurlos verschwunden. Seine Verlobte Eva macht sich auf die Suche – erfährt aber erst nach dem Mauerfall 1989 von seinem Schicksal, das ihn bis in ein sowjetisches Straflager führte.

Das Projekt wurde gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. Eine Buchversion ist beim Metrolitverlag erschienen.
Beitrag in der Tagesschau vom 14.6.2013

»» Der 17. Juni 1953. Die Geschichte des Volksaufstands als eComic

Jun 062013
 

17.Juni-Cover17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva

Eine fast vergessene Geschichte aus der Mitte des geteilten Nachkriegsdeutschlands.

Nach den Streiks am 17. Juni 1953 in der DDR ist der Stahlarbeiter Armin spurlos verschwunden. Seine Verlobte Eva macht sich auf die Suche – erfährt aber erst nach dem Mauerfall 1989 von seinem Schicksal, das ihn bis in ein sowjetisches Straflager führte.

Der Comic ist beim Metrolitverlag erschienen. Der digitale Vorläufer wurde von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert und wird zurzeit in acht Folgen online als e-Comic veröffentlicht.

Bericht im RBB-Fernsehen am 2.6.2012

Graphic Novel, 14,5 × 20cm, Gebunden, 112 Seiten, ISBN 978-3-8493-0080-7
15,99 €

hier kaufen!

Kitty Kahane wurde 1960 in Berlin geboren. Sie arbeitet freiberuflich als Buchillustratorin, Designerin und Malerin für namhafte Verlage und Firmen wie Rosenthal oder Volkswagen.
Die Historiker Alexander Lahl, Max Mönch und Tim Köhler haben die Geschichte konzeptioniert und betextet. Unter dem Label »Die Kulturingenieure« realisieren sie gemeinsam Medienprojekte für diverse Institutionen.

Projektkoordination
Tim Köhler

»» 17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva

Jun 032013
 
Auch für Nichtpendler attraktiv: Die PendlerPause.

Auch für Nichtpendler attraktiv: Die PendlerPause.

PendlerPause. Gönn‘ Dir den Zwischenhalt!

Hangelsberg | 20. Juni 17 :00 Uhr

Kennen Sie Hangelsberg?
Natürlich kennen Sie Hangelsberg, also zumindest den Bahnhof. Doch haben Sie einmal überlegt, an den Orten entlang der RE1-Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) auszusteigen? Legen Sie für ein oder zwei Stunden eine PendlerPause ein und erkunden Sie den „cosmopolitan corridor“ zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin mit uns.

Am 20. Juni laden wir zur ersten PendlerPause mit einem Ausflug zum Friedwald in Hangelsberg, Anschließend lässt sich beim Hangelwirt bei Bulette und Bier auf den Zug nach Berlin oder zurück nach Frankfurt warten.

Für 2013 plant das Institut für angewandte Geschichte die PendlerPause auf weitere Orte auszuweiten.

ANREISEINFO
Abfahrt: 16:35 Uhr ab Frankfurt (Oder)
Ankunft: 16:57 Uhr an Hangelsberg, Spaziergang zum Friedwald (ca. 2 km)
im Anschluss Einkehr im Hangelwirt direkt am Bahnhof.

Projektkoordination
Jakob Hübner

»» PendlerPause. Gönn‘ Dir den Zwischenhalt!

Apr 202013
 
Das wiederaufgebaute Frankfurt an der Oder

Die wahrscheinlich berühmteste Oderbrücke und das wiederaufgebaute Frankfurt (Oder)

Geschichte anwenden?

Zum Umgang mit Vergangenheit und Geschichte in Frankfurt (Oder) und Słubice

In welchem Kontext Angewandte Geschichte Frankfurter Provenienz entstanden ist, erklären Magda Abraham-Diefenbach und Juliane Tomann in diesem Anfang 2013 erschienenen Artikel. Erfahren Sie mehr über die geschichtliche Entwicklung von Frankfurt und Słubice seit 1945 und lesen Sie, wie mit Geschichte und Vergangenheit in der zusammenwachsenden Doppelstadt umgegangen wird.

In: Burkhard Olschowsky (Hg.): Geteilte Regionen – geteilte Geschichtskulturen? Muster der Identitäts- bildung im europäischen Vergleich, München 2013

»» Zum Umgang mit Geschichte in Frankfurt (Oder) und Słubice

Apr 172013
 
Teilnehmer des Treffens an der 2009 in Frankfurt (Oder) und Slubice

Teilnehmer des Treffens an der 2009 in Frankfurt (Oder) und Słubice

Geschichtswerkstatt Europa

Förderprogramm

Die Geschichttswerkstatt Europa war ein Förderprogramm der Stiftung EVZ, das zwischen 2008 und 2013 vom Institut für angewandte Geschichte organisiert und weiterentwickelt wurde. In drei thematisch ausgerichteten Jahrgängen („Pfade der Erinnerung“, „Schichten der Erinnerung“ und „Krieg, Nachkrieg, Kalter Krieg“) wurden rund 80 internationale Projekte ausgewählt und begleitet, die sich mit Aspekten der Erinnerungskultur an Krieg und Gewalt im  20. Jahrhundert befassten.

Zum Auftakt jedes Programmjahres kamen die überwiegend aus Mittel- und Osteuropa stammenden Projektteams in Frankfurt (Oder)/ Słubice zum „Treffen an der Oder“ zusammen. Hier konnten die jeweils 100 bis 150 Teilnehmer thematische und methodische Workshops besuchen und sich persönlich bei ihren Projektvorhaben beraten lassen.

Die Ergebnisse der Projektarbeit mündeten in zahlreiche Publikationen, Filme, Ausstellungen, Audiofeatures, Webseiten etc.  Diese belegen den vielschichtigen und wertvollen Beitrag der Geschichtswerkstatt Europa zur Diskussion um europäische Erinnerungskulturen. Das Programm wurde zum 30. Juni 2013 eingestellt.

 

 

 

»» Geschichtswerkstatt Europa

Apr 122013
 
Ausschnitt aus dem Comic

Ausschnitt aus dem Comic „17. Juni. Die Geschichte von Armin und Eva“

Die Geschichte von Armin und Eva

Online-Publikation ab Mai 2013

Der erste Volksaufstand in den sozialistischen Staaten der Nachkriegsära jährt sich 2013 zum 60. Mal. In Mittelosteuropa wird der „17. Juni“ oft vergessen, dabei kann er in eine Reihe mit „Budapest ’56“, „Prag ’68“ und „Danzig ’80“ gestellt werden.

In der fesselnden Graphic Novel „Die Geschichte von Armin und Eva“ werden die Ereignisse des Juni 1953 und sein langes Nachwirken erzählt.

Klappentext
Nach den Streiks am 17. Juni 1953 in der DDR ist der Stahlarbeiter Armin spurlos verschwunden. Seine Verlobte Eva macht sich auf die Suche – erfährt aber erst nach dem Mauerfall 1989 von Armins Schicksal, das ihn bis die Sowjetunion führte. Auf dem Hintergrund des legendären Hennigsdorfer Marschs nach Berlin zeichnet Kitty Kahane in bisher wenig bekannten Details die historische Kulisse für eine unerfüllte Liebe nach. Eine fast vergessene Geschichte aus der Mitte des geteilten Nachkriegsdeutschlands.

Der Comic erscheint im Mai als Onlineversion. Eine „Prinzversion“ erscheint ebenfalls im Mai im Metrolit-Verlag.

Pressestimmen
Geschichte in Bildern, Märkische Allgemeine vom 17.4.2013
Der Aufstand vom 17. Juni 1953 als Comic, Märkische Oderzeitung vom 16.4.2013

Projektkoordination
Alexander Lahl
Tim Köhler

Das Projekt wird gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

»» Ankündigung: Der 17. Juni als Comicerzählung

Apr 122013
 

GoehreFrankfurter Grenzgespräch und Kulturgeschichtliches Kolloquium

23. April 2013, 18 Uhr | Gräfin-Dönhoff-Gebäude 07, Viadrina

Der Theologe Paul Göhre war zu Kaisers Zeiten ein bekannter Mann, vor allem durch seinen Bericht aus einer Fabrik, wo er drei Monate „undercover“ arbeitete und damit in Deutschland das Literaturformat der verdeckten Sozialreportage begründete, deren bekanntester Vertreter heute Günter Wallraff ist.

Großes Aufsehen erregte auch sein Eintritt in die SPD im Jahr 1900; ein Pfarrer, der Sozialdemokrat wurde – das war für viele damals ein Skandal. Vor diesem Übertritt war Göhre von 1894-1897 Pfarrer an der St.-Gertraud-Kirche in Frankfurt (Oder). Über diese Zeit war bisher wenig bekannt.

Im Vortrag werden wir die Rechercheergebnisse unseres Seminars an der Viadrina dazu vorstellen, die einen Arbeiterpastor zeigen, dessen Wirken spaltete und ihn in Konflikt mit Kirchenleitung und Behörden brachte. Aber auch von Seiten der Sozialdemokratie wurde der christliche und national eingestellte Pfarrer kritisiert. Unser Vortrag über Wirken und Scheitern von Paul Göhre in Frankfurt wird seine Entwicklung zum sozialdemokratischen Politiker verständlicher machen.

Ein Vortrag von
Christian Hörnlein

In Kooperation mit
Oekumenisches Europa-Centrum Frankfurt (Oder), Europa-Universität Viadrina

»» Ein Arbeiterpastor eckt an. Paul Göhre in seiner Frankfurter Zeit

Apr 122013
 

Odra-Oder-OderOdra–Oder–Odra: Der Fluss als Erinnerungsort an den Zweiten Weltkrieg

Filmische und textliche Verarbeitung von Zeitzeugeninterviews
Praxisseminar an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder

Die Oder entspringt im mährischen Odergebirge, durchfließt zunächst Mähren, das tschechische Teschener Schlesien, dann Polen und bildet schließlich die Grenze zwischen Polen und Deutschland. Die Regionen und Städte rechts und links dieses mitteleuropäischen Flusses waren nicht nur Schauplatz der Gewalt des Zweiten Weltkrieges, sondern ebenso der Aussiedlung von Tschechen 1938, der Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach 1945 und der Neuansiedlung von Polen und Tschechen ab Mitte der vierziger Jahre. Als Ergebnis des Krieges wurde die Oder zu einem Grenzfluss. Deutsche, Polen und Tschechen sind mit dem Fluss gleichermaßen verbunden und können Geschichte von den Kriegs- und Nachkriegserfahrungen des 20. Jahrhunderts erzählen.

In dem Praxisseminar werden wir mit Hilfe von Zeitzeugen die totalitäre Geschichte des 20. Jahrhunderts entlang dieses Flusses exemplarisch darstellen. Der Fluss wird dabei als Erinnerungsort sicht- und erfahrbar. Ziel des Seminars ist es, aus Zeitzeugengesprächen dokumentarische Filme, eine Ausstellung sowie eine Projektdokumentation zu erstellen.

Das Seminar ist als Blockveranstaltung geplant. Von den insgesamt vier Sitzungen werden drei im Sommersemester und ein Abschlusstreffen im Wintersemester stattfinden. Einige der an der Oder gelegenen Erinnerungsorte des Zweiten Weltkriegs, die sich in das europäische Gedächtnis eingeprägt haben, werden wir besuchen (Ostrau / Ostrava, Kreisau / Krzyżowa, Küstrin / Kostrzyn, Seelow, Stettin / Szczecin). Seminarort ist das Schloss Trebnitz, im September findet eine Exkursion nach Tschechien und Polen statt.

Literatur: Karl Schlögel, Beata Halicka (Hrsg.): Oder-Odra. Blicke auf einen europäischen Strom. Peter Lang Verlag, Frankfurt (Main) 2007. Weitere Literatur wird nach Anmeldung für das Seminar bekannt gegeben.
Teilnahmevoraussetzungen: Bereitschaft zum Engagement, Grundkenntnisse in der Geschichte des 20. Jahrhunderts, Polnisch- und Tschechischkenntnisse sehr willkommen!

Hinweise zur Veranstaltung: Anmeldung bei Dorothee Ahlers (dorothee.ahlers@googlemail.com) erforderlich. Bitte geben Sie relevante Sprachkenntnisse, eine eventuelle persönliche Verbindung zum Oderraum, sowie ihr Interesse am Seminarthema an.
Hinweise zum Blockseminar: In der ersten Semesterwoche wird ein Informationstreffen stattfinden; der Termin und Ort wird nach Anmeldung bekannt gegeben. Termine im Schloß Trebnitz: 05. bis 08. Mai, 14. bis 17. Juni, November/Dezember 2013. Exkursion nach Ostrau / Ostrava und Kreisau / Krzyżowa: 11. bis 18. September 2013 (Unkostenbeitrag von 50 Euro p.P.)

Leistungsnachweis: Aktive Mitarbeit, Durchführung eines Zeitzeugeninterviews, Verarbeitung desselben in Form eines Filmporträts, eines Textbeitrages oder in einer Ausstellung.

Einordnung in die Struktur: BA, Praxisrelevante Fertigkeiten, 5 ECTS

Seminarleitung
Dorothee Ahlers, Tobias Lenel

Projektkoordination
Schloß Trebnitz – Bildungs- und Begegnungszentrum.

Projektpartner
Stiftung Kreisau, Volksbund Kriegsgräber Brandenburg, Gedenkstätte Seelower Höhen, Festungsmuseum Kostrzyn, Antikomplex, Post Bellum

Finanziert wird das Projekt durch das EU-Programm „Aktive europäische Erinnerung“.

»» Odra–Oder–Odra. Der Fluss als Erinnerungsort

Apr 112013
 
Das Pompeji an der Oder: ehemalige Festung Küstrin heute

Das Pompeji an der Oder: ehemalige Festung Küstrin heute

Spurensuche auf der ehemaligen Festung Küstrin
Geschichte sehen, lesen und erzählen

Deutsch-polnische Lernorte

Auf der ehemaligen Festung Küstrin steht die gemeinsame Suche nach Spuren der Vergangenheit im Mittelpunkt. Durch Befragungen von Spaziergängern und Touristen wird auch ein Bezug zur Gegenwart des Orts hergestellt. Das Geländespiel lädt ein, mehr über die Altstadt in Erfahrung zu bringen und selbst neue Fragen zu stellen. Hier wird Geschichte für deutsche und polnische Gruppen konkret erfahrbar – zu jeder Jahreszeit.

Die Stadt Kostrzyn nad Odrą, das ehemalige Küstrin, ist ein ganz besonderer Ort im deutsch-polnischen Grenzland. Hier wurden ganze Kapitel der Geschichte Brandenburgs mit verfasst, aber auch einzelne Anekdoten nahmen von hier ihren Ausgang. Entdecken Sie in diesem märkischen Pompeji Sehenswürdiges, was der erste Blick auf die Karte nicht vermuten lässt. Erleben Sie die Vielschichtigkeit der preußischen Vergangenheit, der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der polnischen Gegenwart an einem Ort.

Das Projekt ermöglicht die Geschichte der Festungsanlagen genauso in den Blick zu nehmen wie die Altstadt, die sich hier einst befand. Ihr Ende in den Kämpfen zwischen Roter Armee und Wehrmacht im April 1945 wird hier genauso nachvollziehbar wie die Bedeutung der am Zusammenfluss von Oder und Warthe gelegenen und nach 1945 aufgegebenen Altstadt für die heutige Stadt Kostrzyn nad Odrą als Museum und Park.

Arbeitsmaterialien zum Download

Technische Erläuterung für Gruppenleiter
Methode und Vorgehen – Kuestrin

Aufgaben in Umschlägen für zwei Gruppen
Umschlag 1 beide Gruppen: Umschlag 1 – Kuestrin
Umschlag 2 Gruppe A: Umschlag 2 Gruppe A – Kuestrin | Umschlag 2 Gruppe B: Umschlag 2 Gruppe B – Kuestrin
Umschlag 3 beide Gruppen: Umschlag 3 – Kuestrin

Lösungsblatt
Loesungen Kuestrin

Autoreninformation

Diana Bandikow absolviert einen Master in European Studies an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit dem Schwerpunkt osteuropäische Geschichte. Ihr Interesse an außerschulischer Bildung erwuchs durch ein Praktikum in einer internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte in Polen als Projektkoordination. Durch ihr vorhergehendes Studium der Dipl. Sozialarbeit/-pädagogik hatte sie bereits zuvor eigene Erfahrungen in der praktischen Arbeit mit Jugendgruppen gesammelt, die sie nun im Rahmen von universitären Projekten vertieft.

Diane A. Daniel studiert an der Europa-Universität Viadrina Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas. Während ihres Masterstudiums beschäftigt sie sich mit dem Einfluss von historischen Narrationen auf die Gegenwart der deutschen und polnischen Gesellschaft. Deswegen findet sie es besonders wichtig, dass Projekte wie „Lernorte“ einen Beitrag leisten, dass beide Seiten sich nicht nur mit Ihrer Geschichte auseinandersetzen, sondern auch die Geschichte der anderen Seite kennenlernen.

»» Deutsch-Polnische Lernorte: Küstrin

Apr 112013
 
Am Ort des ehemaligen "Arbeitserziehungslagers" erinnert heute ein Denkmal an die Opfer

Am Ort des ehemaligen „Arbeitserziehungslagers“ erinnert heute ein Denkmal an die Opfer

Das “Arbeitserziehungslager” Schwetig.
Gedenkstätte oder vergessener Ort?

Deutsch-Polnische Lernorte

Der Projekttag findet in Świecko – dem früheren Schwetig – statt. Das Dorf liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur heutigen deutsch-polnischen Grenze und zur Autobahnstrecke Berlin – Poznań. Die TeilnehmerInnen beschäftigen sich mit dem am Rand von Świecko gelegenenen sog. Arbeitserziehungslager (AEL) Schwetig, welches sich dort von Oktober 1940 bis ins Frühjahr 1945 befand. Dort wurden Zwangsarbeiter aus ganz Europa vorübergehend interniert, die unter anderem am Bau der Autobahn von Berlin nach Poznań beteiligt waren. Dutzende von ihnen starben an Erschöpfung, Krankheit und infolge von Misshandlungen.

Heute befinden sich in Świecko auf dem ehemaligen Lagergelände ein Denkmal und zwei Gedenktafeln, welche darauf verweisen, dass an diesem Ort ein „Strafarbeitslager“ (polnische Version: karny obóz pracy) bzw. „Strafkonzentrationslager“ (deutsche Version) existiert hatte. Ein Unterschied in der Begriffswahl der darauf hinweist, dass das Lager in der deutschen und polnischen Erinnerungskultur unterschiedlich gewertet wird und dass die AELs im Rahmen der Forschungen zum Nationalsozialismus bisher nicht vollständig erforscht wurden. Dies schlägt sich auch in der weitgehenden Abwesenheit des Ortes in der deutschen wissenschaftlichen Literatur nieder. Auf polnischer Seite sind die Forschungsergebnisse älteren Datums.

Primäres Ziel des Workshops ist es nicht, die gesamte Ereignisgeschichte des Lagers zu vermitteln. Stattdessen ist er mit Blick auf diejenigen Interessierten konzipiert, die zunächst ohne (großes) Vorwissen den Ort erkunden wollen. Dazu bietet der Workshop mit Arbeitsblättern, Materialien und Fragen Anregungen, um eigene Beobachtungen vor Ort zu machen. Ziel ist eine Konfrontation des unmittelbar aus den Materialien gewonnenen Wissen über die Vergangenheit und dem Eindruck der gegenwärtigen Situation des Ortes. So wird augenscheinlich, wie das Wissen um das Lager verloren ging, als Täter und Anwohner im Zuge der Westverschiebung Polens nicht mehr am Ort waren. Diese heutige Situation in Świecko fordert die TeilnehmerInnen heraus, sich kritisch mit regionalen und lokalen Formen von Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg auseinanderzusetzen.

Arbeitsmaterialien zum Download

Technische Erläuterung für Gruppenleiter
Einführungstext Arbeitserziehungslager Schwetig

Arbeitsblätter
Gruppe 1: Aufgabenblatt Arbeitserziehungslager Schwetig – Gruppe 1
Gruppe 2: Aufgabenblatt Arbeitserziehungslager Schwetig – Gruppe 2
Gruppe 3: Aufgabenblatt Arbeitserziehungslager Schwetig – Gruppe 3

Zusatzmaterialen
Gruppe 1: Material Arbeitserziehungslager Schwetig – Gruppe 1
Gruppe 2: Material Arbeitserziehungslager Schwetig – Gruppe 2

Autoreninformationen

Anne Rothärmel

Nach ihrem Abitur in Baden-Württemberg absolvierte Anne Rothärmel ein Freiwilliges Kulturelles Jahr im Anne Frank Zentrum Berlin e.V., in welchem sie bis heute als freie Mitarbeiterin tätig ist. Seit dem Sommersemester 2008 studiert sie an der Europa-Universität Viadrina Kulturwissenschaften (Kulturgeschichte und Sozialwissenschaften). Dort begann sie Polnisch zu lernen und verbrachte im Sommersemester 2010 einen Auslandssemeser in Łódź, Polen.

Maria Albers

Ihren B. A. in Europäischer Kulturgeschichte (Kunstgeschichte und Englische Literaturwissenschaft) studierte Maria Albers an der Universität Augsburg und der Universität von Valencia. Im Wintersemester 2010/11 hat sie das Studium des Masters „Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas“ an der Europa-Universität Viadrina aufgenommen und arbeitet dort als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas.

»» Deutsch-Polnische Lernorte: Schwetig / Świecko

Apr 112013
 
Am Synagogengedenkstein im Frankfurter Zentrum

Am Synagogengedenkstein im Frankfurter Zentrum

Geschichte und Gedenken

Auf der Suche nach Orten des jüdischen Frankfurts

Deutsch-polnische Lernorte

Seit Beginn der Stadtgründung spielen jüdische Bewohner eine wichtige Rolle in der Geschichte der Stadt Frankfurt (Oder). Die jüdische Gemeinde war bis in die 1930er Jahre ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Doch die Nationalsozialisten zerstören auch in Frankfurt das jüdische Leben. Durch die Kriegsereignisse sowie Abrisse in der Nachkriegszeit wurden auch die verbliebenen materiellen Spuren in der Stadtlandschaft vernichtet. Erst in den 1990er Jahren gründeten Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion eine neue jüdische Gemeinde.

So bleiben heute vom jüdischen Leben der Vorkriegszeit viele Leerstellen und nur einige wenige Denkmäler. Das Gedenken an die jüdische Vergangenheit kristalisiert sich an Gedenksteinen sowie einer wachsenden Anzahl an Stolpersteinen, die einzelnen Opfern des nationalsozialistischen Terrors gewidmet sind. Materielle Überreste sucht man größtenteils vergeblich. Lediglich ein kleiner Teil des jüdischen Friedhofs im benachbarten polnischen Słubice blieb erhalten.

Das besondere Potenzial der Beschäftigung mit dem jüdischen Frankfurt vor 1945 besteht darin, dass seine Geschichte vorrangig eine unsichtbare Geschichte ist. Teilnehmer des Workshops können an diesem Beispiel lernen, wie man Geschichte im Stadtraum nachspüren kann, wenn originale Orte vernichtet worden sind. Wie kann man nahezu unsichtbare Spuren finden und deuten? Wie hat sich ein Ort über die Zeit verändert und woran lässt sich dieses heute nachvollziehen? Wie wird der Geschichte gedacht, wie erinnern sich die Menschen daran?

Arbeitsmaterialien zum Download

Technische Erläuterung für Gruppenleiter
Methode und Vorgehen – Juedisches Frankfurt

Arbeitsblätter
Gruppe 1: Aufgabenblatt Juedisches Frankfurt – Gruppe 1
Gruppe 2: Aufgabenblatt Juedisches Frankfurt – Gruppe 2
Gruppe 3: Aufgabenblatt Juedisches Frankfurt – Gruppe 3

Zusatzmaterialen
Einfuehrungstext Juedisches Frankfurt
Material Historische Karte – Juedisches Frankfurt
Material Aktuelle Karte – Juedisches Frankfurt

Autoreninformationen

Dorothee Ahlers
studiert im Masterstudiengang Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas in Frankfurt (Oder). Dabei beschäftigt sie vor allem die Frage nach der Vermittlung von Geschichte. Im Sommersemester 2010 hat sie mit einer Gruppe von Studierenden der Viadrina einen Audioguide zum jüdischen Frankfurt produziert.

Markus Nesselrodt
schließt zur Zeit den Masterstudiengang Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas in Frankfurt (Oder) ab. Er interessiert sich für die historisch-politische Bildungsarbeit mit deutsch-polnischen Gruppen, daneben für jüdische Geschichte und beschäftigt sich mit Fragen der Aktualität der Vergangenheit.

»» Deutsch-Polnische Lernorte: Frankfurt (Oder)

Apr 102013
 

Cover Geschichte fuer alle 2.0Geschichte für alle!

Alle Angebote für ein Rendezvous mit der Geschichte in Frankfurt (Oder) und Slubice

Die zweite und überarbeitete Auflage von Broschüre und Stadtplan ist da und liegt ab Mai kostenfrei bei allen beteiligten Institutionen in der Doppelstadt aus.

„Wer seine Stadt liebt, weiß um ihre Vergangenheit. Doch in Frankfurt (Oder) und Słubice ist ein Rendezvous mit der Geschichte kein einfaches Unterfangen. Zahlreiche historische Orte sind verschwunden, vernichtet oder schlicht in Vergessenheit geraten. Die Stadt erklärt sich nicht von selbst.
Wir sind auf das Wissen in Ausstellungen und Chroniken, auf Anregungen bei Zeitzeugengesprächen, Stadtralleys und Vorträgen sowie auf Hinweise von Audioguides und Internetportalen angewiesen. Diese Broschüre führt eine Auswahl dieser Angebote zusammen.“

Aus der Einleitung der Broschüre „Geschichte für alle!“

Projektkoordination
Stephan Felsberg

Broschüre

Stadtplan

»» Geschichte für alle! Begegnungen mit Geschichte in der Doppelstadt

Apr 102013
 
Titel der Publikation im Wochenschau-Verlag

Titel der Publikation im Wochenschau-Verlag

Der Erinnerung auf der Spur

Ein didaktischer und methodischer Exkursionsfaden am Beispiel der Erinnerungskultur des Ortes Workuta

Wie wird der GULag in Russland erinnert? Wie lebt es sich in einer Stadt, deren Vergangenheit so eng mit den Gräueln der Lager verknüpft ist? Spricht man dort heute noch von diesen Geschehnissen? Oder sind sie längst von anderen Erinnerungsschichten überlagert und verdeckt? Welche Bedeutung hat diese Geschichte für uns heute in Deutschland? Diesen Fragen ging fünf Monate lang eine deutsch-russische Studentengruppe in Workuta, Ort eines der bekanntesten russischen GULags, nach.

In dem vorliegenden Buch erläutern die Leiter des Workuta-Projekts ihre Erfahrungen und methodischen Vorgehensweisen (Topografieanalyse, Museumsanalyse, Zeitzeugeninterview, Interkulturelle Reflexion) und verallgemeinern ihre Ergebnisse auf die historische Projektarbeit insgesamt. In Kombination mit den zahlreichen enthalten Arbeitsmaterialen wird das Buch so zu einem nützlichen Leitfaden für die historisch-politische Bildungsarbeit.

Projekt und Publikation wurden im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa gefördert und begleitet.

Informationen
Preis: 16,80 €
Broschiert: 174 Seiten
Verlag: Wochenschau-Verlag; Auflage: 1 (Januar 2013)
ISBN-13: 978-3899748093

Die Autoren
Rosanna Dom, M. A., Freie Universität Berlin und St. Petersburger Staatliche Universität, Osteuropastudien, Neuere Geschichte, Kunstgeschichte. Thomas Milde, Technische Universität Dresden und Orenburger Staatliche Universität, Lehrer an der Integrierten Gesamtschule in Wolfsburg für Geschichte und Politik. Markus Wollny, Technische Universität Dresden, Lehrer an der Kooperativen Gesamtschule Tarmstedt für Geschichte und Politik.

»» Der Erinnerung auf der Spur. Ein methodischer Exkursionsleitfaden

Mrz 312013
 
Ist das Angewandte Geschichte? Ein Haus in der Berliner Brunnenstraße

Ist das Angewandte Geschichte? Ein Haus in der Berliner Brunnenstraße

Seminar Angewandte Geschichte: Von der Idee zum Geschichtsprojekt

Europa-Universität Viadrina
Wintersemester 2012/2013

Das Seminar richtet sich an Studierende, die eigene Geschichtsprojekte in der Oderregion entwickeln und umsetzen wollen. Es werden Kompetenzen zur Konzeption, Antragstellung, Organisation, Durchführung, Dokumentation und Kontrolle eines Projekts vermittelt, welche gleichzeitig an eigenen Projektideen angewandt werden sollen. Neben theoretischen Einführungen ins Projektmanagement und Fundraising gibt es vielfältige Einblicke in die Praxis von bereits stattgefundenen bzw. laufenden Projekten. Zudem erhalten die Studierenden die Möglichkeit, an eigenen Projektideen zu arbeiten bzw. diese in einem Fortsetzungsseminar im Sommersemester 2013 am Institut für angewandte Geschichte umzusetzen.

Informationen und Teilnahmemöglichkeiten
Das Seminar ist offen für Interessierte. Bitte erscheinen Sie zur Anmeldung zum ersten Termin am 23.10.2012, 9:15 Uhr im Audimax-Gebäude der Viadrina Raum AM 203. Ein Praxisseminar im Studiengang BA Kulturwissenschaften, Praxisrelevante Fertigkeiten.
Dienstag, 9.00 – 11.00 Uhr, 14-tägig mit zwei Tagesexkursionen, Ort: AM 203

Seminarleitung:
Stephan Felsberg
Caroline Mekelburg

»» Seminar Angewandte Geschichte

Mrz 302013
 

Cover Eastern AllstarsEASTERN ALLSTARS – Zwölf Biographien großer Ballsportler zwischen Ostsee und Schwarzem Meer

Geschichtsüberblick und Spielerkartensatz zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine

mit Zeichnungen des Berliner Comickünstlers Thomas Gronle, einem Übersichtsartikel über 100 Jahre Fußball in Polen und der Ukraine von Martin Brand und einem Vorwort von Karl Schlögel.

Sie haben nie ein Spiel zusammen bestritten, kein gemeinsames Trainingslager absolviert und sind doch für die Europameisterschaft qualifiziert. Obwohl sie verschiedene Sprachen sprechen und keine einheitlichen Trikots tragen, laufen sie als die Traumbesetzung der Euro 2012 in Polen und der Ukraine auf: Die EASTERN ALLSTARS. Eine nie dagewesene Mannschaft großer Fußballer aus 100 Jahren Rasensport zwischen Ostsee und Schwarzem Meer.

Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier:

Projekthomepage und Einblick in die Spielerkarten: www.eastern-allstars.eu

Infos zu den Ausstellungen in Berlin, Charkiw und Frankfurt (Oder)

Jetzt bestellen beim Vergangenheitsverlag!

Projektinformationen

Anlass | „Gemeinsam Geschichte schreiben“ – unter diesem Motto richten Polen und die Ukraine in diesem Jahr die Fußball-EM aus. Gemeinsame Fußballgeschichten schreiben beide Länder seit langem. Die Region zwischen Oder und Don kann auf über einhundert Jahre Ballsport im Schatten und Glanz historischer Ereignisse zurückblicken.

Inhalt | Anhand der Erfolge und Tragödien einzelner Spieler werden die historischen Anfänge, großen Siege und dramatischen Momente des Ballsports auf und neben dem Platz wieder erlebbar. Die Biographien zeigen ein Jahrhundert Fußball: Von der zwischen Polen und Ukrainern umstrittenen Geburtsstunde des Kicks bis zu den goldenen Generationen der 1970er und 1980er Jahre, von den Auswirkungen großer Umbrüche in der Politik bis zu den wirtschaftlichen Transformationen der Gegenwart.

Format | Die Portraits erscheinen als limitierter zwölfteiliger Spielerkartensatz. Hochwertige Materialien und Druckverfahren sowie ein unikates Design im Comicstil garantieren für eine ansprechende und extravagante Produktästhetik und späteren Sammlerwert. Auf der Rückseite jeder Spielerkarte findet sich ein knapper Text zur Spielerbiografie. Dem Satz liegt eine 30-seitige Bildbroschüre bei. Die Spielerportraits sind hier im historischen Kontext beschrieben. Broschüre und Spielerkarten werden in einem Pappschuber angeboten.

Förderung & Verlag | The Project EASTERN ALLSTARS was funded by the Stifterverband für die deutsche Wissenschaft and the DFB – German Football Association and has been published at the Vergangenheitsverlag.

Illustrationen: Thomas Gronle
Autoren: Martin Brand | Robert Kalimullin

Projektkoordination und Herausgeber
Stephan Felsberg
Tim Köhler

»» Publikation EASTERN ALLSTARS: Zwölf Fußballlegenden im Osten

Mrz 012013
 

mp_klein

Kontakt
m.plitt@[at]instytut.net

Projektkoordination
Sketching the Past – Vermittlung von Gewaltgeschichte im Comic

Mike Plitt hat in Bremen und Poznań (Polen) Integrierte Europastudien mit dem Schwerpunkt Osteuropa/Polen studiert und den Masterstudiengang Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) absolviert. Thematisch beschäftigt er sich mit der französisch-polnischen und deutsch-polnischen Kulturgeschichte, den europäischen Lieux de Mémoire sowie mit dem Einsatz von Graphic Novels in der Bildungsarbeit.

»» Mike Plitt

Feb 282013
 

jaKontakt j.ackermann[at]instytut.net

Projektmitarbeit

Deutsch-polnische Lernorte

Jakob Ackermann beschäftigt sich als Geschichtsdidaktiker und Museumspädagoge des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim mit der Förderung von Kompetenzen historischen Denkens und Handelns, mit Denkmalpädagogik, Museen als partizipative Lernorte und der Struktur und Genese von geschichtskulturellen Phänomenen. Seit 2008 engagiert er sich am Institut für angewandte Geschichte e.V., zuerst im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa, nun hauptsächlich im Arbeitskreis angewandte Geschichte. Im Jahr 2013 war er im Vorstandsteam tätig.

»» Jakob Ackermann

Feb 282013
 

jhKontakt j.huebner[at]instytut.net

Jakob Hübner studiert den Masterstudiengang „Europäische Kulturgeschichte“ an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Zu seinen wissenschaftlichen Interessenfeldern gehören Fragestellungen der deutsch-jüdischen, sowie der deutsch-polnischen Geschichte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dem Institut für angewandte Geschichte gehört er seit Herbst 2012 an, im Vorstand des Vereins war er von 2013 bis 2014 tätig.

»» Jakob Hübner

Feb 282013
 

rvKontakt
r.vogel[at]instytut.net

Projektmitarbeit
Die Grenzreporter

Ragna Vogel hat in Bremen und Izhevsk (Russland) Europastudien mit dem Schwerpunkt Osteuropa/Russland studiert und befindet sich nun im Masterstudiengang Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Sie beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts Russlands, Polens und Deutschlands und der gegenwärtigen Erinnerung an diese.

Seit ihrer Mitarbeit im Projekt „Die Grenzreporter – Geschichte selbstgemacht!“  2012 ist sie im Verein aktiv.

»» Ragna Vogel

Sep 092012
 
Darf auf einer Exkursion durch die Geschichte der Neumark nicht fehlen: Der sogenannte Ostwall

Darf auf einer Exkursion durch die Geschichte der Neumark nicht fehlen: Der sogenannte Ostwall

Eine Studienreise durch die Neumark, das Sternberger Land und die historische Grenzmark

Exkursion | 19. – 21. Oktober 2012

Frankfurts transnationales Umland ist unsere Reiseregion: Terra Transoderana – Land über der Oder, früher das deutsche Ostbrandenburg, seit 1945 die polnische Wojewodschaft Lubuskie.

Es gibt vieles zu entdecken, eine wilde Natur, nicht nur eine polnische oder deutsche Geschichte, sondern eine reiche Kulturlandschaft mit lesbaren Spuren der Frühslawen über die Ordensritterkolonisation bis in die Gegenwart des Odergrenzlandes. Als einstmals beliebte „Berliner Sommerfrische“ gerieten die Neumark, das Sternberger und das Meseritzer Land seit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs vor über 70 Jahren in Vergessenheit.

Methodisch folgt die Studienreise dem Konzept der angewandten Geschichte nach Karl Schlögel – der Raum wird gelesen. Das heißt, die Kulturlandschaft wird vor Ort unter die Augen genommen und bei gleichzeitiger Nutzung von Quellen, wie  Kartenmaterial, Zeitzeugenberichten und verschiedenen Dokumenten, untersucht. Die Stationen der Reise sind:

  • Das Haus Brandenburg in Fürstenwalde, das die Erinnerung der Einwohner bis 1945 bewahrt
  • Die einstige Hauptstadt des Sternberger Landes Osno Lubuskie / Drossen mit seiner mittelalterlichen Stadtmauer und ihrer Heimatstube im spätgotischen Rathausprachtbau
  • Der Oder-Warthe-Verteidigungsbogen, wo wir den sogenannten Ostwall über und unter der Erde entdecken
  • Die nach 75 Jahren deutscher und polnischer Planung und einem Baubeginn durch jüdische Zwangsarbeiter im NS erst letztes Jahr eröffnete Autobahn Frankfurt-Posen
  • Das multikonfessionelle und multiethnische historische Grenzland in Miedzyrzecz / Meseritz
  • Die Vogelrepublik in der Warthemündung, Slonsk/Sonnenburg
  • Das Pompeij des Ostens: Küstrin/Kostrzyn

Wir übernachten im Drei-Sterne-Hotel in Keszyca Lesna/Regenwürmlager, ein Ort, der erst seit 1993 auf der Landkarte eingezeichnet ist. Vorher diente er der deutschen Wehrmacht, der polnischen Armee und zuletzt der Roten Armee als geheimer Militärstandort. Der Ort liegt versteckt in dichtem Wald an einem Badesee. Die Nationalsozialisten schulten dort ihre verbündeten SS-Einheiten indischer Sikhs, Usbeken, Perser und russischstämmiger Wallonen. In der Roten Armee nannte man das Militärlager einfach „Kurort“.

Neben einführenden Kurzvorträgen durch die Organisatoren vor Ort sollen die Teilnehmenden selbst aktiv werden und anhand konkreter Aufgabenstellungen sowie in Gesprächen mit Zeitzeugen und „Regionalaktivisten“ einen persönlichen Blick auf die Geschichte erhalten. Am Ende der Reise entwickeln wir Ideen für innovative grenzüberschreitende Projekte zur Geschichte und Kultur dieser nach wie vor eher unbekannten Region.

Projektkoordination
Magdalena Abraham-Diefenbach

Reiseleitung: Matthias Diefenbach, siehe: www.HeimatReise.eu

In Kooperation mit dem Haus Brandenburg und HeimatReise.

Gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

»» Exkursion Zwischen Neumark und Ziemia Lubuska