Feb 132015
 
Einladend: Schloss Trebnitz im Oderland

Einladend: Schloss Trebnitz im Oderland

Auch 2015 lädt das Institut in Kooperation mit Schloss Trebnitz wieder zu Historischen Salons in die Märkische Schweiz

Sonnenburg | Słonsk: 70 Jahre Kriegsende und das schwierige deutsche Erbe in Polen
Mittwoch, 25. Februar, 18:00 Uhr

Sonnenburg war eines der ersten deutschen KZ, wo ab April 1933 Berliner SPD- und KPD-Mitglieder, sowie prominente Intellektuelle wie Hans Litten, Erich Mühsam und Carl von Ossietzky inhaftiert wurden. Ab 1939 wurde hier ein Lager für „deutschfeindliche Elemente“ aus besetzten Gebieten eingerichtet. In der Nacht vom 30. zum 31. Januar 1945 – kurz vor Eintreffen der Roten Armee – erschoss eine GESTAPO-Einheit aus Frankfurt/Oder 800 Häftlinge. Seit 1945 heißt Sonnenburg Słońsk und liegt in Polen. Bei dem Wiederaufbau der Stadt, dachte man nicht an das KZ. Erst in den 1970-er Jahren entstand ein kleines Museum, das aufwendig renoviert zum 70. Jahrestag des Massakers Ende Januar wieder eröffnet wurde.

Im Gespräch mit den Gästen wird es neben der Geschichte des Ortes auch um den langen Weg einer gemeinsamen deutsch-polnischen Wiederentdeckung und Erschließung des Ortes als Museum und Gedenkstätte gehen. Die Veranstaltung findet auf deutsch statt und wird simultan ins Polnische übersetzt. Eintritt mit anschließendem Empfang 4,- Euro.

Referenten: Hans Coppi, Co-Autor des soeben erschienen Bandes „Das Konzentrationslager und Zuchthaus Sonnenburg“; Kamila Pałubicka, www.kulturerben.com; Karl-Christoph von Stünzner-Karbe, Johanniter und Kurator der Stiftung Brandenburg, Fürstenwalde
Moderation: Stephan Felsberg, Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. Frankfurt (Oder)

Identitäten in der Grenzregion I: Das Lebuser Land
Mittwoch, 11. März, 19:00 Uhr

Wie schmeckt Heimat? Und wie lässt sich Kultur konservieren? Das deutsche Leben bis 1945 ist ein Teil der Identitätsbildung in den Orten östlich der Oder, ein anderer Aspekt ist die Verbindung dieser Region mit den Herkunftsorten der Familien aus dem damaligen Osten Polens (heute Ukraine, Belarus und Litauen). Am Beispiel des Dorfes Bialkow soll der (kulinarische) Spagat vorgestellt werden. Gleichzeitig wird ein Vergleich mit der deutschen Seite gewagt, inwieweit die Geschichte und Kultur Ost-Brandenburgs, das seit 1945 polnisch ist, eine Rolle im kollektiven Gedächtnis des Landes Brandenburg spielt.

Die Veranstaltung findet auf deutsch statt und wird simultan ins Polnische übersetzt. Eintritt mit anschließendem Empfang 4,- Euro.

Referenten: Dr. Magdalena Gebala, Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg; Leokadia Szołtun, Gesellschaft der Freunde Polesiens und Bialkows; Magdalena Abraham-Diefenbach (Deutsch-polnisches Forschungsinstitut, EUV und Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.); Moderation: Stephan Felsberg

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