Mrz 032013
 
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Denkmal für die „Heldenstadt Murmansk“ in Sewastopol auf der Krim.

„Krieg, Schule, Austausch“

Methoden der interkulturellen historisch-politischen Bildung

Workshop für im deutsch-polnischen Jugendaustausch tätige Lehrer

4.-8. Juli 2011 | Lublin (Polen)

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk lädt Lehrer/-innen aus Deutschland und Polen ein, interessante Methoden der historisch-politischen Bildung selbst aktiv zu entdecken, die in der Praxis des schulischen Jugendaustauschs eingesetzt werden können.

Wir laden Lehrer aus Deutschland und Polen zum aktiven Kennenlernen interessanter Methoden der historisch-politischen Bildung ein, die man während der Austauschprojekte einsetzen kann.

Das Programm leiten die Historiker Marek Wilczyński von der in Pädagogischen Universität Krakau sowie Felix Ackermann vom Institut für angewandte Geschichte in Frankfurt (Oder), die selbst intensive Erfahrungen in der Arbeit mit deutsch-polnischen Jugendgruppen gesammelt haben.

Vor Ort gibt es die Möglichkeit, die pädagogische Arbeit wichtiger Instiitutionen wie dem Institut für Nationales Gedenken (Abteilung IPN in Lublin) und dem Staatlichen Museum in Majdanek kennenzulernen.

Sachlicher Rahmen:

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk fördert seit 20 Jahren deutsch-polnische Jugendbegegnungen mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung. Egal, ob sich Berufsschüler/-innen in Schwedt, Abiturient/-innen in Oświęcim oder Grundschüler/-innen in Kościerzyna treffen, spielt die gemeinsame Vergangenheit immer eine Rolle: Bereits bei der Vorbereitung spielen die Bilder des Nachbarn eine Rolle im Kopf der Lehrer/-innen. Die Schüler/-innen, die bereits lange nach 1989 geboren wurden, haben keine Großeltern mehr, die selbst im Krieg waren. Und doch wurden sie bereits geprägt von der Art, wie in ihrem Land mit den gesellschaftlichen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts umgegangen wird. Obwohl die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg jeweils ganz anders in Deutschland und in Polen ausgeprägt ist, macht sie in beiden Ländern einen ähnlich grundlegenden Teil des Selbstverständnisses aus. Gerade wegen dieser Bedeutung und der Notwendigkeit eines spezifischen Wissens über den Nachbar meiden Lehrer den Krieg in ihrer alltäglichen Austauscharbeit. Der Workshop bietet Impulse, wie während solcher Begegnungen historische Themen und Fragen gezielt eingesetzt werden können, um einen Austausch über die gemeinsame Gegenwart anzuregen. Wir wollen zeigen, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte in einer binationalen Gruppe das Potenzial zum Kennenlernen der eigenen Vergangenheit hat und die Verständigung mit dem Gegenüber fördern kann.

Inhaltliche Beschreibung:

Es werden vor Ort in der Gruppe von deutschen und polnischen Lehrern Methoden zur Arbeit mit Fotografien, schriftlichen Zeugnissen und Videos erprobt, um ganz unterschiedliche Aspekte des Zweiten Weltkriegs zu beleuchten: den Mord an den polnischen Juden im Rahmen der „Aktion Reinhardt“, die gewaltsame Aussiedlung der Bewohner von Zamość im Rahmen des Generalplans Ost sowie den eskalierenden Konflikt zwischen Polen und Ukrainern. Im Rahmen einer Exkursion zum ehemaligen deutschen Konzentrationslager Majdanek werden neuere Impulse der Gedenkstättenpädagogik mit der Praxis binationalen Jugendaustauschs verbunden. Die Workshops sind so konzipiert, dass einzelne Methoden anhand ausgewählter Themen ausprobiert werden und in schulischen sowie anderen Austauschsituationen und an anderen Orten angewandt werden können.

Das ausführliche Programm finden Sie hier

Anmeldung

Der Workshop richtet sich in erster Linie an Lehrer/-innen aus Deutschland und Polen, die bereits erste Erfahrungen in der Organisation von deutsch-polnischen Schülerbegegnungen gesammelt haben. Partner, die ihre nächsten gemeinsamen Projekte planen, sind besonders gern gesehen. Die ausgefüllte Anmeldung senden Sie spätestens bis zum 24. Mai 2011.

Partner des Projekts sind das Deutsch-polnische Jugendwerk, die Pädagogische Universität in Krakau, die Lubliner Abteilung des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) sowie das Staatliche Museum Majdanek.

Weitere Informationen

Stanisława Piotrowska und Paweł Prokop

E-Mail: historie@dpjw.org

Projektleitung
Felix Ackermann

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