Feb 072013
 

Angewandte Geschichte?Wie lässt sich Geschichte anwenden?

Angewandte Geschichte ist mehr als die Vermarktung von Vergangenheit oder die Popularisierung von Geschichte. Fünf Autoren des Instituts führen durch die Begriffsgeschichte und laden auf der Internetplattform Docupedia zur Auseinandersetzung mit dem Frankfurter Ansatz.

Auszug

Diskussion Angewandte Geschichte: Ein neuer Ansatz?

von Juliane Tomann, Jacqueline Nießer, Anna Littke, Jakob Ackermann, Felix Ackermann

Die Diskussionen um das Verhältnis von Geschichte und Öffentlichkeit in Deutschland werden zunehmend mit Bezug auf die englischsprachige Begriffsprägung Public History geführt. Im Kontext einer zunehmenden Praxisorientierung der Geisteswissenschaften, der Kommerzialisierung von Geschichtswissen sowie der vielfältigen Praktiken historischer Sinnbildung durch außeruniversitäre Akteure wird neben dem anzutreffenden Begriff des History Marketing auch immer häufiger der Begriff Angewandte Geschichte verwendet. Public History, History Marketing und Angewandte Geschichte sind dabei eingebettet in weitere Konzepte und Theorien wie zum Beispiel der „Geschichtskultur” und des „Geschichtsbewusstseins”. Obwohl sich Public History und Angewandte Geschichte sowohl in ihrer Praxisorientierung als auch in ihrem Erkenntnisinteresse ohne Zweifel überschneiden, könnte der Versuch einer Abgrenzung gleichwohl für die begriffliche Schärfung einzelner Ansätze auf dem Feld des Verhältnisses von Geschichte, Öffentlichkeit und ihrer Vermittlung fruchtbar sein. Die in diesem Beitrag diskutierten Konzeptionen des Begriffs Angewandte Geschichte sind vor allem durch die Betonung eines spezifisch akteurszentrierten Umgangs mit historischem Wissen geprägt. […]

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