Institut für angewandte Geschichte

Trabant 601 und Fiat 126p.
Die Erinnerung an den Alltag in der DDR
und der Volksrepublik Polen

Die kulturwissenschaftlichen Theorien zum Verhältnis zwischen Gedächtnis, Erinnerung und Identität werden in diesem Seminar anhand der Gegenwart der kommunistischen Vergangenheit in Deutschland und Polen kritisch angewandt. Ziel dieser Vertiefung in die kulturwissenschaftliche Gedächtnisforschung ist es, Orte, Gegenstände, Praktiken und Erzählungen zu identifizieren, in denen sich die Erinnerungskulturen beider Gesellschaften kristallisieren. Im Januar 2009 werden die Themen der Hausarbeiten in einem Workshop mit Nachwuchswissenschaftlern diskutiert. Dabei soll vergleichend erörtert werden, wie der Alltag im sozialistischen Staat heute in Deutschland und Polen erinnert wird und welche Funktionen dieser Erinnerung zukommen. Ein besonderer Fokus liegt deshalb auf dem scheinbaren Widerspruch zwischen Repression und Konsum im Spannungsverhältnis zwischen Herrschaft und Gesellschaft. Ziel des Seminars ist es darüber hinaus, Beiträge für einen deutsch-polnischen Sammelband zum Thema zu erarbeiten, der im Anschluss vom Institut für angewandte Geschichte herausgegeben wird.

Erste Sitzung: 14.10.08, 13.15 Uhr, GD 201
Blockseminare: 7.11.08 und 28.-29.11.08
Workshop: 23.01.2009

Seminarleitung: Magdalena Pyzio, Felix Ackermann
Infos: f.ackermann@instytut.net bei Felix Ackermann

Fotos vom Blockseminar