
Tourismusmanagement und Marketing
Die Entwicklung von Reiserouten am Beispiel Niederschlesiens
Die Parole „Schlesien bleibt unser!“ stammt längst aus dem vergangenen Jahrhundert. Der Begriff „Heimat“ wird seit geraumer Zeit auch in linken Feuilletons auf seine neue Dimension in einer globalisierten Welt hinterfragt. Zeit also, sich auf andere Weise mit dem einstigem deutschen Osten zu beschäftigen. Niederschlesien ist nah und eine Reise wert. Wie konzipiert man lokaltouristische Reisen nach Niederschlesien ohne Revanchismusverdacht? Wie erreiche ich Menschen, die das Erbe der Deutschen im Osten zur Verständigung nutzen möchten? Wie wende ich historisches Wissen sinnvoll an? Die erste Veranstaltung widmet sich in diesem Zusammenhang den Grundlagen des (Kultur-) Tourismusmanagements. Ziel des ersten Teils ist es, einen Überblick über das Phänomen Tourismus im Allgemeinen und Kulturtourismus im Besonderen zu geben. Der Fokus liegt dabei auf dem Marketing im Kulturtourismus. In der zweiten Blockveranstaltung werden ausgewählte Orte Niederschlesiens behandelt und ihre Präsentation auf dem Reisemarkt analysiert. Das Wissen über die Gestaltung und gezielte Vermarktung kulturtouristischer Leistungsbündel aus dem ersten Teil der Veranstaltung wird beispielhaft bei der Konzeption alternativer Reisen nach Niederschlesien angewendet. Für den letzten Teil der Veranstaltung entwerfen die Teilnehmer je eine Reise und führen diese dann während einer Exkursion exemplarisch vor. Das Seminar wird in Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte und dem Schlesischen Museum zu Görlitz realisiert. Die während des Seminars erworbenen Fähigkeiten qualifizieren die Teilnehmer für die Aufnahme in den Reisebegleiterpool des Projektes „HeimatReise“ des Instituts für angewandte Geschichte sowie für Reisebegleitungen des Schlesischen Museums zu Görlitz.
Teilnahmevoraussetzungen: Um Anmeldung mit kurzem Motivationsschreiben bis zum 8. Oktober wird gebeten: j.tomann@instytut.net
Termine
Literaturhinweise