
Sommerakademie in Allenstein, Lötzen und Königsberg, September 2005
Ziel der Akademie ist, deutsche und polnische Studierende zu Fremdenführern auszubilden. Diese sollen in Zukunft Gäste aus Deutschland auf der Suche nach ihren Wurzeln begleiten. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte Ostpreußens bilden die Zwangsmigrationen zum Ende des Zweiten Weltkrieges den Ausgangspunkt für die Betrachtung der kulturellen Aneignung der Region als Warmia i Mazury (Ermland und Masuren). Es wird insbesondere besprochen, welche Strategien die neuen Bewohner dabei anwendeten und wie sie das angetroffene Kulturerbe mit dem von ihnen mitgeführten geistigen Gepäck verbanden. In einem letzten Schritt wird die Rückkehr der Geschichte nach 1989 betrachtet und analysiert, wie die Rückbesinnung auf die deutsche Vergangenheit vonstatten geht. Das Seminar ist Teil eines länger angelegten Projektes, dass Studierende ausbildet, um Reisende vor Ort die Geschichte und Gegenwart einer Region näher zu bringen. So werden die Teilnehmer selbst Exkursionen in Städte des historischen Ostpreußen konzipieren und durchführen. Hierzu werden Zeitzeugengespräche durchgeführt und Module wie Interkulturelle Kommunikation und Konsekutives Dolmetschen angeboten.