Institut für angewandte Geschichte


Schlesien auf DIN A0
Konzeption und Erstellung einer kulturgeschichtlichen Ausstellung

Wie lässt sich Vergangenes veranschaulichen? Auf welche Medien können Historiker zurückgreifen, wenn es gilt, komplexe historische Zusammenhänge darzustellen? Ausstellungen gehören dabei sicherlich zum Standardwerkzeug.

Gerade die Geschichte Schlesiens bietet eine gute Übung, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, denn seine wechselnden Herrschaften haben ein Panorama überholter und aktueller Schlesienbilder hervorgebracht. Darin findet sich neben Śląsk, der „wiedergewonnenen, urpolnischen“ Erde auch Slezsko, die „Perle in der böhmischen Krone“, und Schlesien, als „Vorhut deutscher Zivilisation im Osten". Heutige Darstellungen heben dagegen die Brückenfunktion der Silesia zwischen verschiedenen Kulturen hervor.

Im Rahmen des Seminars soll ausgelotet werden, wie Zugänge zur schlesischen Geschichte gefunden werden können, ohne einer nationalen oder nostalgischen Sichtweise das Wort zu reden. Ziel ist die Konzeption einer Ausstellung, die entlang von Orten eine Reise durch die schlesische Geschichte unternimmt. Exkursionen führen nach Breslau/Wrocław, Görlitz, Kreisau/Krzyżowa und an andere Orte. Geplanter Ausstellungsort ist das Bildungszentrum Muhrau/Morawa in Niederschlesien.

Das Seminar wird in Kooperation mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz und der Gerd-Bucerius-Stiftungsprofessur für "Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas" an Europa-Universität Viadrina angeboten. Die während des Seminars erworbenen Fähigkeiten qualifizieren die Teilnehmer für die Aufnahme in den Reisebegleiterpool des Projektes HeimatReise des Instituts für angewandte Geschichte.

Teilnahmevoraussetzungen: Polnische Sprachkenntnisse sind von Vorteil, jedoch nicht Bedingung.
Anmeldungen bitte an Stephan Felsberg

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