Geschichten im Fluss

terra transoderana - Mai bis Juni 2006

Geschichten im Fluss. Alltag und Opposition

Die 70er und 80er-Jahre bedeuten für die Menschen an der deutsch-polnischen Grenze sowohl eine Zeit der Entspannung, in der das staatssozialistische System sich im Alltag etabliert hat, als auch eine Zeit der zunehmenden gesellschaftlichen Spannung, hervorgerufen durch eine keimende Opposition zu diesem System. Während die zweite Nachkriegsgeneration erstmals eine alltägliche Entspannung im deutsch-polnischen Verhältnis durch die erste Grenzöffnung in den 70er-Jahren erleben kann, soll diese Zeit des ersten, wenn auch oftmals staatlich reglementierten Austausches über die Oder hinweg spätestens mit der Ausrufung des Kriegsrechts in Polen Anfang der 80er-Jahre jäh enden und bis zur politischen Wende des Jahres 1989 faktisch zum Erliegen kommen. Diesen Zeitraum will der Veranstaltungszyklus "Alltag und Opposition" mit einem Filmabend, einer Podiumsdiskussion, einem Vortrag sowie einem musikalischen und literarischen Abend in das Bewusstsein der heutigen Bewohner Frankfurts und Słubices rufen und ist damit der Ausgangspunkt einer gemeinsamen Auseinandersetzung mit dieser Zeit und ihrer heutigen Bedeutung.

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