
Geschichten im Fluss. Vor der Befreiung
Im Mai 2005 feiert ganz Europa den 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. Sowohl in Deutschland als auch in Polen wird dieses Jahr dabei oft die Frage gestellt, ob der Frieden auch die Befreiung brachte.
Auf den Erfahrungen der Veranstaltungsreihe "terra transoderana. Geschichten im Fluss. Vertreibung und Erinnerung" im Januar diesen Jahres basierend, möchten wir unter dem Titel "Vor der Befreiung" über Schicksale aus den Jahren 1938-1945 sprechen. So unterschiedlich die Erfahrungen der Menschen auf beiden Seiten der Oder auch sind, können und müssen die Schicksale von Deutschen und Polen zusammen erzählt werden, damit ein Bild der Ereignisse von "vor der Befreiung" entstehen kann. Ein gemeinsames Erinnern an die schwierige Geschichte der "terra transoderana" kann nur im Austausch statt finden.
Deswegen bieten junge Deutsche und Polen vom "Institut für angewandte Geschichte" mit der Veranstaltungsreihe "terra transoderana. Geschichten im Fluss. Vor der Befreiung" ein Forum für Erzählung und Austausch an. Das Ziel kann dabei nicht die Aufarbeitung und Überwindung von Ereignissen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sein, sondern ein grenz- und generationenübergreifendes Gespräch über die schwierige Erinnerung an die Zeit "vor der Befreiung".