Institut für angewandte Geschichte

Eine Region neu denken

Während die politischen Fronten zwischen Warschau und Berlin verhärtet sind, herrscht in Frankfurt Oder und Słubice Alltag. Die Grenzsituation relativiert zwar die aufbrechenden Konfliktlinien, jedoch treffen gerade hier zwei entgegengesetzte Geschichtsbilder aufeinander. Das historische Lebuser Land, welches Namenspatron der heutigen polnischen Woiwodschaft ist, endete keinesfalls an der Oder, genauso wenig wie die Mark Brandenburg, die noch heute Bezugspunkt für die Identität der Menschen zwischen Spree und Oder ist. Diese divergierenden Geschichtsbilder haben zur Folge, dass die trennende Vergangenheit verschwiegen wird.

Der Begriff Terra Transoderana stammt aus dem späten Mittelalter und legt sich nicht auf Neumark oder Lebuser Land fest. Er soll heute neu definiert werden als das Land, das von beiden Ufern aus gesehen jenseits der Oder liegt. Terra Transoderana soll ein Raum sein, in dem deutsche und polnische Erinnerungen an die Zeit der Vertreibung ohne gegenseitige Ansprüche ausgesprochen werden können und auf der wir Nachfahren uns im Zuhören üben können.

Seit Januar 2005 haben bereits vier Veranstaltungszyklen stattgefunden. Im Januar 2007 ist ein abschließender Abend geplant.

Rückblick: terra transoderana - Mai bis Juni 2006

Rückblick: terra transoderana - Januar 2006

Rückblick: terra transoderana - April bis Juli 2005

Rückblick: terra transoderana - Januar 2005