Institut für angewandte Geschichte

Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog

Das deutsch-polnische Grenzland ist nicht nur der Ort, an dem sich Deutsche und Polen geografisch am nächsten sind. Hier entscheidet sich auch, welche Intensität und Qualität die zukünftigen Beziehungen beider Länder haben werden. Als Raum eines auf Kenntnis und Verständnis bauenden Dialoges kann das Grenzland – und es steht darin nur exemplarisch für andere Orte und Regionen des Aufeinandertreffens und In-Einander-Übergehens – Laboratorium eines gelebten Miteinanders in einem gemeinsamen Europa sein.

Das Institut für angewandte Geschichte richtet seine Aktivitäten darauf aus, das Grenzland als Raum des Dialoges zu erschließen und seinen Bewohnern – jenseits der Bedürfnisse des Alltags – ein Mehr an Wissen über das Gegenüber zu vermitteln: eine gemeisam geteilte Gegenwart kommt dabei nicht ohne ein Wahrnehmen und Reflektieren der allzu oft als trennend wahrgenommenen Geschichte aus. Geschichte ‚angewandt’ bedeutet indes nicht, das Vergangene leichtfertig zu popularisieren, sondern vielmehr mit aufrichtigem und kritischem Interesse aktuelle Bezüge zur Geschichte aufzuzeigen und diese zum Ausgangspunkt einer aufgeklärten und selbstbewusst grenzüberschreitenden Öffentlichkeit zu machen.

Die Mitglieder des Instituts für angewandte Geschichte – Studenten, Absolventen und Mitarbeiter der Europa-Universität Viadrina – setzen diesen Anspruch im Rahmen unterschiedlichster Projekte und Seminare in Zusammenarbeit mit professionellen Partnern und Dank der Zuwendung namhafter Förderer um.

Das Institut für angewandte Geschichte wurde 2001 gegründet. Im Februar 2007 beschloss der Trägerverein transkultura e.V., den Namen des Instituts anzunehmen – damit erhielt das Institut die Rechtsform eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins. Im Januar 2008 wurde dieser Prozess durch den Zusatz Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog abgeschlossen.