
Zeitzeugengespräch zum Thema Nationalsozialismus
9. Juli 2009, 19 Uhr,
Frankfurt (Oder), in der Jüdischen Gemeinde, Halbe Stadt 30
Heinz Vater, geboren 1932, lebte mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern bis 1951 in Frankfurt (Oder). Seine Mutter wurde den Rassengesetzen nach als Jüdin bezeichnet, während sein Vater Arier war. Er selbst und seine Geschwister waren so genannte Geltungsjuden. Seine Großmutter und zahlreiche Verwandte wurden ermordet, während Heinz Vater, seine Geschwister und Eltern überlebten. Nach dem Krieg wurde Heinz Vater ein bekannter Germanist und hatte bis zu seiner Emeritierung 1997 eine Professur an der Universität Köln inne. In dem Gespräch wird Vater davon berichten, wie er die Jahre bis 1945 erlebte.
Die Veranstaltung findet in der Jüdischen Gemeinde statt, die 1998 in Frankfurt neu gegründet wurde und mittlerweile 210 Mitglieder zählt. Es besteht die Möglichkeit, am Tag ab 18 Uhr eine Ausstellung über das Judentum und über bekannte Frankfurter Juden zu besuchen.
Das Zeitzeugengespräch wird von Teilnehmenden des Projektseminars „Jüdische Geschichte vor Ort – Stolpersteine in Frankfurt und Słubice“ organisiert. Dieser Abend wird die Auftaktveranstaltung für die Reihe „Wege des Erinnerns – jüdisches Leben in Frankfurt“ sein.
Weitere Veranstaltungen sind:
ein Stadtspaziergang / 14. Juli 2009 / 17 Uhr / Treffpunkt: Synagogengedenkstein Brunnenplatz in Frankfurt (Oder)
ein Filmabend mit anschließender Diskussion / 12. November 2009 / Europa- Universität Viadrina
die Stolpersteinverlegung / 13. November 2009
Kontakt: Tina Zimmermann, E-mail: wege_des_erinnerns@gmx.de