Seminar mit Exkursion nach Katowice, Bytom, Zabrze und Gliwice
Sommersemester 2011
Der Teilung Oberschlesiens zwischen Deutschland und Polen im Jahre 1922 folgte auf beiden Seiten der neu entstandenen Grenze eine gesteigerte Bautätigkeit: Administrations- und Wohngebäude entstanden, die indes nicht allein den alltäglichen Bedürfnissen einer Region entsprachen, die sich nach ihrer Teilung neu organisieren musste.
Der auf beiden Seiten der Grenze einsetzende Bauboom sollte auch politische Signale aussenden. Im polnischen Katowice und in der deutschen Dreistadt Gleiwitz-Hindenburg-Beuthen/O.S. entstanden in dieser Zeit bedeutende Werke der modernen Architektur, die wie in kaum einer anderen europäischen Agglomeration Krieg, Zerstörung und Stadtumbau bis heute überstanden.
Im Seminar sollen die politischen Manifestationen, die sich in der Architektur der Moderne in Oberschlesien ausmachen lassen, untersucht werden. Dabei werden Eigenheiten im Bau auf deutscher und polnischer Seite herausgearbeitet und miteinander verglichen.
Seminarleitung: Juliane Tomann, Stephan Felsberg
Infos und Anmeldung: j.tomann[at]instytut.net