Jan 212013
 

Border CrossingAustausch zwischen Akteuren der polnisch-ukrainischen Grenzregion Chełm-Kowel und der polnisch-deutschen Grenzregion Frankfurt-Słubice

25.-30. Januar 2010: Studienreise nach Chelm-Kowel, Zamosc-Zolkwia.
21.-25. März 2010: Studienreise in die deutsch-polnische Grenze.
25.-31. März 2010: zwei Kurzpraktika in der deutsch-polnischen Grenzregion

Die Rahmenbedingungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit werden nicht nur von der Intensität einer räumlichen und politischen Grenze definiert. Sprachliche, kulturelle und soziale Asymetrien, die sowohl in der Wirklichkeit des Grenzgebiets, als auch in den Köpfen der Bewohner existieren, stellen sowohl Antrieb als auch Hindernis für die Zusammenarbeit dar. Während all diese Faktoren in verschiedenen Grenzregionen Europas stark variieren, ist Ausgangslage dennoch ähnlich.

Die Strukturen der Europäischen Union fördern einerseits die Zusammenarbeit in Grenzregionen in besonderem Maße, andererseits schaffen sie neue Barrieren an den geografischen Rändern der EU. Von einem gemeinsamen Bewusstsein der Bewohner europäischer Grenzregionen kann angesichts dieser herausgestellten Position jedoch bislang keine Rede sein. Dabei ist das Wissen um Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit bereits vorhanden.

Gemeinsam mit der Stiftung für Polnisch-Ukrainische Zusammenarbeit PAUCI startet daher das Institut für angewandte Geschichte im November 2009 das Projekt „Border Crossing“. Es hat zum Ziel einen Erfahrungsaustausch zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren aus dem sozialen und kulturellen Bereich des deutsch-polnischen (Frankfurt-Słubice) und des polnisch-ukrainischen Grenzgebietes (Chełm-Kowel) zu ermöglichen.

Bis Juni 2010 werden eine Reihe von Reisen durch die Grenzgebiete, Workshops sowie Praktika durchgeführt, die den Teilnehmern das Kennenlernen der Potenziale und Besonderheiten grenzüberschreitender Arbeit an den beiden Grenzen ermöglichen. Es bietet Gelegenheit, praktisches Wissen über die Nutzung von EU-Fonds zu erlangen sowie bisher gemachte Erfahrungen in der Zusammenarbeit zu reflektieren. „Border Crossing“ soll zukünftig zur Entwicklung neuer Projekte beziehungsweise zur Optimierung grenzüberschreitender Initiativen führen.
Federführender Partner im Projekt ist PAUCI Warschau.

Zurzeit suchen wir Akteure aus sozialen und kulturellen und Jugend- Initiativen in der deutsch-polnischen Grenzregion, die Interesse an einer Ende Januar stattfindenden Studienreise ins polnisch-ukrainische Grenzgebiet haben.

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