Belarus ist ein weißer Fleck in den Köpfen vieler Menschen, obwohl das Land seit Mai 2004 zum unmittelbaren Nachbarn der Europäischen Union geworden ist. Wenn überhaupt, so taucht es nur in Verbindung mit negativen Schlagzeilen in den Nachrichten auf; mit Belarus assoziieren sich Schlagworte wie "die letzte Diktatur Europas", "sozialistische Enklave" und auch "Tschernobyl". Nur wenige pflegen Kontakte nach Belarus und nur einige Belarus-Spezialisten verfügen über ein differenziertes Bild von dem Land, das uns mit der Erweiterung der Europäischen Union so nahe gerückt ist. Doch gerade Verständigung, Kontakte und Dialog zwischen verschiedenen Ländern, Kulturen und Menschen in Europa sind wichtige Grundlagen für die aktive Gestaltung einer gemeinsamen europäischen Zukunft. Nur durch das gegenseitige Kennen lernen und gemeinsames Arbeiten kann gegenseitiges Verständnis in Europa erreicht werden, was den Ausgangspunkt für ein friedliches europäisches Zusammenleben bildet. Will man eine andere Kultur, ein anderes Land, einen anderen Menschen verstehen, sich mit ihm austauschen, mit ihm zusammen arbeiten, so ist Sprache ein Schlüsselelement dafür, denn sie ist gleichzeitig Kommunikationsmittel und Ausdruck von Identität, indem sie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, Kultur oder Nation markiert. Beginnt man die Sprache eines anderen zu verstehen, so fällt der Zugang zu seiner Kultur, der Kontakt mit dem Fremden leichter als in völliger Sprachlosigkeit. Ein Ziel des Seminars ist es daher, den Teilnehmern in den Modulen "Begegnungen mit den anderen Sprachen" einen ersten Zugang zur Sprache der Partner zu ermöglichen und die Grundlage für das weitere Erlernen der Sprache und somit für die interkulturelle Zusammenarbeit zu legen. |
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