
Sichtvermerke/ Eine Vision
Da, wo sich Polen und Deutschland am nächsten sind, stoßen sie an ihre Grenzen.
Um von Slubice nach Frankfurt, von Frankfurt nach Slubice zu gelangen, bedarf
es mehr, als den Fluss zu überqueren, bedarf es mehr als zielgerichteter Schritte.
Es bedarf eines sehenden Auges, eines offenen Ohres und wohl auch eines offenen
Mundes. Denn das, was jenseits des Stromes liegt, überrascht: es ist spannender
als berichtet, es ist farbiger als vorgezeichnet, angenehmer als angenommen,
spontaner als vorhergesehen, lauter als angekündigt- es ist vor allem mehr als
erwartet.
An der Grenzabfertigung stehen Studenten, Politiker, Einkaufstouristen, Schmuggler und Spaziergänger, und warten auf - ein mehr, das sie erwartet. Jenseits des Flusse erwartet sie mehr als ein fremdes Land, es erwartet sie jeweils ein Land reich an Menschen und Eindrücken, reich an Geschichte und Geschichten, reich an Tönen und Bildern.
Rufend, summend, flüsternd, diskutierend, mitunter auch singend, bewegt sich die Grenzschlange auf die Wärterkabine zu, um sich ihre Sichtvermerke eintragen zu lassen.
Filmhochschulen Lodz und Potsdam
Da, wo sich Polen und Deutschland am nächsten sind, soll der Ort sein, an dem Kunst und Künstler, Einsichten und Einwohner der Nachbarländer zusammenkommen. Lodz und Potsdam treffen sich an der Oder. Im Grenzland trifft ein internationales Publikum auf Lodz und Potsdam, es trifft auf die Werke von Studenten renomierter Filmhochschulen und gewinnt Einblick in das, was junge Filmemacher östlich und westlich der Oder bewegt, es überschreitet Grenzen über Brücken der Kunst und trägt sich seine eigen Sichtvermerke ein.
Filmhochschulen Lodz und Potsdam
Da, wo sich Polen und Deutschland am nächsten sind, soll der Ort sein, an dem Kunst und Künstler, Einsichten und Einwohner der Nachbarländer zusammenkommen. Lodz und Potsdam treffen sich an der Oder. Im Grenzland trifft ein internationales Publikum auf Lodz und Potsdam, es trifft auf die Werke von Studenten renomierter Filmhochschulen und gewinnt Einblick in das, was junge Filmemacher östlich und westlich der Oder bewegt, es überschreitet Grenzen über Brücken der Kunst und trägt sich seine eigen Sichtvermerke ein.
Dokumentation Realisation Animation/
Versuch einer Nachempfindung
Der transkultura e.V. veranstaltet erstmalig in Frankfurt Oder Slubice ein Kurzfilmfestival Sichtvermerke.
Der Dreisatz der Dokumentation, Realisation und Animation fungiert als Motiv der einzelnen Veranstaltungstage.
Der 18. Juni steht unter dem Slogan der Dokumentation. Es werden Dokumentarfilme gezeigt, die es erlauben Einsichten zu gewinnen. Sie stellen vor ohne zu werten und sie animieren zu einer Auseinandersetzung mit Fremden und eigenem.
Der 19. Juni findet sein Motiv in der Realisation. Die hier gezeigten Kurzfilme zeichnet eine ungewöhnliche, eigensinnige, überraschende Sicht auf die Realität aus.
Den 20. Juni zeichnet das Thema der Animation aus. Die hier gezeigten Animationsfilme veranlassen zum träumen und staunen, sie lassen aufhorchen und grübeln, sie bewegen zum schweigen, reden schluchzen und jauchzen. Animationsfilme bewegen.